Filmkritik - Lieben und lassen (2006)
 
 

Lieben und lassen

Original: Catch and Release | Catch & Release
Regie: Susannah Grant
Darsteller: Fiona Shaw, Sam Jaeger
Laufzeit: 112min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Drama, Komödie, Romanze (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 26. April 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Gray Wheeler (Jennifer Garner) dachte eigentlich immer, in ihrem Leben laufe alles nach Plan: Sie hat den perfekten Job, lebt in der perfekten Stadt (Boulder in Colorado) und – das Beste von allem – liebt Grady, den perfekten Verlobten. Aber tatsächlich läuft im Leben selten etwas perfekt ... Der Tag, an dem Gray und Grady eigentlich heiraten wollen, wird stattdessen der Tag von Gradys Beerdigung. Während der Beisetzung findet Gray Trost bei Gradys engsten Freunden – dem lustigen Sam (Kevin Smith) und dem verantwortungsbewussten Dennis (Sam Jaeger). Nur für ein paar Minuten will Gray den Empfang verlassen und für sich sein. Doch in ihren privaten Moment platzt Gradys Kindergarten-Freund aus Los Angeles, Fritz (Timothy Olyphant). Unwissend, dass er beobachtet wird, verführt er vor Grays Augen eine Kellnerin vom Partyservice. Gray, zu Recht pikiert, platzt der Kragen: „Wie konnte Grady nur mit jemandem wie Dir befreundet sein?“, rutscht es hier heraus. „Du bist alles, was er immer gehasst hat!“ Einige Tage nach der Beerdigung muss Gray feststellen, dass sie sich das Haus, das sie und Grady gemietet haben, alleine nicht länger leisten kann. Sam und Dennis nehmen sie unter ihrem gemeinsamen Dach auf. Sie fühlen sich verantwortlich dafür, sich nach Gradys Tod um die Verlobte ihres Kumpels zu kümmern. Aber sehr zu ihrem Missfallen muss Gray feststellen, dass die Jungs auch Fritz ein Bett angeboten haben. Gray kümmert sich um die Auflösung von Gradys Konten und stößt zu ihrer großen Überraschung auf ein Konto, von dessen Existenz sie nichts wusste: ein sehr gut gefülltes Konto – mit Einzahlungen in Höhe von über einer Millionen Dollar. Grady war offensichtlich stinkreich – und das war nicht das einzige Geheimnis, das er vor seiner Verlobten gehütet hat. Er überwies außerdem regelmäßig die Zinsen, die das Konto abwirft – 3000 Dollar im Monat – an eine Frau in Los Angeles. Gray gelingt es, Fritz weitere Details zu entlocken: Bevor er Gray kennen lernte, habe Grady eine kurze Affäre mit einer Masseurin namens Maureen gehabt. Das Ergebnis dieser einen Nacht, so Fritz, sei ein siebenjähriger Junge namens Mattie. Gray ist am Boden zerstört, als sie erfährt, dass Grady ihr nie genug vertraut hat, um ihr von seinem Sohn zu erzählen. Während Gray versucht, sich mit diesen Neuigkeiten über den Mann, den sie geliebt hat, zu arrangieren, spannt sich die Lage unter Dennis’ und Sams Dach weiter an: Beide Männer verstecken sich immer mehr hinter ihren jeweiligen Macken, um mit ihrer Trauer fertig zu werden. Sam isst und trinkt zu viel und vernachlässigt seinen Job, während Workaholic Dennis eine ungesunde Menge Energie darauf verschwendet, einen Garten für Grady anzulegen. Die Dinge werden noch komplizierter, als Maureen mit dem tatsächlich dreieinhalb-jährigen Mattie in Boulder auftaucht – Mattie ist nämlich ganz und gar nicht sieben Jahre alt, wie Fritz behauptet hat. Gray setzt das Puzzle zusammen: Grady war mit Maureen zu einer Zeit zusammen, in der er bereits mit Gray liiert war. Gray fühlt sich betrogen, nicht nur von Grady, der sie hintergangen hat, sondern auch von Fritz – obwohl sie anerkennen muss, dass er nur versucht hat, sie zu schützen. Trotz der Verwirrung und Wut wollen alle Gradys Sohn kennen lernen. Und schon ziehen zwei weitere Gäste in das Haus ein. Obwohl Fritz ihr ein so wichtiges Geheimnis vorenthalten hat – oder vielleicht auch, weil er es so gut vor ihr bewahrt hat – ist Gray verunsichert, als ihre Gefühle zu ihm stärker werden ... schliesslich beginnt sie eine Affäre mit ihm. Überrascht von ihrem eigenen Verhalten versucht Gray, mit der neuen Situation zurechtzukommen. Als die Spannungen im Haus immer größer werden, kann Dennis nicht mehr für sich behalten, dass er in Gray verliebt ist. Doch als Gray seine Zuneigung nicht erwidert, fühlt er sich gedemütigt. Sein einziger Trost bleibt die Arbeit im Garten. Derweil setzt Gray ihre Affäre mit Fritz heimlich fort und muss sich eingestehen, dass er ihren Verlobten besser kannte als sie selbst. Es waren keine einfachen Tage, die seit Gradys Tod vergangen sind. Doch alle, die ihn geliebt haben, haben sich auf ihre Art und Weise mit dem Verlust arrangiert: Sam hat eine Beziehung mit Maureen begonnen und erweist sich als ungewöhnlicher aber stabiler Fels in der Brandung für die allein erziehende Mutter. Dennis, stolz darauf, was er aus dem Garten gemacht hat, findet endlich Trost. Gray akzeptiert schließlich, dass Grady nicht der perfekte Mann war, für den sie ihn gehalten hat, aber auch, dass Fritz nicht der egoistische Playboy ist, den sie anfangs in ihm gesehen hat – und dass das Leben nichts ist, was man planen kann, sondern das man nehmen muss, wie es kommt.

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