Filmkritik - Dogtown Boys (2005)
 
 

Dogtown Boys

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (7,1)
Original: Lords of Dogtown
Regie: Catherine Hardwicke
Darsteller: Vincent Laresca, Nikki Reed
Laufzeit: 107min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action, Drama (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 08. September 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
1975 in Dogtown, dem Surferghetto von Venice, Kalifornien Noch vor Sonnenaufgang stehlen sich Tony Alva (Viktor Rasuk), Stacy Peralta (John Robinson), Jay Adams (Emile Hirsch) aus ihren Elternhäusern – das Surfboard unter dem Arm, die Skateboards unter den Füßen. Die noch menschenleeren Straßen sind ihre Rennstrecke auf dem Weg zum Pacific Ocean Park Pier, wo sie die Wellen erwarten. Hier messen sie sich jeden Morgen mit den Jungs von Skip Engblom (Heath Ledger) und Chino (Vincent Lareska), beides taffe Surfer-Veteranen, die seit Jahren den Strand von Venice fest in ihrer Hand haben. Aber auch wenn sie der Meinung sind, die Jungen müssten sich ihre Wellen erst verdienen, zeigen die Kids den Älteren, was sie drauf haben – unerschrocken, aggressiv, großartig. Skip, der permanent unter dem Einfluss von Drogen stehende Besitzer des Zephyr-Surf-Shops, ist eine lebende Legende und sein Shop der Treffpunkt der Szene. Noch mehr als von den Wellenritten der Kids ist er von deren Fähigkeiten auf der Straße beeindruckt – wo sie lebensgefährliche Surf-Techniken mit der Kunst des Skatens verschmelzen. Ihre bis dahin nur bei Ordnungshütern und strengen Eltern auffällig gewordene Leidenschaft gerät im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen, als Skip die Revolution quasi in den Schoß fällt: Räder aus Urethan, die unter den Boards für eine ungeahnte Bodenhaftung sorgen und nicht nur die Jungs, die täglich im Zephyr-Shop herumhängen, schwer beeindrucken. Skip will aus ihnen ein professionelles Team machen. Schon kurz darauf tragen Jay, Tony und eine Horde weiterer begeisterter Skater mit Stolz T-Shirts mit dem Aufdruck „Zephyr-Team“ und werden täglich unter Skips Fittiche genommen, um für kommende Wettbewerbe zu trainieren. Nur Stacy, der sich sein Taschengeld ganz straight als Kellner verdient, ist nicht dabei. „Er ist kein Pirat“, findet Skip. Jay dagegen hat sich mit seinen ständigen waghalsigen Mutproben seinen Ruf als „Pirat“ längst verdient. Dabei hat er seine eigenen Sorgen mit seiner Familie. Sein Vater hat sich gerade von seiner drogenabhängigen Mutter Philaine (Rebecca De Mornay) getrennt. Außerdem passt es ihm nicht, dass Stacy mit Tonys Schwester Kathy (Nikki Reed) anbandelt, in die er selbst verknallt ist. Er zahlt es Stacy heim und erzählt ihm vom Zephyr-Team, was Stacy erwartungsgemäß schwer kränkt. Der erste Auftritt, den das Zephyr-Team bestreitet, ist der Bahne-Cadillac-Wettbewerb in Del Mar. Die Jungs stürmen die Veranstaltung wie Hooligans, Skip besticht die Ordnungshüter, und Jay darf als erster sein Können zeigen. Sein experimenteller Stil wird von der Jury gnadenlos ignoriert, weil er die verlangten Standards nicht erfüllt. Das Publikum dagegen ist begeistert. Noch mehr bringt vor allem die Mädchen „Womanizer“ Tony aus der Fassung – und die Jury zur Vergabe der Höchstwertung! Dann aber steht eine Überraschung auf dem Parcours: Stacy tritt alleine im Wettbewerb an – und gewinnt, als Tony wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert wird. Jay steht stolz als Dritter auf dem Siegerpodest. Skip lädt Stacy zur anschließenden Siegesfeier ein – und hat noch eine Überraschung für ihn dabei: das blaue T-Shirt mit dem Zephyr-Aufdruck – er gehört jetzt offiziell zu den Z-Boys! Tony, der in Del Mar die Töchter reicher Eltern betört hat, entdeckt auf diese Weise einen neuen Spielplatz: wegen der herrschenden Trockenheit leergepumpte Pools in den Gärten der Villen der Umgebung. Die nierenförmigen, steilen Poolwände bieten die perfekte Grundlage, um den vertikalen Stil der Z-Boys zu perfektionieren. Von nun an werden die Pools gecrasht! Die Nachbarschaft wird ausspioniert und von den Skatern heimgesucht. Skip bekommt von alledem nichts mit – genauso entgeht dem schüchternen Stacy, dass Kathy heimlich mit Jay anbandelt. Beim Oceanfront Skate Festival in Huntington Beach versuchen Tony, Stacy und Jay, mittlerweile die Stars des Wettbewerbs, mehr denn je sich selbst und ihre Teamkollegen zu übertreffen, während Skip erfolgreich das Merchandising anschiebt. Tony – unbestrittener Liebling der Mädels und Fotografen – bekommt ein Angebot von Skips Konkurrenz, dem Skateboardhersteller G&S, der ihm verspricht, ihn ganz groß rauszubringen. Doch das Team ist überzeugt, dass die nächsten 20 Jahre ein wohlgemerkt gemeinsamer Sommerurlaub werden soll. Dann landet Skip seinen größten Werbe-Coup: Er bringt die Z-Boys aufs Cover des „SkateBoarder“-Magazins! Der Erfolg wird mit einer ausufernden Strandparty gefeiert, die auch den Skateboard-Impresario Topper Burke (Johnny Knoxville) anlockt, der schon länger ein Auge auf Tony geworfen hat. Er macht ihm ein Angebot, dass dieser diesmal nicht ausschlagen kann. Doch die Party hält noch weitere Überraschungen bereit. Skip muss sich den Vorwürfen stellen, dass er den Gewinn, den er aus dem Verkauf von Zephyr-Merchandising und Boards im Zuge des Erfolgs seines Teams schlagen konnte, nicht teilen würde. Skip, vollkommen außer sich, endet schließlich auf dem Dach seines Shops und schleudert völlig betrunken mehrere Surfboards auf seine Gäste herunter. Stacy dagegen beobachtet, dass Jay seine Freundin Kathy küsst und wendet sich umgehend von beiden ab. Und Jay gerät schließlich in eine Schlägerei mit Skips Kumpel Chino. Die entspannten Tage im Zephyr-Shop scheinen mit einem Mal vorbei zu sein. In den folgenden Monaten machen Stacy und Tony als Skateboard-Superstars mit diversen Sponsoren Karriere und Kohle. Jay dagegen bleibt zurück in Dogtown, entdeckt die Punkszene für sich und sucht neue Herausforderungen auf dem Board. Der plötzliche Ruhm scheint bei allen vom ursprünglichen Gedanken an Freiheit und Freundschaft nicht mehr viel übrig gelassen zu haben... oder doch?

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