Filmkritik - Edelweißpiraten (2004)
 
 

Edelweißpiraten

Original: Edelweißpiraten
Regie: Niko von Glasow
Darsteller: Bela B. Felsenheimer, Iwan Stebunov
Laufzeit: 115min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Deutschland)
Verleih: Central
Filmstart: 10. November 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Köln, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist eine Trümmerwüste. Alle haben Angst, viele sind tot, die Unmenschlichkeit regiert. Die jungen Edelweißpiraten in Köln verweigern sich den Nazis. Sie prügeln sich mit der HJ, schmieren Antikriegsparolen an die Wände. Karl ist Edelweißpirat, sein jüngerer Bruder Peter bei der HJ. Sie leben allein, ihre Mutter wurde bei einem Bombenangriff getötet, der Vater ist an der Front, der ältere Bruder Otto gefallen. Dessen Verlobte Cilly versucht, ihre Kinder durch den Krieg zu bringen, und Karl will ihr helfen. Bei ihr verbergen die Edelweißpiraten den verletzten KZ-Flüchtling Hans, in den Cilly sich verliebt. Als der Vater fällt, stößt auch Peter zu ihnen, in Hans findet er sein Idol. Einige der Jugendlichen planen mit Hans ein Attentat auf die Gestapo, Karl hingegen will nicht mitmachen. Die Pläne fliegen bei einer Razzia auf, nachdem der Ortsgruppenleiter erschossen wurde. Die Gestapo stürmt das Haus und findet zwei Jüdinnen und das Waffenlager. Cillys Befreiung scheitert, die meisten Edelweißpiraten werden gefasst. Karl will Peter retten und verrät ihn… aus Liebe. Sie werden brutal gefoltert. Doch Peter will Hans nicht im Stich lassen, bis zum bitteren Ende. Denn Edelweißpiraten sind treu. Der Film entstand frei nach tatsächlichen Ereignissen in Köln-Ehrenfeld im Herbst 1944. Niko von Glasow: „Die Ereignisse, die im Film erzählt werden, haben stattgefunden, aber die Wirklichkeit war noch viel verrückter und komplexer. Wir haben einige Charaktere vermischt und einigen neue Namen gegeben. Aber Spielfilme müssen keine historische Wahrheit erzählen. Wichtiger war uns, dass der Film das für uns lebendig macht, was unsere Eltern und Großeltern erlebt haben.“

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