Filmkritik - Familie Johnson geht auf Reisen (2004)
 
 

Familie Johnson geht auf Reisen

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (4,2)
Original: Johnson Family Vacation
Regie: Christopher Erskin
Darsteller: Shannon Elizabeth, Solange Knowles
Laufzeit: 92min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Komödie (USA)
Verleih: 20th Century Fox
Filmstart: 12. August 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
„Wenn innerhalb unserer Familie alles wirklich so schlimm wäre, würden wir dann gemeinsam in Urlaub fahren?“ – Nate Johnson Für den stets gut gelaunten Nate Johnson (CEDRIC THE ENTERTAINER) aus Los Angeles hängt mal wieder der Himmel voller Geigen, schließlich steht das heiß geliebte alljährliche Familientreffen in Missouri an, bei dem er endlich dem Clan seines Bruders den Titel „Familie des Jahres“ streitig machen will. Da stört es ihn nicht einmal, dass seine Frau Dorothy (VANESSA WILLIAMS) vor drei Monaten von zu Hause ausgezogen ist und den Trip einzig und allein der Kinder wegen mitmacht. Unbeirrt trifft Nate die nötigen Vorbereitungen für die Reise. Gemeinsam mit seinem Sohn D.J. (BOW WOW) steht er beim Autohändler, um seinen funkelnagelneuen Lincoln Navigator mit weinroter Metallic-Lackierung abzuholen. Doch die Freude währt nur kurz, hat man doch dort statt des von ihm gewünschten achtspurigen Kassettendecks ganz andere Extras eingebaut. Obercoole Felgen zum Beispiel, eine hippe Videospielkonsole sowie ein sprechendes, höchst intelligentes Navigationssystem. D.J. ist begeistert, während der konservative Daddy am liebsten in den Erdboden versinken würde. Doch da der Umbau drei Tage dauern würde, muss Nate in den sauren Apfel beißen und die Karosse so nehmen, wie sie ist. Immerhin ohne Extrakosten, wie der Verkäufer beteuert, mit der einzigen Bedingung, dass das edle Gefährt in drei Tagen ohne einen einzigen Kratzer wieder beim ihm stehen muss. Bevor die Fahrt allerdings losgehen kann, müssen Vater und Sohn erst mal ihre Girls abholen. Dorothy hat sich bei Nate in der Nachbarschaft eingemietet und wohnt dort nun mit den beiden Töchtern, Teenager Nikki (SOLANGE KNOWLES), die nur Jungs im Kopf hat, und der süßen kleinen Destiny (GABBY SOLEIL), deren Geburtstag bald ansteht. Natürlich haben die drei noch nicht fertig gepackt und außerdem müssen sie sich auf Befehl von Dad noch umziehen. Denn Nates Mama Glorietta Johnson (ALOMA WRIGHT) hasst nichts mehr als die Farbe Pink. Und dann taucht zu allem Überfluss auch noch ein heißblütiger Verehrer Dorothys auf. Der entpuppt sich als Studienkollege und wird vom rasend eifersüchtigen und mit einem Baseballschläger bewaffneten Nate mitsamt seinen langstieligen Rosen nach Hause geschickt. Endlich sind alle fünf Familienmitglieder an Bord und das Gepäck ist verstaut. Aber kaum hat man Los Angeles verlassen, kommt es schon zu ersten Zwischenfällen. Dorothy versaut mit ihren Süßigkeiten die Autositze, während Vater und Sohn sich wegen ihres völlig unterschiedlichen Musikgeschmacks in den Haaren liegen. Dad behauptet, dass Sänger, die ermordet wurden, nichts taugen und wirft eine CD nach der anderen aus dem fahrenden Auto. Doch Hip-Hop-Fan D.J. kontert und findet heraus, dass auch viele von Daddys „alten“ Lieblingskünstlern keines natürlichen Todes gestorben sind. Die hitzige Diskussion wird jäh unterbrochen, als Nate eine Abkürzung ausprobiert und sich dabei mit einem Trucker anlegt. Das hätte er besser nicht tun sollen. Denn plötzlich rast der Lastwagen in einem Affentempo auf sie zu und rammt ihren Lincoln. Nate kann den Wagen zwar gerade noch auf der Straße halten, doch beim Zusammenstoß ist die Heckklappe aufgesprungen, worauf sämtliches Gepäck in hohem Bogen aus dem Kofferraum fliegt und auf dem ganzen Highway verteilt wird. Am späten Abend bittet eine völlig entnervte Dorothy dringend um eine Pause, vor allem der erschöpften Kinder wegen. Doch Nate bleibt stur, er will an seinem Zeitplan festhalten und auf jeden Fall pünktlich beim Familientreffen erscheinen. Erst als Dorothy ihrem (Noch-)Ehemann eindeutige Avancen macht und ihm eine heiße Liebesnacht verspricht, lässt er sich erweichen. Das nächste Hotel ist schnell gefunden und als die Kinder schon tief und fest schlummern, treffen sich die beiden ganz romantisch draußen im Whirlpool. Dorothy möchte am liebsten gleich hier zur Sache kommen. Doch als sie Nate die Badehose abgenommen hat, verschwindet sie und lässt den bedauernswerten Gatten splitternackt zurück. Als sich wenig später vier besonders dralle Damen zu ihm in den Pool gesellen, bleibt Nate nur eines – die Flucht. Am nächsten Morgen geht die Fahrt weiter nach New Mexico. Weil die Kids endlich mal richtige Indianer sehen wollen, peilt Nate ein Dorf an, das er noch aus seiner Jugendzeit kennt. Inzwischen hat sich dort zwar einiges geändert, doch nach ein paar Dollars bekommt er am Informationsstand einen Geheimtipp. Als sich der so genannte Indianer aber ganz unverhohlen an Töchterchen Nikki ranmacht, wirft Nate ihm den Häuptlingsschmuck, mit dem er sich gerade noch zum Affen gemacht hat, vor die Füße und zieht mitsamt seiner Familie weiter. Inzwischen hat man die Landesgrenze nach Colorado passiert und am Straßenrand steht hilfesuchend eine Nonne, deren Wagen ganz offensichtlich eine Panne hat. Nate startet jedoch durch, mit dem Hinweis, man könne ja heutzutage niemandem mehr trauen. Wenig später tritt er für eine junge, höchst attraktive Anhalterin in die Eisen. Chrishelle Rene Babineau (SHANNON ELIZABETH) heißt die geheimnisvolle Schöne, die Nate, sehr zum Verdruss von Dorothy und den Kindern, natürlich gerne ein Stückchen mitnimmt. Hungrig kehren die Johnsons und ihre seltsame Begleiterin beim Fast-Food-Giganten „Bun World“ ein. Schließlich soll hier auch Destinys Geburtstag gebührend gefeiert werden. Als Nate allerdings auf der Herrentoilette eine unangenehme Begegnung mit dem Koch hat, der von Reinlichkeit und Manieren so gar nichts zu halten scheint, beschließt er, das Etablissement auf der Stelle zu verlassen, und lässt die Geburtstagsparty ins Wasser fallen. Nate würde zu gern mit Chrishelle ein Hotelzimmer teilen, muss aber mit Dorothy und den drei Kindern vorlieb nehmen. Da bekommen die fünf mitten in der Nacht auch noch unliebsamen Besuch. Ein Alligator hat sich durch den Lüftungsschacht ins Zimmer geschlichen und Nate muss allen Mut aufbringen, um das gemeingefährliche Reptil, das etwa einen halben Meter Länge misst und Zähne von der Größe kleiner Stecknadeln besitzt, von seiner Familie fern zu halten. Schließlich stellt sich heraus, dass die Bestie Twinky heißt und wem wohl gehört? Richtig: der mysteriösen Chrishelle. Der nächste Tag bringt die Johnsons wieder ein ganzes Stück näher ans Ziel, schließlich ist man in Kansas angekommen. Und so bleibt Nate auch nicht stehen, als D.J. dringend aufs Klo muss. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch und so verrichtet der Sohnemann seine Notdurft eben in einen Pappbecher. Dad ist derweil in eine Geschwindigkeitskontrolle gerast. Damit löst er eine Kettenreaktion aus, die ihresgleichen sucht. Denn als der zuständige Cop die Verfolgung des Lincoln aufnimmt, wirft Nate den Becher mit dem unfeinen Inhalt aus dem Fenster, der wiederum mitten im Gesicht des Polizisten landet. Derweil fährt Nate viel zu schnell in eine Baustelle und landet direkt unter einem Betonmischer, der seine feuchte Fracht ausgerechnet auf der Kühlerhaube des Lincoln entlädt. Und als ob das nicht alles schlimm genug wäre, findet die Polizei auch noch ein Haschpfeifchen im Fond des Wagens, ein Souvenir von wem? Genau, von sexy Chrishelle ... Die Nacht darf die Familie Johnson gemeinsam in einer kargen Gefängniszelle verbringen. Nur dem Engagement von Dorothy, die den zuständigen Cop nach allen Regeln der Kunst becirct, ist es zu verdanken, dass die fünf noch am selben Tag auf freien Fuß gesetzt werden. Nate sieht sich schon am Ziel seiner Träume, doch 200 Meilen vor seinem Heimatort will Dorothy, dass er umkehrt. Wenn nicht, dann würde sie allen sagen, dass sie seit drei Monaten getrennt leben. Nate denkt gar nicht daran, jetzt aufzugeben. Dumm nur, dass kurz darauf die Tankanzeige aufleuchtet und der Lincoln stehen bleibt. Auch der Akku seines Handys hat seinen Geist aufgegeben und so begibt sich Mister Johnson auf den Weg zur nächsten öffentlichen Telefonzelle. Unterdessen taucht der gute alte Onkel Earl (CEDRIC THE ENTERTAINER) als Retter in der größten Not auf. Der mit allen Wassern gewaschene Auto-Mechaniker hat zufällig seinen Abschleppwagen dabei und so scheinen es die Johnsons dank Earls Hilfe tatsächlich noch rechtzeitig zum Familientreffen zu schaffen. Doch wie wird sich Dorothy verhalten? Wird sie dicht halten? Wird sie Nate vor seiner ganzen Sippe bloßstellen? Und wie geht es danach überhaupt weiter? Werden sich die beiden jemals wieder zusammenraufen und eine richtige Familie werden? Fragen über Fragen ...

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