Filmkritik - Irina Palm (2007)
 
 

Irina Palm

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,2)
Regie: Sam Garbarski
Darsteller: Siobhan Hewlett, Corey Burke
Laufzeit: 103min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg)
Verleih: X-Verleih
Filmstart: 14. Juni 2007
Bewertung: 5,7 (4 Kommentare, 3 Votes)
Maggie, eine Frau mittleren Alters, muss einen Weg finden, genügend Geld für eine medizinische Behandlung aufzutreiben, die ihrem Enkelsohn das Leben retten könnte. Obwohl ihre finanziellen Mittel bereits erschöpft sind, gibt Maggie nicht auf und versucht weiterhin alles, was in ihrer Macht steht, um ihrem Sohn Tom und dessen Frau Sarah neue Hoffnung zu geben. Als ihr ein Schild mit der Aufschrift „Hostess gesucht“ ins Auge springt, stolpert Maggie naiv in einen Londoner Sex-Club mitten in Soho. Die tatsächliche Stellenbeschreibung ist eine ziemliche Überraschung für die anständige Witwe aus der britischen Vorstadt-Mittelschicht. Maggie ist zwar nicht unbedingt prüde, aber in dieser Branche völlig unerfahren. Dennoch lässt sie sich darauf ein: Für sie ist es nicht nur die schnellste, sondern auch die letzte Möglichkeit, um an das dringend benötigte Geld zu kommen, nachdem sie schon ihr eigenes Haus verkauft hat, um die Krankenhausrechnungen für ihren kleinen Enkel Olly zu bezahlen. Die schüchterne Maggie hat es anfangs nicht leicht im „Sexy World“, mehr als nur eine Zugfahrt entfernt von ihrem konservativen Vorort. Ihre amüsierte Kollegin Luisa weiht sie in alles ein, und zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine anrührende Freundschaft. Ihr abgebrühter Chef Miki, ein echter Frauenheld, entwickelt ein Faible für die pflichtbewusste Maggie – und verwandelt sie in die viel gefragte und erfolgreiche „Irina Palm“, die ihr Geld wert ist. Mutig beweist Maggie sich selbst, dass sie noch nicht so alt und nutzlos ist, wie sie dachte. Maggies Doppelleben erregt rasch die Aufmerksamkeit ihrer neugierigen, geschwätzigen Nachbarn, doch sie ist dickköpfig und schweigt beharrlich. Sogar vor ihrem misstrauischen Sohn hält sie die Herkunft des Geldes geheim. Ihre Enttarnung ist allerdings unvermeidlich, und Maggie sieht sich nicht nur mit der Fratze spießiger Scheinheiligkeit konfrontiert, sondern muss auch ihre eigenen Moralvorstellungen überprüfen. Doch am Ende gewinnt die liebenswürdige Maggie vielleicht sogar mehr als die Liebe ihrer Familie…

Kommentare

(4) Matthi2000 · 07. Juli 2007
Guter Film. Anspruchsvoll mit Witz. Sehenswert
(3) SVoigt2000 vergibt 8 Klammern · 01. Juli 2007
Ein wirklich guter und sehenswerter Film, der Komik und Tragik bestens verbindet. Dazu die großartig spielende Marianne Faithfull... Leider ist der Film immer etwas oberflächlich, weshalb ich "nur" das Prädikat "gut" vergebe.
(2) Chiatty vergibt 7 Klammern · 26. Juni 2007
ich mochte den film. war einfach mal ganz anders. interessante menschen.
(1) quark007 vergibt 2 Klammern · 11. Juni 2007
Hab ihn in der Sneak gesehen: selten einen so schlechten Film gesehen! sehr platt, 0% anspruchsvoll nur gegen Ende wird er ein wenig lustig! 4€ war er trotzdem nicht wert!
 

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