Filmkritik - Eine zauberhafte Nanny (2005)
 
 

Eine zauberhafte Nanny

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,6)
Original: Nanny McPhee
Regie: Kirk Jones
Darsteller: Angela Lansbury, Imelda Staunton
Laufzeit: 95min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Komödie (Großbritannien)
Verleih: United International Pictures
Filmstart: 02. Februar 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Die sieben Brown-Kinder – Simon, Tora, Eric, Lily, Christianna, Sebastian und Baby Aggy – sind wahrscheinlich die ungezogensten Kinder aller Zeiten. Ihr leidgeprüfter Vater, Mr. Brown (Colin Firth), hat alle Hände voll zu tun, seine frechen Sprösslinge über die Runden zu bringen und arbeitet deshalb fast rund um die Uhr im örtlichen Bestattungsinstitut. Die Mutter der Kinder ist erst vor einem Jahr verstorben, doch Mr. Browns herrische Tante Adelaide (Angela Lansbury), die auch sein schmales Einkommen aufbessert, hat gedroht, ihre finanzielle Unterstützung für die Familie einzustellen – es sei denn, Mr. Brown heiratet innerhalb des nächsten Monats. Sollte er das nicht tun, erwartet ihn das Schuldnergefängnis – und die Kinder ein unvorstellbar schlimmes Schicksal. Mr. Brown beschließt, den Kindern nichts davon zu erzählen – doch sie finden es trotzdem heraus und nehmen an, sie seien ihrem Vater völlig egal, da er sich noch nicht einmal die Mühe mache, ihnen zu sagen, dass sie eine neue Stiefmutter bekämen. Als Folge davon benehmen sie sich noch schlechter, und ihre haarsträubenden Streiche schlagen auch Kindermädchen Nummer 17 binnen kürzester Zeit in die Flucht. Simon, der älteste Sohn und Anführer der Rasselbande, führt eine Liste, aus der zu entnehmen ist, wie schnell jedes der bisherigen Kindermädchen verscheucht werden konnte und welche Provokationen und Missetaten dazu nötig waren. Mr. Brown hört immer wieder, er brauche das Kindermädchen „Nanny McPhee“ (Emma Thompson) – er hat jedoch keine Ahnung, wer sie ist oder wo er sie finden könnte. „Eher schneit es im August, als dass diese Familie in Ordnung kommt“, knurrt die erschöpfte Köchin, Mrs. Blatherwick (Imelda Staunton), zur Küchenmagd Evangeline (Kelly MacDonald), die die Brown-Kinder trotz deren unmöglichen Betragens sehr liebt. Familie Brown braucht ein Wunder. Was sie bekommen, ist Nanny McPhee. Eines Nachts, als die Kinder in Mrs. Blatherwicks Küche – zu der die Kleinen natürlich eigentlich keinen Zutritt haben – alles auf den Kopf stellen, taucht an der Haustür plötzlich die legendäre Nanny McPhee auf: Eine ernsthafte und auf ulkige Weise hässliche, kleine Frau mit Knollenase, buschigem Augenbrauenbalken, haarigen Warzen und einem besonders verwirrenden Zahnstumpf. Brown hat seine Zweifel bezüglich dieser Person, die er doch angeblich braucht, kann jedoch keine befriedigenden Antworten auf ihre Fragen bezüglich seiner Kinder geben. „Sagen sie ‚bitte‘ und ‚danke‘?“, fragt Nanny McPhee. „In welchem Zusammenhang?“, entgegnet er schwach. Nanny McPhee erfasst die Situation: „Ihre Kinder brauchen mich“ – und macht sich auf den Weg in die Küche, wo sie zum ersten Mal auf das ungeheuerliche Benehmen der Brown-Kinder trifft. Die Kinder staunen zunächst etwas über dieses Wesen von so auffälliger Erscheinung, tun jedoch, als würden sie nichts sehen und nichts hören und beschließen vorlaut, „die ganze Nacht in der Küche weiterzuspielen“. Doch ein einziger Wink von Nanny McPhees Zauberstab verändert alles. Plötzlich werden die Bewegungen der Kinder bis aufs Äußerste beschleunigt, sie können sich selbst nicht mehr bremsen – und stellen fest, dass sie nun tatsächlich die ganze Nacht lang in der Küche weiterspielen müssen, ob sie es nun wollen oder nicht. Es sei denn, sie bitten Nanny McPhee darum, aufhören zu dürfen. Es entbrennt ein Kampf der Willensstärke zwischen Simon und Nanny McPhee, bei dem es darum geht, ob Simon ‚bitte‘ sagt; doch als es schon scheint, als würde er „die Köchin zum explodieren und Aggy zum kochen bringen“, gibt Simon schließlich nach und spricht das Wort aus, das er sonst niemals sagt. Und er sagt es ganz höflich. Augenblicklich ist die Küche blitzblank und ordentlich, und weder die Köchin noch Evangeline können sich an das Chaos erinnern – und auch nicht an den Zauber, deren Zeuginnen sie gerade geworden sind. Die Kinder aber wissen noch alles; besonders die jüngeren machen sich Sorgen, ob sie nun ihren Meister gefunden haben könnten. Als Nanny McPhee im Kinderschlafzimmer auftaucht, geben sie statt ihrer eigenen Namen etliche Grobheiten an, um diesem neuen Kindermädchen zu zeigen, dass sie sie nicht einschüchtern kann. Doch Nanny McPhee weiß bereits, wie die Kinder wirklich heißen, und bevor sie das Schlafzimmer verlässt, teilt sie den Kindern ihren Leitsatz mit: „Wenn ihr mich braucht, mich aber nicht wollt, dann muss ich bleiben. Wenn ihr mich wollt, mich aber nicht mehr braucht, dann muss ich gehen.“ Simon, aufsässig wie immer, sagt: „Wir werden dich niemals wollen.“ „Dann werde ich niemals gehen“, antwortet Nanny McPhee seelenruhig und steigt die Treppen hinab. In den darauffolgenden Tagen stellen die Kinder fest, dass - egal was sie auch anstellen - Nanny McPhee es scheinbar genießt, deren Untaten dazu zu nutzen, um den Kindern selbst eine Lektion zu erteilen. In der Zwischenzeit verkompliziert sich die Lage für Mr. Brown, als Tante Adelaide eintrifft und ankündigt, eines der Mädchen mitnehmen und bei sich großziehen zu wollen. Die Kinder belauschen diesen Plan und rebellieren, indem sie die Haustiere in die besten Sonntagskleider der Mädchen stecken und hoffen, die kurzsichtige alte Dame werde stattdessen eines der Tiere mitnehmen. Als Tante Adelaide jedoch eines der echten Brown-Mädchen erspäht und schnappen kann, bemerken die übrigen Kindern, dass ihnen nichts übrig bleibt als sich hilfesuchend an die Frau zu wenden, die gesagt hatte, sie werde immer für sie da sein. Nanny McPhee antwortet auf den Hilferuf und lenkt Tante Adelaide ab, indem sie den Esels-Tanz aufführt. Das wirkt jedoch nur vorübergehend, und sie erinnert die Kinder daran, dass dennoch jemand bei der Abfahrt in der Kutsche der Tante sitzen muss. Die Brown-Mädchen antworten mit überraschender Selbstlosigkeit, doch Simon findet eine Lösung, indem er Evangeline, die sich schon lange danach sehnt, eine feine Dame zu werden, darum bittet, mit Tante Adelaide mitzugehen. Das Täuschungsmanöver gelingt, die Mädchen sind in Sicherheit und die Kinder beginnen, diese Nanny, die sie zuerst als Feindin betrachtet haben, nun mit ganz anderen Augen zu sehen. Außerdem stellen sie fest, dass etwas sehr geheimnisvolles vor sich geht: Während sie von Nanny McPhee lernen, verändert sich scheinbar deren Aussehen. Die Warzen verschwinden, die Nase wird kleiner, der Augenbrauenbalken normalisiert sich. Hat sie sich wirklich verändert? Oder hat sich die Einstellung der Kinder verändert? Als der Stichtag für Mr. Browns Eheschließung näher rückt, lädt er widerwillig die furchtbare Mrs. Quickly (Celia Imrie) zum Tee ein – eine Frau, die es so sehr auf ihn abgesehen hat, dass sie bereits auf der Beerdigung ihres eigenen dritten Ehemannes mit Mr. Brown geflirtet hat. Simon versucht mit seinem Vater über Mrs. Quickly zu sprechen, doch als dieser nicht zuhören will, wendet sich der Junge an Nanny McPhee. Obwohl sie sich weigert, direkt zu helfen, stimmt sie dennoch zu, nicht einzugreifen, falls die Kinder versuchen wollen, Mrs. Quickly zu vertreiben. Mrs. Quickly trifft ein und die Streiche nehmen ihren Lauf. Eine Kröte in der Teekanne, Würmer in ihren Sandwiches, eine Tarantel, die auf ihre dümmlichen blonden Korkenzieherlocken herabgelassen wird – doch nichts zeigt die gewünschte Wirkung, denn so kommen sich Mrs. Quickly und Mr. Brown nur noch näher. Schließlich verlässt Mrs. Quickly wütend das Haus in der Überzeugung, Mr. Brown habe sie den ganzen Nachmittag über nur verführen wollen ohne die Absicht, sie zu heiraten. Mr. Brown hat keinerlei Hoffnung mehr, beichtet seinen Kindern alles und sagt, die Familie werde nun auseinandergerissen. Nanny McPhee fordert die Kinder dazu auf, sich selbst etwas einfallen zu lassen. Die Kinder gehen zu Mrs. Quicklys Haus und überreden sie, zu Mr. Brown zurückzukehren – und dann überreden die Kinder ihren Vater, die fürchterliche Frau doch um ihre Hand zu bitten. In dieser Nacht entschuldigt sich Mr. Brown bei seinen Kindern dafür, ihnen nicht vertraut zu haben, und die Kinder entschuldigen sich bei ihm für ihr schreckliches Benehmen. Sie sind nun wieder eine glückliche Familie – wenn auch nur für die wenigen Tage vor der Hochzeit. Nanny McPhee offenbart Mr. Brown, dass er eine der wichtigsten Lektionen gelernt hat: zuhören. Und wieder scheint sich ihr Aussehen zu verändern. Am Tag der Hochzeit scheint es, als stünden die Browns vor einem ausweglosen Dilemma. Wird Mr. Brown wirklich Mrs. Quickly heiraten müssen? Wird den Kindern noch etwas einfallen? Nanny McPhees Zauberkräfte spielen jetzt zusammen mit der Klugheit der Kinder eine entscheidende Rolle und führen zu etlichen lustigen und gefühlvollen Überraschungsmomenten. So wandelt sich der gefürchtete Hochzeitstag zu einem Anlass für große Glücksgefühle – und das erinnert Nanny McPhee an ihren Leitsatz: Wenn die Kinder sie wollen, aber nicht mehr brauchen, muss sie gehen...

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