Filmkritik - Jersey Girl (2004)
 
 

Jersey Girl

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,2)
Regie: Kevin Smith
Darsteller: Stephen Root, Raquel Castro
Laufzeit: 103min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Drama, Komödie (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 06. Januar 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ollie Trinke (Ben Affleck) scheint es geschafft zu haben. Als einer der beliebtesten und erfolgreichsten PR-Profis in Manhattan berät er die Musikbranche. Und mit seiner Traumfrau Gertrude (Jennifer Lopez) ist das erste Kind unterwegs. Voller Vorfreude suchen die Beiden schon eine Wohnung als Familiennest. Aber als Gertrude bei der Geburt ihrer Tochter stirbt, endet Ollies Bilderbuchleben auf tragische Weise. Der trauernde Witwer steht als allein erziehender Vater da und ist mit seinen Gefühlen völlig überfordert, von praktischen Anforderungen wie korrektem Windeln oder Füttern seines Babys ganz zu schweigen. Ollie weigert sich, zu seiner kleinen Tochter Gertie eine Beziehung aufzubauen und schiebt sie stattdessen zu seinem Vater Bart (George Carlin) ab. Auch im Job hat sich der sonst so nette Kumpeltyp in einen widerlichen Despoten verwandelt. Als er Gertie mangels Babysitter zur Eröffnung eines Hard Rock Cafés mitnimmt, die Kleine schreit, die wartende Presse nervt, brennen beim gestressten PR-Profi Ollie sämtliche Sicherungen durch. Er beleidigt seine Auftraggeber und im Handumdrehen ist sein glamouröses Großstadtleben nur noch eine blasse Erinnerung. Ollie verliert Job, Wohnung und schließlich sein Selbstvertrauen. Er zieht zurück zu seinem Vater, einem Straßenbauarbeiter, in jenen biederen Vorort nach New Jersey, in dem er seine Kindheit verbrachte. Der absolute Tiefpunkt in Ollies Leben ist erreicht! Die Jahre vergehen und Ollie schmiedet wieder Pläne für seine Zukunft. Doch wie kann er in das Leben zurück, dass er so liebte und an dem er noch immer hängt? Dass seine inzwischen über alles geliebte Tochter Gertie (Raquel Castro) das Kleinstadtleben in Jersey geradezu paradiesisch findet, macht die Sache auch nicht leichter für Ollie. Sie beschert ihm sogar ein richtig schlechtes Gewissen, während er auf Jobsuche in Manhattan geht. Und auch wenn er es sich nicht eingestehen will: Ollie hat den Tod von Gertrude noch immer nicht verwunden und seine einzigen Beziehungen führt er mit den Girls aus jenen Pornofilmen, die er regelmäßig im Videoshop ausleiht. Währenddessen fahndet Gertie zwei Regale weiter nach Kinderfilmen. Als die Beiden Gerties Lieblingsvideo zum x-ten Mal ausleihen, trifft Ollie im Shop auf Studentin Maya (Liv Tyler), die in der Videthekkassiert. Für ein Seminar führt sie eine Erhebung über Pornonutzer durch und befragt Ollie frank und frei wie oft pro Woche er denn masturbiere. Die Antwort schockiert Maya mindestens ebenso wie Ollie deren Frage: Seit Gertrudes Tod lebt Ollie nämlich zölibatär. „Wir werden Sex haben“, informiert sie ihn trocken und klärt Ollie darüber auf, dass das erstens ein Mitleidsakt sei und ihm zweitens die zwei Dollar Leihgebühr für den Porno erspare. Schnell stellt sich heraus, dass Mayas Gefühle für Ollie nicht nur Mitleid umfassen, sondern sich die freigeistige junge Frau als wahrer Test für Ollies Weltbild und Überzeugungen und Liebesfähigkeit entpuppt. Gertie und Bart sind begeistert von Maya, nur Ollie rennt wie vernagelt seinem Traum nach von der Rückkehr in die PR-Branche. Er ist so besessen von seiner Idee, dass er nicht merkt wie er all jene verprellt, die ihn und das unspektakuläre, gemeinsame Leben in New Jersey lieben. Nur langsam wird Ollie klar, dass man im Leben manchmal vergessen sollte, wer man zu sein glaubt… Akzeptier lieber, wer du wirklich bist und was Dich glücklich macht!

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