Filmkritik - Family Law (2005)
 
 

Family Law

Original: Derecho de familia
Regie: Daniel Burman
Darsteller: Arturo Goetz, Julieta Diaz
Laufzeit: 102min
FSK: ???
Genre: Drama (Argentinien, Frankreich, Italien)
Filmstart: 08. Dezember 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ariel Perelman ist Anwalt, wie sein Vater. Und weil es in Argentinien so üblich ist, sprechen die Leute bloß von Dr. Perelman, egal ob sie jetzt den alten oder den jungen meinen. Letztlich ist es jedoch nicht die Namensgleichheit, die Perelman Junior immer öfter ins Grübeln bringt, vielmehr fragt er sich, ob er nicht immer stärker so etwas wie das Ebenbild des eigenen Vaters wird - oder wenigstens das genaue Gegenteil. Perelmans Vater liebt den Kontakt mit Menschen. Dabei verleiht ihm seine Anpassungsfähigkeit Züge von Woody Allens Zelig. Der Alte ist das reinste Chamäleon. Umstandslos übernimmt er Sprache, Haltung und Angewohnheiten seiner jeweiligen Klienten. Dabei interessiert er sich gar nicht besonders für sie. Und seit seine Frau gestorben ist, lebt der Senior sowieso nur noch zwischen dem Gericht und seiner Praxis, in der seine Sekretärin Norita das Regiment führt. Perelman Junior hingegen kennt keinen seiner Klienten persönlich. So hat er sich es ausgesucht. Er praktiziert gar nicht, sondern unterhält ein eher abstraktes Verhältnis zur Jurisprudenz. Der Sohn hat einmal versucht, mit seinem Vater zusammenzuarbeiten, dabei kam er sich vor, als sei er dazu verdonnert, auf offener Bühne mit Fred Astaire zu tanzen. So entschloss er sich zu größerer Distanz zum väterlichen Kosmos und gründete eine eigene Familie. Aber mit einem Mal wird alles anders. Jetzt beginnt der Vater, die Nähe seines Sohnes zu suchen! Dann stirbt der Alte und Perelman Junior muss sich manch unangenehmer Einsicht stellen.

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