Filmkritik - Hellboy (2004)
 
 

Hellboy

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,8)
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Jeffrey Tambor, Angus MacInnes
Laufzeit: 122min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action, Fantasy, Science-Fiction (USA)
Verleih: Columbia Tristar Film
Filmstart: 16. September 2004
Bewertung: 6,7 (7 Kommentare, 7 Votes)
„Wo kein Licht ist, wird sich die Dunkelheit durchsetzen.“ 1944. Der Zweite Weltkrieg scheint für Deutschland fast verloren. Hitler unternimmt einen letzten verzweifelten Versuch, das Ruder noch einmal herumzureißen – mit einem drastischen Hilfsmittel: Okkultismus. Ein buchstäblicher Pakt mit dem Teufel, das Beschwören der Hölle auf Erden soll den Sieg bringen und die Unterjochung der freien Welt besiegeln. Doch die Alliierten schlafen nicht: Um dem Siegeszug des Bösen Einhalt zu gebieten, hat Präsident Roosevelt das streng geheime Bureau for Paranormal Research and Defense (B.P.R.D.) ins Leben gerufen. Unter Leitung des Okkultismus-Spezialisten Prof. Trevor „Broom“ Buttenholm soll die B.P.R.D. Hitlers Pläne unterwandern – ohne dass der Rest der Welt davon Wind bekommt. Keine Sekunde zu früh nimmt die B.P.R.D. ihre Arbeit auf. Geheime Informationen richten Brooms Aufmerksamkeit auf einen entlegenen, zerklüfteten Winkel von Schottland, wo paranormale Phänomene so geballt auftreten, dass klar ist: Hier plant Hitler seinen großen Okkult-Coup. Hier soll das Böse beschworen werden. Bei Nacht und Nebel wird eine Mission nach Schottland geschickt, um die Transaktion zu verhindern und die Welt zu retten. In Nebel und Eisregen findet das von Broom geführte Militär Bestätigung für die schlimmsten Vermutungen: Kroenen, der unheimlichste und tödlichste Killer der Nazis, dessen Gesicht stets von einer schwarz gefärbten, blank polierten Gasmaske verdeckt ist, führt die Schergen des Bösen an. Doch eine andere Entdeckung lässt Broom und seine Mannen letztlich das Blut in den Adern gefrieren. Die Nazis haben sich die Dienste von Grigori Rasputin (KAREL RODEN) gesichert, dem bedrohlichsten und größenwahnsinnigsten aller Okkultmagiere. Tatsächlich hat er mit Hilfe der besten Wissenschaftler Deutschlands ein Portal errichtet, das, wenn aktiviert, als direkter Zugang zu den Mächten des Bösen dienen und – schlimmer noch – ihnen den Weg in unsere Welt ebnen soll, auf dass sie ewige Finsternis über die Erde bringen: die Apokalypse. Beherzt schreiten die amerikanischen Soldaten ein. Mit Brooms Hilfe gelingt es ihnen, den gemeingefährlichen Kroenen zu töten, Rasputin auszuschalten und das Portal zu zerstören. Bevor es in sich zusammenbricht, huscht im letzten Moment ein kleines, rotes Geschöpf durch die Membran und versteckt sich in einem Winkel einer Höhle: ein kleiner Höllenhund... Hellboy. Broom lockt ihn mit einem Schokoriegel und nimmt sich seiner an... Einige Jahre später ist Hellboy (RON PERLMAN), ein ewiger Teenager im Körper eines unzerstörbaren, mächtigen und kräftigen Kolosses, die beste Waffe der immer noch verdeckt für das FBI agierenden B.P.R.D. im Kampf gegen übernatürliche Bedrohungen. Unter der väterlichen Fürsorge und Aufsicht des mittlerweile greisen Broom (JOHN HURT) ist der aufsässige und gleichzeitig immer etwas unsichere Hellboy mit seiner gewaltigen steinernen Faust und den (um menschlicher zu wirken) bis zum Ansatz abgeschliffenen Teufelshörnern das beste Monster, das man sich im Kampf gegen düstere Gestalten wünschen kann. Ihm zur Seite steht der „Mer-Man“, sprich: Fischmann, Abe Sapien (DOUG JONES), der in einem Aquarium im geheimen Gewölbe der B.P.R.D. haust und über eine außerordentlich hohe Intelligenz und verblüffende Wahrnehmungsfähigkeit verfügt. Hellboy hat Muskeln; Abe hat Grips. Über allem wacht Professor „Broom“ Buttenholm, der dem nicht immer leicht zu bändigenden Hellboy ein ausgezeichneter Vater ist. Wenn Hellboy mal wieder aus der Reihe tanzt, stellt er sich schützend vor ihn und verteidigt ihn auch standhaft gegen die Kritik des bürokratischen FBI-Chefs Tom Manning (JEFFREY TAMBOR), dem die Eskapaden seines roten Monsterjägers ein entschiedener Dorn im Auge sind. Größere Sorge bereitet Broom allerdings ein anderes Problem: Der alte Mann spürt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Was soll mit Hellboy geschehen, wenn er nicht mehr da ist? Zu diesem Zweck hat er den blutjungen, frisch gebackenen FBI-Agenten John Myers (RUPERT EVANS) direkt aus Quantico zur B.P.R.D. geholt: Zunächst soll er nur der neue menschliche Kompagnon von Hellboy werden. Doch nach und nach soll er auch die Rolle Brooms übernehmen und Hellboys neue Bezugsperson werden. Hellboy, der gerade einmal wieder Stubenarrest absitzt, ist wenig angetan von dem Neuen. Er hat aber keine Zeit, sich darüber vertiefende Gedanken zu machen. Denn die B.P.R.D. wird gebraucht: In einem Museum treibt eine erschreckende Kreatur ihr Unwesen. Nur Hellboy kann sie zur Strecke bringen. Während er sich dem Monster im Zweikampf stellt, versucht Abe Sapien in Windeseile, Informationen über den unbekannten Gegner zu sammeln. Er macht seinem Ruf alle Ehre: Bei dem glibberigen Wesen handelt es sich um Sammael, dem Dämon der Wiedergeburt. Wie er zu besiegen ist, kann Abe allerdings nicht sagen. Also erstreckt sich die wilde Keilerei über das Museum hinaus auf die Straße mitten hinein in eine Halloween-Parade. In einer U-Bahn-Station kann der rote Held das Untier schließlich besiegen – glaubt er zumindest. Denn was Hellboy nicht weiß: Wenn man Sammael einmal tötet, kehrt er doppelt zurück. Der Sieger nutzt die Gelegenheit, unbeobachtet zu sein, und büchst wieder aus. Beinahe magisch wird er vom Bellamie Hospital angezogen. Dort hat sich seine Vertraute Liz Sherman (SELMA BLAIR) selbst einweisen lassen. Sie verfügt über pyrokinetische Kräfte, die sie aufgrund ihres aufbrausenden Temperaments aber nicht kontrollieren kann. Deshalb trägt sie die Schuld am Tod ihrer Eltern und anderer unschuldiger Menschen, womit sie einfach nicht fertig wird. Hellboy stimmt das traurig, denn heimlich ist er schon lange in Liz verliebt. Nur traut er sich nicht, ihr seine Gefühle zu gestehen. Die Angst, als Freak abgewiesen zu werden, ist zu groß. So macht es auch keinen Sinn, dass er Liz bittet, wieder zurück zur B.R.P.D. zu kommen. Ihr fehlt die Kraft dazu. Abe Sapien macht einstweilen eine erschreckende Entdeckung: Im Museum, in dem Sammael eine Spur der Verwüstung hinterließ, findet er eine rasiermesserscharfe Schwertklinge. Als er sie berührt, kann er sehen, was im Museum vorgefallen ist. Professor Broom ist schockiert: Tatsächlich sind Rasputin und seine Schergen zurückgekehrt. Sie waren es, die Sammael zum Leben erweckt und losgeschickt haben. Für Broom besteht kein Zweifel, dass Rasputin nun das Werk vollenden will, dass er vor sechs Jahrzehnten begonnen hat. Nur ist Broom nicht klar, wie er das bewerkstelligen will. Man darf keine Zeit verlieren. Im U-Bahn-Tunnel untersucht Abe die Überreste von Sammael und entdeckt frisch gelegte Eier der Höllenbrut, die im Labyrinth der unterirdischen Gänge verschwunden ist. Die B.R.P.D. nimmt die Verfolgung auf und stößt dabei nicht nur auf zwei Sammaels, die eine Reihe von Agenten töten und Hellboy in eine erneute Auseinandersetzung verstricken. Auch alte Bekannte tauchen auf – offenbar ist man auf das Hauptquartier der Gegner gestoßen: Der Killer Kroenen ist zurück und nimmt sein blutiges Geschäft wieder auf. Er tötet den FBI-Mann Clay, einen guten Freund von Hellboy, und stellt sich danach selbst tot. Die B.R.P.D. kann seine Leiche sichern. Die Spannung im Lager der Okkultjäger ist groß. FBI-Chef Manning stellt Hellboy ein Ultimatum. Myers ist verzweifelt, weil er nicht glaubt, zum Gelingen der Operation beitragen zu können. Broom nimmt ihn erneut zur Seite und erklärt ihm eindringlich, dass er selbst Myers als seinen Nachfolger auserkoren hat. Während sich Broom an die Untersuchung der Leiche Kroenens macht, kümmert sich Myers um Liz und konfrontiert sie damit, dass Hellboy in sie verliebt ist. Der verfolgt das Treffen aus großer Entfernung mit und sieht, wie John mit seiner unerreichbaren Geliebten flirtet. Seine Verzweiflung ist groß. Am liebsten würde er alles hinwerfen. Zur selben Zeit macht Broom eine grausame Entdeckung: Kroenen, der sein Gesicht und seinen Körper seit Jahrzehnten grausam verstümmelt hat, hatte schon lange kein Blut mehr in seinen Adern, sondern lediglich Sand. Kaum hat er sich abgewendet, gelingt es dem blutleeren Kroenen mit einem Trick, wieder aufzuerstehen. Broom weiß, was das bedeutet. Wo Kroenen ist, kann auch sein Herr nicht weit sein. Tatsächlich hat Rasputin die Finte Kroenens genutzt, um endlich mit seinem Gegenspieler abzurechnen. Bevor er Broom tötet, versichert er ihm, dass er Armageddon heraufbeschwören wird – mit Hellboys Hilfe. Hektische FBI-Agenten unterbrechen John und Liz bei ihrem Rendezvous. Hellboy, der von einem Dach aus heimlich das Geschehen beobachtet, ist klar, dass etwas Schrecklich passiert sein muss. Als er entdeckt, dass sein Ziehvater getötet wurde, bricht eine Welt für ihn zusammen. Eine Spur führt zu einem Friedhof in Moskau... zum Mausoleum von Rasputin, unter dem sich eine gewaltige Höhlenwelt öffnet. Hellboy will Rache... und weiß nicht, dass es tatsächlich seine Wut ist, die Rasputin benötigt, um seinen diabolischen Plan doch noch in die Tat umsetzen zu können...

Kommentare

(7) DaSixPac vergibt 7 Klammern · 05. Oktober 2004
Besser als Hulk oder X-Men, kommt aber nicht ganz an Spiderman (Teil 1) ran... Die Sprüche von HB waren recht witzig...
(6) Piyanoot vergibt 7 Klammern · 09. September 2004
Also nicht so gut wie Spider-Man oder der mächtige "Punisher", jedoch recht lustig, aber teilweise einfach zu kindisch. Auf Englisch war er ganz ok!
(5) dr.james vergibt 8 Klammern · 09. September 2004
.. Von allen Superheldenfilmen der letzen Zeit meine Meinung nach einer der besseren! Langweilig auf keinen Fall höchstens etwas zu vorhersehbar... Aber der Hauptcharakter ist auf jeden Fall recht lustig ^^
(4) manatee vergibt 6 Klammern · 09. September 2004
Von allen Superheldenfilmen der letzten Jahre auf jeden Fall einer der schwächeren, kann man sich aber trotzdem angucken, langweilig fand ich ihn nicht.
(3) Unripe vergibt 6 Klammern · 09. September 2004
Leider hat der Film meine Erwartungen net erfüllt. Er versucht zwar gut auf der momentanen Superhelden-Welle mitzureiten, es gelingt aber über weite Strecken nicht.
(2) Son_of_AbaddoN vergibt 5 Klammern · 08. September 2004
ich fand die story eher flach, von daher leider kein wiederanseh-wert :/
(1) 00Eraser00 vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
Hab mir die US DVD reingezogen, ist ganz in Ordnung.
 

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