Filmkritik - House of Flying Daggers (2004)
 
 

House of Flying Daggers

DVD / Blu-ray :: IMDB (4,7)
Original: Shi mian mai fu
Regie: Yimou Zhang
Darsteller: Dandan Song, Ziyi Zhang
Laufzeit: 120min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action, Drama, Romanze (China, Hongkong)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 06. Januar 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Im Jahr 859 ist die einst blühende Tang-Dynastie von Verfall gezeichnet. Das chinesische Großreich wird von einem unfähigen Kaiser geführt, und überall im Land herrscht Korruption - auch in höchsten Regierungskreisen. Die Unzufriedenheit des Volks findet in Widerstandsgruppen und Rebellen-Armeen immer stärkeren Ausdruck. Das größte Ansehen genießt dabei eine mächtige Untergrundallianz, die sich das „House of Flying Daggers“ nennt. Durch ihre Blitzattacken und ihr mysteriöses Verschwinden danach erwarben sich die Krieger der Allianz die Bewunderung des Volks, durch ihre Strategie, die Reichen zugunsten der Armen zu bestehlen, auch dessen Unterstützung. Von der Provinz Feng Tian, ihrem Wirkungszentrum aus, unterhöhlen sie die Macht des Kaisers, obwohl die örtlichen Polizeistellen die Rebellen mit allen Mitteln bekämpfen. Vor kurzem gelang es den Polizeikräften, den Anführer der Allianz zu ermorden. Doch das „House of Flying Daggers“ zeigt keine Schwäche, sondern unter einem neuen geheimnisvollen Anführer sogar noch größere Stärke. In dieser Krisensituation erhalten die beiden Hauptmänner Leo (ANDY LAU TAK WAH) und Jin (TAKESHI KANESHIRO) ein kaiserliches Ultimatum. In nur 10 Tagen soll der neue Kopf der Allianz gefasst werden. Ein fast unlösbarer Auftrag, hatte es doch Monate gedauert, den alten Anführer aufzuspüren und auszuschalten. Leo jedoch hegt bereits einen Verdacht. Mei (ZHANG ZIYI), die bildschöne neue Tänzerin im Luxusbordell Peony Pavillon, soll die Tochter des ermordeten Anführers und seine Nachfolgerin sein. Jin, ein selbstbewusster Verführer, erhält die Aufgabe, ihre Festnahme zu provozieren, um die blinde Tänzerin verhören zu können. Berauscht von Meis Schönheit und dem Alkohol, wird Jin im Peony Pavillon zudringlich. Wie geplant, taucht Leo rechtzeitig auf und nimmt beide in Haft. Weil der Hauptmann Meis Blindheit für Tarnung hält, schlägt er der Tänzerin einen Handel vor. Bewährt sie sich im Echo-Spiel, bei dem er mit Bohnen auf kreisförmig aufgestellte Trommeln wirft, die sie dann tänzerisch mit wehenden Tüchern markieren muss, ist sie frei. Doch aus dem Reaktionstest entwickelt sich schließlich ein hitziger, mit Schwertern geführter Kampf, an dessen Ende Leo Mei überwältigt. Auf der Polizeistation versucht Leo Mei, deren Blindheit er nun nicht mehr in Frage stellt, einzuschüchtern. Doch obwohl er mit schwerer Folter droht, lässt sich Mei keine Informationen entlocken. So greifen die beiden Hauptmänner zu einer letzten List. Jin soll Mei befreien und damit ihr Vertrauen gewinnen. Dann, so hofft Leo, wird sie ihn zum „Haus der fliegenden Dolche“ führen. So nehmen die Dinge ihren Lauf. Maskiert überwältigt Jin die Wachen, flieht mit Mei in die Wälder und gibt sich als Krieger namens Wind, als Gegner der korrupten Regierung, zu erkennen. Mei ist beeindruckt und von seinen aufrichtigen Absichten schließlich auch überzeugt, als eine Gruppe von Reitern die blinde, aber kampfstarke Frau mit Lanzen attackiert und Jin einige der Angreifer mit einer Serie von Pfeilen aus den Sätteln holt. Nach dieser erneuten Rettung öffnet sich Mei, gibt zu, ihren ermordeten Vater rächen zu wollen. Sie ahnt nicht, dass der Angriff nur eine Täuschung war, und Jin im Wald rote Tücher als Markierung für Leo zurückgelassen hat. Der Plan der beiden Polizisten scheint aufzugehen. Als Mei schläft, treffen sie sich in der Nähe des Lagers. Leo verspricht, keine Scheinangriffe mehr zu starten und warnt seinen Freund, der Anziehungskraft Meis nicht zu erliegen und so das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren. Jin spielt weiterhin den souveränen Verführer, der alles unter Kontrolle hat. In Wirklichkeit aber hat er sie längst verloren, hat Gefühle für die starrsinnige, couragierte Kämpferin entwickelt - so wie Mei für ihren charismatischen Beschützer. Doch zugeben will es noch keiner der beiden. Trotz Leos Versprechen reißen die Angriffe auf das Paar nicht ab. Auf freiem Feld werden sie von kaiserlichen Soldaten eingekreist. Während Mei, sich nur anhand von Geräuschen orientierend, ihre Dolche mit virtuoser Sicherheit nach den Soldaten wirft, schickt Jin Pfeil um Pfeil in die Körper der Angreifer. Trotz ihrer Gegenwehr stehen sie schließlich Rücken an Rücken einer Übermacht gegenüber, die nur noch eine Schwertlänge vom tödlichen Schlag entfernt ist. Doch unerwartet erhalten sie Unterstützung. Ein Schwarm von zugespitzten Pflöcken schwirrt aus dem nahen Wald heran und bohrt sich mit unheimlicher Präzision in die Körper der Regierungstruppen. Glücklich darüber, überlebt zu haben und überwältigt von ihren Gefühlen, küsst Mei Jin leidenschaftlich, wird aber zurückgewiesen. Der erfahrene Krieger ist verwirrt, versteht nicht, wie ausgerechnet er sich verlieben konnte, wer der unbekannte Beschützer sein könnte und warum Leo erneut einen Angriff starten ließ, der viele Leben kostete. Bei einem weiteren Geheimtreffen der Hauptmänner kommt es zum Bruch. Als Leo zugibt, nur die Vorschriften befolgt und einem General von dem flüchtenden Paar erzählt zu haben, der nun Truppen aussendet, um die beiden zu töten, quittiert Jin den Dienst. Kurz darauf kommt es auch zum Streit mit Mei. Sie befreit den Mann, der Wind genannt und so nie zu halten sein wird, von allen Verpflichtungen und reitet allein weiter, tief in den Bambuswald hinein. Einige Zeit zögert Jin, dann folgt er Meis Spuren. Als er wieder zu ihr stößt, werden beide aus der Luft attackiert, gleiten Soldaten wie Akrobaten von den Wipfeln der Bambusbäume die Stämme hinunter und werfen ihre Speere. Ein Regen von Bambuslanzen geht auf das Paar nieder, bis Jin und Mei in der Falle sitzen, weder vor noch zurück können. Bewegungsunfähig erwarten beide den sicheren Tod, als plötzlich Hunderte von Dolchen durch die Luft fliegen und keinen der Angreifer am Leben lassen. Wie durch Zauberhand materialisieren sich die legendären Kriegerinnen des Hauses der fliegenden Dolche. Jin erkennt ihre Anführerin auf Anhieb, doch kann man in diesem gefährlichen Spiel um Täuschung und Verrat wirklich seinen Augen trauen? Keiner ist der, der er zu sein scheint. Und wenn alle Geheimnisse gelüftet sind, wird sich nicht nur die Zukunft Chinas, sondern auch die einer großen Liebe entscheiden...

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