Filmkritik - Fahrenheit 9/11 (2004)
 
 

Fahrenheit 9/11

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (7,5)
Regie: Michael Moore
Darsteller: Bob Weinstein, Harvey Weinstein
Laufzeit: 122min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Dokumentation (USA)
Verleih: Falcom Media
Filmstart: 29. Juli 2004
Bewertung: 5,8 (9 Kommentare, 9 Votes)
Filmemacher Michael Moore wirft einen kritischen Blick auf US-Präsident George W. Bush und seinen Krieg gegen den Terrorismus. Er beginnt mit der Schilderung von Bushs umstrittenen Wahlsieg im November 2000 und beschäftigt sich dann eingehend mit den engen geschäftlichen und privaten Beziehungen, die Familie Bush mit dem saudischen Königshaus und vor allem mit den Bin Ladens unterhält. Schonungslos zeigt er die Reaktion des Präsidenten auf die Nachricht von den Anschlägen auf die Twin Towers am 11. September 2001. Auf den Terrorakt folgt eine Berichterstattung in den Medien, die eine ständige Panik vor neuen Anschlägen unter den US-Bürgern schüren soll. Der "USA Patriot Act" wird beschlossen, aber viele Abgeordnete haben die Verordnung gar nicht gelesen, bevor sie im Kongress dafür stimmten. Also fährt Michael Moore im Eiswagen durch Washington D.C. und liest laut daraus vor. Ziehen die USA tatsächlich wegen der angeblichen Massenvernichtungswaffen in den Krieg gegen den Irak oder stecken nicht vielmehr wirtschaftliche Interessen dahinter? Auch zu diesem Thema hat Michael Moore seine eigenen Thesen, die er mit fundierten Expertisen zu belegen versucht. Außerdem zeigt er in erschütternden Bildern, welche Folgen der Krieg sowohl im Nahen Osten als auch in den Vereinigten Staaten hat: verschleierte Frauen, die von US-Soldaten bedrängt werden, Not und Elend im Irak, resignierte, verstümmelte GIs im Militärhospital, Familien, die ihre Angehörigen im Krieg verloren haben und US-Rekrutierungskommandos, die versuchen, Schüler aus den ärmsten Gegenden des Landes für den Militäreinsatz im Nahen Osten zu gewinnen. Und wieso gibt es von 535 Kongressabgeordneten nur einen, dessen Sohn im Irak-Krieg kämpfte?

Kommentare

(9) d5e5f5 vergibt 6 Klammern · 23. September 2004
Teilweise recht übertrieben...
(8) Rotkehlchen vergibt 8 Klammern · 19. September 2004
Michael Moore nimmt mal wieder kein Blatt vor den Mund. Ein polemischer Film? Ja, aber trotzdem sehenswert, daher 8 Klammern. Nicht verpassen.
(7) Kellerlanplayer vergibt 9 Klammern · 16. September 2004
Herrscht hier ja gespaltene Meinung! Finde den Film sehr gut gemacht! Viele neue Infos (auch für welche die sich nicht so mit patriotistischer Politik auskennen!) auf jeden Fall ist es wert ihn anzuschauen!
(6) manatee vergibt 3 Klammern · 09. September 2004
M. Moore trennt in dem Film nicht präzise zwischen Fakten und seiner Interpretation, viele Dinge in denen er Verschwörungen sieht lassen sich viel einfacher anders erklären. Ich denke auch dass Bush weg muss, aber der Film ist einfach Wahlpropaganda
(5) k126085 vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
fand den film gut.schockierenste szene? bush sitzt in einem klassenraum,während die Flugzeuge in die tower fliegen (und er tut nichts, obwohl er es weiß)Was muß noch passieren,damit er aufsteht und seinen Job erledigt?
(4) k63611 vergibt 3 Klammern · 08. September 2004
Also ich fand den mehr schlecht als recht - halt hohle Kritik ohne wirkliche neue Infos, zuviele sinnlose Szenen - Irgendwie war's das jetzt wohl entgültig mit Niveau bei Moore. Lest lieber Heise.de/telepolis/indimedia.o rg, bringt einfach mehr!
(3) beneS vergibt 6 Klammern · 08. September 2004
Die Themen werden - nach Moore-Manier - ziemlich einseitig betrachtet. Dennoch lustig, aber lange nicht so gut wie sein Vorgänger (Bowling for Columbine).
(2) kahles vergibt 5 Klammern · 08. September 2004
Polemik für die richtige Sache, bleibt Polemik.
(1) IceColdEyes vergibt 4 Klammern · 08. September 2004
Leider nicht so gut wie Bowling for Columbia! Es fehlen all die Momente wo man mit den Kopf schüttelt weil man Bush so oder so alles zutraut und es auch nicht wierklich viel "neues" gibt. Nur bekannte Sachen gut verarbeitet!
 

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