Filmkritik - Feuerreiter (1987)
 
 

Feuerreiter

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,0)
Original: Der Feuerreiter
Regie: ?????
Darsteller: Marianne Denicourt, Ulrich Mühe
Laufzeit: 125min
FSK: ???
Genre: Biografie (Deutschland, Frankreich)
Filmstart: 01. Januar 1987
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Frankfurt 1796. Der ebenso begabte wie schöne Dichter Friedrich Hölderlin kommt mit 26 Jahren nach Frankfurt, wo er eine Hauslehrerstelle bei der Bankiersfamilie Gontard antreten soll. Sein Freund und Förderer, der gleichaltrige Baron Isaac von Sinclair, hat ihm die Stelle verschafft. Er liebt Hölderlin und will ihn in seiner Nähe haben. Schon bald entdecken Susette Gontard, die Frau des Bankiers, und Hölderlin ihre Liebe zueinander. Aufgrund der Kriegsunruhen bittet Gontard Hölderlin, sich seiner Familie anzunehmen und für eine Weile die Stadt zu verlassen, während er, Gontard, in Frankfurt bleiben muss. Auf dieser Flucht werden Susette und Hölderlin ein Liebespaar. Dem eifersüchtigen Sinclair bleibt das Verhältnis nicht verborgen. Er unterrichtet Gontard von der Affäre seiner Frau. Es kommt zum Eklat, Hölderlin muss das Haus verlassen, ohne zu wissen, wem er das Ende seiner Liebe zu verdanken hat. Sinclair nimmt Hölderlin bei sich auf, pflegt den Kranken, bei dem sich die ersten Anzeichen seines späteren Wahnsinns bemerkbar machen. Hölderlin und Susette sehen sich heimlich einmal im Monat für jeweils eine Stunde. In dieser schwierigen Zeit entstehen Hölderlins schönste Gedichte; es ist, als ob er sie alle dem Leid und der Ahnung von seiner kommenden Krankheit abgetrotzt hätte. Aber niemand will seine Arbeit wahrnehmen, man versteht seine kühne Art zu schreiben nicht. Die Großen der Zeit, Schiller und Goethe, halten ihn für überspannt und realitätsfremd und grenzen ihn aus dem Literaturbetrieb aus. Als Susette und Hölderlin merken, dass sie an ihrer unerfüllten Liebe zu Grunde gehen, verlässt Hölderlin Deutschland, um eine Hauslehrerstelle in Frankreich anzunehmen. Kaum in Bordeaux angelangt, erreicht ihn die Nachricht, dass Susette Gontard schwer erkrankt ist. Hölderlin bricht sein Arbeitsverhältnis sofort ab und durchquert das von der Revolution verwüstete Frankreich zu Fuß unter glühender Sommersonne. Als er nach drei Wochen Fußmarsch in Frankfurt ankommt, ist Susette Gontard tot. Sinclair hilft ein letztes Mal, indem er Hölderlin als Hofbibliothekar beschäftigt. Doch Hölderlin ist gebrochen.

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