Filmkritik - Lepel (2004)
 
 

Lepel

DVD / Blu-ray :: Website :: IMDB (6,5)
Regie: Willem van de Sande Bakhuyzen
Darsteller: Joep Truijen, Neeltje de Vree
Laufzeit: 96min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Abenteuer, Familie (Deutschland, Niederlande)
Verleih: Atlas Intermedia Film
Filmstart: 20. Oktober 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Lepel (7) sehnt sich nach seinen Eltern, die in einem Heißluftballon um die Welt reisen. Sie sind schon so lange weg, dass Lepel sich nicht mehr erinnern kann, wie sie aussehen. „Sie kommen zurück, wenn der Wind in die richtige Richtung bläst“ sagt seine Großmutter Koppenol, bei der er lebt. Lepel mag Koppenol nicht. Sie überlässt ihm alle Hausarbeit. Und wenn sie einkaufen geht, muss Lepel, zu seinem Ärgernis, mitgehen um die Berge von Einkaufstüten nach Hause zu schleppen. Eines Tages wird er in einem Kaufhaus nach Ladenschluss eingeschlossen. Er kriegt Angst, allein in dem großen, dunklen Warenhaus. Doch da ist noch jemand: Pleun, ein 11-jähriges Mädchen, die sich hier bereits zwischen Pullovern und Schlafanzügen häuslich eingerichtet hat. Sie stellt ihn vor die Wahl, entweder bei ihr zu bleiben oder zu seiner verhassten Großmutter zurückzukehren. Obwohl Lepel kein Held ist, fällt ihm die Entscheidung leicht: bis seine Eltern zurückkommen, bleibt er bei Pleun. In der Nacht können Pleun und Lepel ihre eigenen Wege gehen. Tagsüber schlafen sie in ihrem „Bett“, einem großen Regal voller Pullover. Lepel ist froh, Koppenol entronnen zu sein, aber seine Eltern vermisst er immer noch. Pleun versteht nicht, ihr jagen Eltern Schauer über den Rücken, sie ist froh, sie los zu sein. Koppenol jedoch gibt Lepel nicht einfach auf. Ihre Wohnung verwahrlost zusehends und sie möchte ihre „billige Haushaltshilfe“ wieder haben. Gemeinsam mit dem Lehrer Bijts, der auch eigennützige Gründe hat, Lepel wieder in die Schule zu verfrachten, versucht sie, ihn wieder nach Hause zu holen. Tagsüber ist Lepel im Kaufhaus nicht mehr sicher, doch zum Glück hat er Pleun, die ihm immer wieder hilft, Koppenol und Bijts zu entkommen. Pleun und Lepel werden in ihrem Kaufhausexil von Max, einem sympathischen Verkäufer, entdeckt. Er ist heimlich in Broer, der smarten Geschäftsführerin des Kaufhauses, verliebt. Max findet heraus, dass Koppenol gar nicht Lepels Großmutter ist und dass dessen Eltern vor langer Zeit gestorben sind. Pleun versteht nicht, warum Lepel darüber traurig ist. Wie kann man jemanden vermissen, den man nicht kennt? Aber Lepels Sehnsucht nach Eltern ist größer denn je: „Es müssen ja nicht viele sein. Nur eine liebe Mutter, die mich nachts zudeckt, das ist alles.“ Max verspricht, für Lepel eine Mutter zu finden. Koppenol und Bijts geben derweil nicht auf. Sie locken Lepel und Pleun in eine Falle. In einer dramatischen Befreiungsaktion überwältigen beide die falsche Großmutter und den Lehrer und lassen sie in einem Heißluftballon auf Nimmerwiedersehen davonfliegen. Max findet unterdessen viele Mütter, die gern einen kleinen Jungen aufnehmen würde. Doch er kann sich nicht entscheiden, keine scheint ihm gut genug für Lepel. Max hat Lepel viel zu lieb gewonnen, um ihn bei irgend jemandem zu lassen. Pleun wüsste schon die richtige Mutter für Lepel: Broer, die Kaufhauschefin. Die aber ist Single. Lepel und Pleun haben die Lösung: geschickt arrangieren sie, dass Max und Broer zusammen kommen. Der Plan geht schief, Broer blockt ab. Sie könne einen großen Laden führen, aber als Mutter sei sie nicht geeignet. Lepel ist enttäuscht. Sein Traum von einer lieben Mutter scheint in weite Ferne gerückt. Er fühlt sich einsamer denn je und läuft davon. Max folgt Lepel. Der erinnert ihn verärgert an sein Versprechen, für ihn eine Mutter zu finden!. „Lepel“, sagt Max „ich habe jemanden gefunden, der dich liebevoll zudeckt und der dich lieb hat. Da gibt es nur ein Problem.“ Zögernd fragt Max, ob Lepels Mutter auch ein Vater sein könnte. Es dauert eine Weile bis Lepel versteht, dass Max sich selbst meint. Über eine Antwort muss er nicht nachdenken: Nichts wünscht sich Lepel mehr, als zu Max zu gehören. Seine Suche nach Geborgenheit und Liebe hat ein Happyend.

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