Filmkritik - Godsend (2004)
 
 

Godsend

DVD / Blu-ray :: IMDB (4,8)
Regie: Nick Hamm
Darsteller: Deborah Odell, Robert De Niro
Laufzeit: 102min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Thriller (USA)
Verleih: Universum Film
Filmstart: 08. Juli 2004
Bewertung: 7,5 (2 Kommentare, 2 Votes)
“Ich habe nur gefragt, was wir zu verlieren haben.” Paul Duncan (GREG KINNEAR) hat es eilig. Mit einem ganz besonderen Geschenk drängt er durch die Straßen von New York, um rechtzeitig zur Geburtstagsfeier seines Sohnes Adam (CAMERON BRIGHT) zu kommen. Er ist acht Jahre alt geworden und brennt mit seiner Mutter Jessie (REBECCA ROMIJN-STAMOS) und einigen Freunden darauf, endlich seine Geburtstagstorte anzuschneiden. In einer dunklen Gasse wird Biologielehrer Paul von zwei Jugendlichen in eine Ecke gedrängt. Er wird mit einem Messer bedroht und aufgefordert seine Wertgegenstände herauszurücken. Eine angespannte Situation, die sich in Wohlgefallen auflöst, als einer der beiden Jugendlichen Paul als seinen ehemaligen Lieblingslehrer wieder erkennt und laufen lässt. Gerade noch schafft er es pünktlich zur Party seines Sohnes. Sein Geschenk – eine rote Baseballjacke mit weißen Ärmeln – macht Adam überglücklich – und damit auch Jessie, die nichts auf der Welt mehr liebt als ihre perfekte Familie. Selbst die Diskussion darüber, ob Paul seinen Job aufgeben soll, um eine besser dotierte Stelle in einer anderen Stadt anzunehmen, kann die Harmonie nicht gefährden. Doch dann passiert die Tragödie. Beim Shopping in der City am nächsten Tag tritt Adam in einem unbeobachteten Moment vor die Tür eines Geschäfts und spielt mit seinem neuen Basketball. Gedankenverloren merkt er nicht, dass ein Auto bei einem Ausweichmanöver von der Spur abgekommen ist und direkt auf ihn zuschießt. Adam hat keine Chance. Die entsetzte Jessie wird Zeuge, wie ihr Sohn einen Tag nach seinem achten Geburtstag aus dem Leben gerissen wird. Für sie und Paul bricht die Welt zusammen. Ihr Schmerz ist unbeschreiblich. Als gebrochene Menschen macht sich das gerade noch so glückliche Paar an die Vorbereitungen für die Beerdigung. Vor dem Friedhofsgebäude werden sie von einem älteren Mann abgepasst, der sich als Dr. Richard Wells (ROBERT DE NIRO) vorstellt. Er sei ein Fertilitätsspezialist und könne den Duncans in ihrer Trauer einen ungewöhnlichen Vorschlag machen. Wells bietet Paul und Jessie an, aus einigen Zellen Adams einen neuen Adam zu klonen – eine exakte Kopie, mit dem selben Aussehen und den selben Charaktereigenschaften. Aber die Zeit dränge: Der Prozess müsste spätestens 72 Stunden nach dem Tod Adams in Gang gesetzt werden. Empört und verletzt lehnen die Duncans ab: Mit dieser moralisch und ethisch fragwürdigen und nicht zuletzt illegalen Aktion wollen sie nichts zu tun zu haben. Zu Hause kommen ihnen erste Zweifel an ihrer instinktiven Entscheidung. Jessie kann sich ein Leben ohne Adam nicht vorstellen und plädiert dafür, Wells’ Angebot anzunehmen. Ein Anruf bei einem befreundeten Arzt beruhigt Paul: Richard Wells genießt einen ausgezeichneten Ruf – er gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Genforschung. Ein letzter Blick auf alte Videos mit Adam überzeugt Paul endgültig: Die Duncans lassen sich auf das Angebot des Arztes ein. Mit dem Faustschen Pakt nehmen sie auch in Kauf, ihr bisheriges Leben komplett hinter sich zu lassen, alle bisherigen sozialen Kontakte abzubrechen: Niemand darf davon erfahren, dass Adam ein zweites Mal geboren werden soll, weshalb der Junge nach seiner Geburt auch ausschließlich von Wells und seinem Team behandelt werden darf. Die Duncans ziehen aufs Land in das idyllische Städtchen Riverton, ganz in die Nähe von Wells’ Fertilitätsklinik, die den Namen Godsend trägt – Gottesgeschenk. Während Adam in Jessies Bauch nach Wells’ Eingriff ein zweites Mal heranwächst, gewöhnen sich die Duncans an ihr neues Leben. Einen Grund, die Entscheidung zu bereuen, gibt es nicht: Schwangerschaft und Geburt in der Godsend-Klinik laufen ohne Komplikationen ab; der neue Adam wächst behütet und glücklich auf – immer bestens betreut und überwacht von Dr. Wells höchstpersönlich, den Adam vertrauensvoll “Onkel Richard” nennt. Tatsächlich läuft alles perfekt. Bis zu Adams achtem Geburtstag, der Moment, in dem der Junge älter wird, als es der erste Adam wurde, aus dessen Zellen er gezeugt worden ist. Es ist, als lebe er auf geborgte Zeit. Als Adam beim flüchtigen Blick in den Spiegel nicht sich, sondern den ersten, durch den Unfall entstellten Adam sieht, beginnt ein Albtraum, der nicht mehr aufhören will und offenbar nicht mehr zu stoppen ist. Von Adams panischen Schreien werden Jessie und Paul geweckt. Sie finden den Jungen bewusstlos am Boden und rasen mit ihm zu Wells’ Klinik. Der Doktor gibt sich jede erdenkliche Mühe, die Sorgen der Duncans zu zerstreuen: Bei Adams Visionen handele es sich lediglich um Albträume – eine irritierende, aber nicht weiter schädliche Schlafstörung, die man immer wieder bei Kindern vorfinde. Adam kann sich am nächsten Morgen nur verschwommen an das albtraumhafte Erlebnis erinnern. Doch für die ohnehin besorgten Eltern wird nur zu schnell klar, dass etwas mit Adam nicht stimmen kann. Denn die Albträume wollen nicht aufhören. Vielmehr entwickeln sie sich mehr und mehr zu gewaltsamen Visionen, die ihn nicht nur verstören, sondern auch sein Verhalten zunehmend beeinflussen. Er wird launisch und unberechenbar, ganz als würden zwei Seelen in seinem Körper wohnen. Paul beginnt, schwere Zweifel an dem Pakt der Duncans mit Dr. Wells zu hegen. Erregt lässt er Adam von einem anderen Kinderarzt untersuchen, der mehr Erfahrung auf dem Gebiet der Kinderpsychologie hat, als der auf seinem Gebiet fraglos brillante Genetik-Spezialist Wells. Sein Vertrauen in den Mann, dem die Duncans ihr zweites Glück verdanken, ist zutiefst erschüttert. Könnte Wells andere Motive haben als bisher immer behauptet? Doch egal was Paul und Jessie unternehmen, die Visionen von Adam verschwinden nicht. Im Gegenteil: Mehr und mehr versinkt der Junge in den gewalttätigen Bildern in seinem Kopf, in denen immer wieder eine brennende Schule eine Rolle spielt – und ein Junge namens Zachary, der langsam beginnt, die Kontrolle über die Handlungen Adams zu übernehmen. Immer öfter ist Adam unbeherrscht und aggressiv, er sucht Streit und schreckt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Kein Zweifel: Dieser so harmlos aussehende Junge ist eine Gefahr. Als ein Schulkamerad auf mysteriöse Weise ertrinkt, stellt sich Paul Duncan einer grausamen Wahrheit: Wie weit ist Wells beim Klonen Adams wirklich gegangen? Was steckt wirklich hinter dem Bedürfnis des Arztes, Gott zu spielen? Paul macht sich daran, die Vergangenheit von Wells aufzudecken, um Antworten auf seine Fragen zu erhalten. Was er findet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Aber kommt diese Entdeckung nicht zu spät? Adam ist mit Jessie allein zu Hause und gerade jetzt macht Zachary, der Junge in Adams Kopf, seinen Einfluss besonders intensiv geltend...

Kommentare

(2) blue-X vergibt 7 Klammern · 08. September 2004
.... nur teilweise etwas langweilig - finde ich
(1) kahles vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
Spannend gemacht, schöne Athmosphäre aufgebaut, nette Story. Alles in allem für Liebhaber des Genres sehr geeignet.
 

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