Filmkritik - La vie en rose (2007)
 
 

La vie en rose

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (7,7)
Original: La vie en rose | La môme
Regie: Olivier Dahan
Darsteller: Clotilde Courau, Catherine Allegret
Laufzeit: 140min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Biografie (Frankreich, Großbritannien, Tschechoslowakei)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 22. Februar 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
New York, 16. Februar 1959. Edith Piaf (MARION COTILLARD) gibt eines ihrer gefeierten Konzerte. Doch sie ist am Ende ihrer Kräfte. Ihr Freund und Manager Louis Barrier (PASCAL GREGGORY) drängt sie, die Show abzubrechen. Sie fleht darum, weiter singen zu dürfen, bricht jedoch auf der Bühne zusammen. Schon wenig später steht sie bereits wieder im Aufnahmestudio, um ihr berühmtes Chanson „Milord“ einzuspielen. Rückblende: Belleville, 1918. Die kleine Edith Gassion ist drei Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter Anetta (CLOTILDE COURAU), die sich als Straßensängerin verdingt, in dem schäbigen Pariser Bezirk Belleville. Als Anetta für sich eine Karriere-Chance sieht, lässt sie die kränkliche Tochter bei ihrer Mutter zurück. Ediths Vater Louis Gassion (JEAN-PAUL ROUVE), der aus dem Krieg heimkehrt, holt die Kleine aus den unvorstellbar armen Verhältnissen heraus und bringt sie zu seiner Mutter, die in der Normandie ein Bordell betreibt. Die Nutten schließen ihr kleines Engelchen sofort ins Herz, vor allem Titine (EMMANUELLE SEIGNER) wird ihr Freundin und Mutterersatz. Auch als Edith an Keratitis erkrankt und erblindet, kümmert sich Titine rührend um sie. Gemeinsam unternehmen sie im Winter eine Wallfahrt nach Lisieux zu der Heiligen Sainte Thérèse, und bitten um ihr Augenlicht. Und tatsächlich erlangt Edith ihre Sehfähigkeit zurück. Kurz darauf kommt ihr Vater, um sie abzuholen. Er nimmt sein Leben als fahrender Akrobat und Schausteller wieder auf, und Edith soll ihn begleiten. Das kleine Mädchen wird aus Titines Armen gerissen, sie erlebt den Abschied als tragischen Verlust. Zunächst schließen sich die beiden einem Zirkus an, doch es kommt zum Streit und sie ziehen allein weiter. Louis Gassion verlangt von seiner Tochter, ihn bei seinen Auftritten zu unterstützen. Zum ersten Mal singt Edith vor Publikum. Mit 15 verlässt sie ihren Vater und geht nach Paris, um in den Straßen von Montmartre für ein warmes Essen oder ein paar Francs zu singen. An ihrer Seite ihre treue Freundin Momone (SYLVIE TESTUD), die sie als Weggefährtin auch in den Jahren ihres Erfolges begleiten wird. In den Bars und Cafés trifft Edith ihre Mutter wieder, die ihre Tochter um Geld anbettelt. 1935 hört Louis Leplée (GÉRARD DEPARDIEU), Besitzer des bekannten Revuetheaters „Gerny’s“, Edith an einer Straßenecke singen und lädt sie zum Vorsingen in seinen Club ein. Er ist begeistert von seiner Entdeckung, gibt ihr Arbeit und macht sie mit wichtigen Leuten bekannt. Unter seinem Schutz löst sie sich auch von Albert, einem Zuhälter, dem sie stets einen Teil ihrer Gesangeserlöse abtreten musste. Leplée erfindet für sie den Namen „La Môme Piaf“ – „Der kleine Spatz“. 1936 gibt „Papa Leplée“ eine ausgelassene Silvesterparty. Bald darauf fällt er einem Raubmord zum Opfer. Edith gerät unter Mordverdacht und wird von der Polizei befragt, aber wieder laufen gelassen. Der Chanson-Texter Raymond Asso (MARC BARBÉ) wird ihr strenger Lehrer und schließlich ihr Geliebter. Von ihm lernt sie, ihre Hände auf der Bühne einzusetzen, ihre Texte zu artikulieren, ihre Lieder zu leben. Vor ihrem ersten Engagement auf der riesigen Bühne eines berühmten Pariser Varieté-Theaters verschanzt sich Edith, vor Angst gelähmt, in ihrer Garderobe. Als sie schließlich doch noch auftritt, wird der Abend ein großer Erfolg. Von nun an geht es mit ihrer Karriere steil bergauf. Heimgekehrt von einer US-Tournee feiert die Piaf mit Freunden in einer Pariser Brasserie und bringt einen Toast aus auf die Pianistin Marguerite Monnot, die viele ihrer Erfolge geschrieben hat. Sie ist ein Star – auch Marlene Dietrich (CAROLINE SILHOL) wird ihre Freundin –, feiert eine glanzvolle Premiere im Bobino und genießt ihr Leben und ihre Popularität in vollen Zügen. Aber sie lässt ihre Launen auch an ihrer Umgebung aus. 1947. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere lernt Edith Piaf in New York Boxweltmeister Marcel Cerdan (JEAN-PIERRE MARTINS) kennen. Der verheiratete Mann, Vater dreier Kinder in Marokko, wird die große Liebe ihres Lebens. 1949, während einer Tournee durch die USA, drängt sie ihn, so schnell wie möglich zu ihr zu kommen. Für sie ändert er seine Pläne und bucht einen Flug, statt das Schiff zu nehmen. Das Flugzeug zerschellt auf den Azoren, Marcel ist unter den Toten. Mit diesem Verlust und den Schuldgefühlen wird Edith nicht fertig. Sie trinkt noch mehr als sonst und greift immer öfter zu Drogen. Einen Autounfall – sie verlangt von ihrem jüngeren Liebhaber, nachts nach einem Konzert mit ihr aufs Land zu fahren – überlebt sie schwer verletzt. Der Auftritt im Olympia, von dem sie immer geträumt hat, rückt in weite Ferne. Kalifornien, im August 1955. Ihre Drogenabhängigkeit zwingt Edith Piaf, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Ihre Ehe mit dem Komponisten Jacques Pills zerbricht. Im Oktober 1960 erfüllt sich einer ihrer größten Träume: Zerbrechlich und auf einen Stock gestützt, steht die vom Krebs Gezeichnete auf der Bühne des Olympia. Doch ihre Stimme ist unverwüstlich, ihr Auftritt mit „Non, je ne regrette rien“ wird zum Triumph. Aber ihre Gesundheit ist endgültig ruiniert. In einer Villa im südfranzösischen Grasse verbringt sie ihre letzten Tage, in völliger Abgeschiedenheit. Dort stirbt sie am 11. Oktober 1963. Und in dieser letzten Nacht offenbart sich auch noch eines ihrer dunkelsten Geheimnisse: Auch sie hatte eine kleine Tochter, Marcelle, die bei ihrem Vater lebte und im Alter von zwei Jahren an Hirnhautentzündung starb.

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