Filmkritik - Hundstage (2001)
 
 

Hundstage

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,3)
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Claudia Martini, Rene Wanko
Laufzeit: 121min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Drama (Österreich)
Verleih: Alamode Film
Filmstart: 01. August 2002
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wochenende. Zeit der Hundstage*. Es ist drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhaussiedlungen. Die Temperatur steigt, die Aggression steigt. Asphaltdecken brechen auf. In dieser Atmosphäre erzählen sechs Geschichten, denen Ort und Zeit des Geschehens gemeinsam ist, von Alltag und Aggression; von Nächten voller Spiele, Sex und Gewalt und von Tagen voller Einsamkeit und der Sehnsucht nach Liebe. Ein Film über das Leben in seiner Verletzlichkeit und Intimität. Anna gilt als verrückt, und vielleicht ist sie das auch. Sie verbringt ihre Zeit auf Supermarktparkplätzen, spricht Leute an, um ihnen die zehn häufigsten Krankheiten oder andere Top-Ten aufzuzählen und fährt per Anhalter durch die Gegend. Anna nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Sie provoziert. Herr Hruby ein Alarmanlagenvertreter, schwitzt. Er fährt im Auto, er geht von Haus zu Haus, er läutet an. Er weist auf die Gefahren vor Einbruchdiebstählen hin. Überraschend bekommt Herr Hruby den Auftrag, einen Autovandalen zu stellen. Er sucht ein Opfer und findet Anna. Klaudia ist jung und zart und war schon einmal Miss Bad Vöslau. Ihr fescher Freund heißt Mario und liebt sie und schnelle Autos. Der gemeinsame Discoabend endet in Eifersucht und Gewalt. Am nächsten Tag wiederholt sich das Szenario: Auf Zärtlichkeit folgt Eifersucht, auf Eifersucht Gewalt. Der Grieche und seine Frau sind geschieden. Dennoch wohnen sie immer noch im gemeinsamen Haus. Jeder der beiden wartet, bis der andere auszieht, jeder beiden lebt schweigend am anderen vorbei. Als ein Liebhaber der Frau auftaucht, kommt es zum Streit. Herr Ing. Walter liebt seinen Hund und ist selbsternannter Kontrolleur. Er kontrolliert eingekaufte Waren nach Gewicht, er kontrolliert seine Haushälterin und den Lärm seiner Umgebung. Für seinen 50. Hochzeitstag plant er eine Feier, aber nicht mit der Ehefrau. Eine Lehrerin macht sich schön. Als Wickerl, ihr Liebhaber, ein um 20 Jahre jüngerer Zuhältertyp, zu ihr kommt, ist er in Begleitung eines Freundes. Der Abend voller Spiele, Alkohol und Sex, endet in Exzess und Gewalt. Reuig kehrt der junge Freund des Liebhabers am nächsten Morgen zurück, um die gedemütigte Lehrerin zu rächen. *HUNDSTAGE: allg. gebräuchlicher Begriff für die Tage zwischen 24. Juli und 23. August. Das sind jene Tage, an denen es gewöhnlich sehr heiß ist. Der Name kommt daher, weil dieser Zeitraum unter dem Sternbild Canicola, dem Hund des Orion, steht. (Duden, Herkunftswörterbuch).

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