Filmkritik - Krass (2006)
 
 

Krass

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,2)
Original: Running with Scissors
Regie: Ryan Murphy
Darsteller: Dagmara Dominczyk, Evan Rachel Wood
Laufzeit: 121min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Komödie (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 18. Januar 2007
Bewertung: 8,0 (2 Kommentare, 1 Vote)
1971: Der sechsjährige Reinlichkeitsfanatiker und scharfe Beobachter Augusten (JOSEPH CROSS) ist den Eheproblemen seiner Eltern wehrlos ausgeliefert. Auf der einen Seite steht seine Mutter Deirdre (ANNETTE BENING), eine unveröffentlichte Poetin, instabil und der Wahnvorstellung verfallen, eines Tages sehr berühmt zu sein; auf der anderen Seite sein Vater Norman (ALEC BALDWIN), ein alkoholkranker Mathematik-Professor, der es schon vor langer Zeit aufgegeben hat, das Rätsel um die Probleme seiner Frau oder das frühreife Verhalten seines Sohnes zu lösen. Als die Ehe der Burroughs in die Brüche geht, entschließt sich Deirdre zu einer Therapie bei dem exzentrischen Dr. Finch (BRIAN COX), einem höchst unkonventionellen Psychiater und Eheberater. Als Dr. Finch darin scheitert, die Ehe der Burroughs zu retten, nimmt Augustens Leben eine noch absurdere Wendung. Während Deirdre in ein Motel zieht, um ihre Valium-Therapie fortzusetzen, wird Augusten zu den Finches geschickt – in eine Art „Brady-Bunch-auf-Drogen-Welt”, in der Hundefutter gegessen wird, Beruhigungsmittel wie Süßigkeiten konsumiert werden und große Prophezeiungen aus dem Badezimmer kommen. Zur Finch-Familie gehören des Weiteren: die neurotische Mrs. Finch (JILL CLAYBURGH), die bibeltreue Tochter Hope (GWYNETH PALTROW), ihre jüngere Schwester Natalie (EVAN RACHEL WOOD) – die Disko-Rebellin –, und Neil Bookman (JOSEPH FIENNES), Finchs verstörter, 35jähriger Adoptivsohn, der in einem Schuppen hinter dem Haus lebt. Als Augusten ungewollt Teil der Familie wird, steigt er in eine Art surreale Kindheits-Hölle hinab. Aber trotz aller Horror-Momente findet er auch Zuversicht, Spaß am Verrücktsein und sogar Liebe unter den Trümmern und verliert nie sich selbst oder seine Widerstandsfähigkeit.

Kommentare

(2) ErMi vergibt 8 Klammern · 22. Januar 2007
ein zutiefest ergreifender, bewegender und kranker film vom menschen die versuchen aus ihrem leben das möglichste draus zu machen. happy end trotz trostlosigkeit?!
(1) babyamy · 05. Januar 2007
wenn der film nur halb so gut ist wie das buch, dann ist er klasse. der trailer ist auf jeden fall schon mal sehr vielversprechend.
 

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