Filmkritik - Leben in mir (2004)
 
 

Leben in mir

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,2)
Original: Ono | Stranger
Regie: Malgorzata Szumowska
Darsteller: Malgosia Bela, Marek Walczewski
Laufzeit: 98min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Deutschland, Polen)
Verleih: Pandora Filmverleih
Filmstart: 29. Juni 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Mitten in der Nacht. Wind stößt ein Fenster auf. Eva (Malgosia Bela) sitzt mit einer Zigarette auf dem Boden. Sie steht auf und schließt das Fenster. Sie will jetzt allein sein. Keine störenden Geräusche! Sie muss eine Entscheidung fällen. Eva ist 22. Sie arbeitet in einem unbefriedigenden Job in einer Tankstelle und lebt mit ihren Eltern in bescheidenen Verhältnissen. Ihr Vater (Marek Malczewski verliert mehr und mehr sein Gedächtnis, und ihre Mutter (Teresa Budzisz-Krzyanowska) verschließt sich Allem, was ihre kleine Welt durcheinander bringen könnte, indem sie weghört, wegsieht, bügelt oder den Fernseher laut stellt. Jetzt ist Eva schwanger – von einem Mann, der für sie aber keine Rolle mehr spielt. Eva hat von einem Arzt gehört, der gegen entsprechende Bezahlung eine illegale Abtreibung vornehmen würde. Sie plündert die kleine Spardose in der Küche und macht sich auf den Weg. Beim Arzt angekommen, stellt sie jedoch fest, dass ihr das Geld bei der Busfahrt gestohlen wurde. Wie betäubt steht sie auf dem Klinikflur. Durch eine Glasscheibe sieht sie einer anderen jungen Frau bei der Ultraschalluntersuchung zu. Die Freude auf das Kind ist ihr deutlich anzusehen. Eva staunt, dass sie mit ihrem ungeborenen Kind spricht. Sie hört, wie die Ärztin erklärt, dass das Kind sie verstehen kann. Dieser Moment verändert Evas Leben. Sie stellt sich ihrem eigenen Kind als dessen Mama vor und spricht fortan mit ihm. Sie spielt ihm auch Musik vor und versucht, ihm ihre Welt zu beschreiben – die Farben, die Klänge, die Formen. Das Schöne und das Traurige. So wie Eva beginnt, ihre Umgebung neu anzunehmen, so beginnt auch das Kind in ihrem Bauch zu existieren. Sie freundet sich mit der jungen Prostituierten Ivona an, die sie auf dem Rastplatz vor der Tankstelle kennen gelernt hat. Sie versucht, sich ihrer emotional unterkühlten Mutter zu nähern und mit ihr die Freude auf das Baby zu teilen, und sie verliebt sich in Michal (Marcin Brzozowski), den Jungen, der ihr das Geld für die Abtreibung gestohlen hat. Eva glaubt, dass es Schicksal war, ihm ein zweites Mal begegnet zu sein. Sie möchte Michal sensibilisieren für die schönen Dinge des Lebens, möchte ihn konfrontieren mit einer Gegenwelt zu seinem harten Alltag als Junkie und Drogenkurier. Und immer wieder sucht sie die Nähe ihres Vaters, mit dem sie die Liebe zur Musik teilt. Für ihn ist Johann Sebastian Bach ein Botschafter Gottes, der fünfte Evangelist! Plötzlich bewegt Eva sich durch die Stadt, als hätte sie Musik im Blut. Es ist, als würde eine Blinde sehend werden und eine Taubstumme, die Welt der Töne und des Klangs entdecken. Als Eva erneut zu einer Untersuchung geht, muss sie von der Ärztin erfahren, dass es bei der Geburt Komplikationen geben könnte. Eva hofft, dass das Kind die Unterhaltung mit der Ärztin nicht heimlich belauscht hat…

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