Filmkritik - Die wilden Kerle 2 (2005)
 
 

Die wilden Kerle 2

DVD / Blu-ray :: IMDB (4,3)
Original: Die wilden Kerle 2 | DWK 2
Regie: Joachim Masannek
Darsteller: Jimi Blue Ochsenknecht, Raban Bieling
Laufzeit: 89min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie (Deutschland)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 17. Februar 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Einst fand auf dem legendären Teufelstopf ein Kampf statt, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte: Die furchtlosen Wilden Kerle schossen mit Heldenmut und Zauberbesenflugbogenweitschuß a la Marlon, die Nummer 10, ihre erbitterten Gegner rund um den Dicken Michi (Florian Heppert) in die ewigen Fußballjagdgründe. Danach beherrschten die Wilden Kerle die Stadt und sie schickten sich an, den heimischen Fußball zu revolutionieren. Die Dimension Acht, die wildeste Liga des Landes, lag ihnen zu Füßen. Die Gegner wurden auf den Mond und in die Hölle geschickt und dann haben es die Wilden Kerle fast schon geschafft. Ihnen fehlt nur noch ein einziger Sieg. Dann werden sie Meister und dann winkt ihnen ein phantastischer Preis. Ein Preis, von dem jeder Fußball spielende Junge auf der Welt träumt: Ein Spiel gegen die Nationalmannschaft. Beim Fußballderwisch von Ostokinawa! Und zwar gegen die echte! Doch – kreuzkackendes Kümmelhuhn – der DFB erlaubt das Spiel nur, wenn der Teufelstopf den UEFA-Richtlinien entspricht, und das Geld für so einen Umbau fehlt den Wilden Kerlen hinten und vorne! Das heißt: Selbst wenn sie das Spiel gegen den SV 1906, ihren härtesten Gegner gewinnen, selbst wenn sie Meister werden, fällt das Spiel gegen die Nationalmannschaft aus. Ja, und das Schlimmste verflixt kommt erst noch dazu: Trainer Willi ist in den Urlaub gefahren. Er hockt am Baggersee auf einer Palme, und den Wilden Kerlen schwimmen die Felle davon! Es gibt nur eine einzige Chance. Maxis Vater (Uwe Ochsenknecht), muss den Wilden Kerlen das Geld für den Umbau vorschießen. Doch der eiskalte Bankier und Wilde-Kerle-Feind nutzt diese Chance gnadenlos aus: Er verlangt nicht nur alle fetten Einnahmen, die beim Spiel durch Würstchenverkauf und Eintrittsgeld gemacht werden. Nein, im Fall einer Niederlage verlangt er den Teufelstopf und fordert von den Wilden Kerlen, dass sie freiwillig und auf der Stelle in einen Bastelclub für Weihnachtsschmuck eintreten. Und das heißt nicht anderes, als dass es die Wilden Kerle dann nicht mehr gibt! Beim heiligen Donnerschlagvogel! Und Leon und Co gehen auf dieses verruchte Angebot ein. Aber wovor sollten sie sich auch fürchten? Die Kerle sind wilder als jemals zuvor und die Stadt gehört ihnen. Die Vorbereitungen für den Umbau laufen so gut wie geschmiert und bei einem „Gefederten-Michi-Eisbecher“genießen die Jungs das Leben. Doch gerade dann treibt - Krumpelkrautrüben! – eine fremde und unheimliche Macht einen Keil in ihr Leben: Beim terrotouristischen Valentinstag: Und diese Macht ist die Liebe. Vanessa (Sarah Kim Gries), die Königin des Alptraumpasses, die Meisterin des Flugkopfballs, verliebt sich Hals über Kopf in Gonzales (Lennard Bertzbach), den blassen Vampir, den furchterregenden Anführer der skatenden Flammenmützen, und folgt dem atemberaubenden Verführer auch noch mit fliegenden Fahnen in die finstere Nebelburg. Ohne Vanessa ist ein Sieg am Samstag unmöglich! Dreifach gerollte Fußnagelpest, das hat den Wilden Kerlen gerade noch gefehlt. Doch Leon (Jimi Blue Ochsenknecht) lässt sich nicht entmutigen. Er beruft einen Kriegsrat nach Camelot, in ihr mächtiges Baumhaus, und beschließt, Vanessa den Klauen der übermächtigen und um drei Jahre älteren Skater zu entreißen. Zusammen mit Deniz, der Lokomotive (Deniz Sarsilmaz) wagt er sich in die dunkle Nebelburg, trotzt den furchterregenden Abbildern der Donnerschlagriesen, und wird dann Zeuge, wie Vanessa, anstatt mit Leon zurückzukommen, den – zugegebenermaßen ziemlich coolen – Gonzales auf den Mund küsst! Zurück im Teufelstopf wollen die Wilden Kerle vom Stadion-Umbau gar nichts mehr wissen. Ohne Vanessa ist ein Sieg gegen den SV 1906 so gut wie unmöglich. Dann fällt die Meisterschaft und das Spiel gegen die Nationalmannschaft flach und dann können sie auf der Stelle in einen Bastelverein für Weihnachtsschmuck eintreten. Die Jungs stecken den Kopf in den Sand. Sie wollen –Hippopotamusbullenpropellerschwanzmist, doch tatsächlich aufgeben, da gibt ihnen Marlons und Leons Vater (Tim Wilde) den Tipp, um Vanessa zu kämpfen. Kacke, verdammte, was ist das denn für eine verrückte Idee? Mädchen sind giftig und stinken! Doch die Wilden Kerle wären nicht wild, würden sie nicht auch dieses Herausforderung annehmen – sie denken nicht daran, sich von einem Typen wie Gonzales den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen! Doch noch kapieren sie nicht, was Leons und Marlons Vater unter einem Kampf um Vanessa versteht. Als erstes starten die Wilden Kerle einen Versuch, Vanessa – mit Erpressung – zur Rückkehr zu bewegen. Aber das kann natürlich nicht gut gehen. Dafür ist Vanessa zu wild. Deshalb wollen sie Vanessa austricksen. Ein unfehlbarer Coup wird ersonnen: Falsche Bundesliga-Scouts und noch unechtere Chauffeure werden aus dem Hut gezaubert, und der Plan scheint fast zu gelingen, bis – doppelt verschleimter Alligatorenrotz! – dem mißtrauischen Gonzales die Finte auffällt und er den Betrug mit Pauken und Trompeten auffliegen lässt. Vanessa ist stinksauer und ihre Rückkehr ins Team können sich die Wilden Kerle für immer von der Backe kratzen. Doch wieder einmal finden sie Hilfe bei Leons und Marlons Vater. Für ihre Situation kennt er das beste Mittel der Welt: Ehrlichkeit! Denn eines ist klar: Mit gezinkten Karten spielen ist für die Wilden Kerle jetzt vorbei. Ein echt gemeinter Liebesbrief an Vanessa ist die einzige Lösung. Nur so können sie das Herz des Mädchens zurückerobern. Doch die Buben sind sich einig. Das wollen sie nicht. Das wollen sie nie im Leben. Da sind sie eher bereit als Wilde Kerle untergehen, als als verliebte Jungs zu siegen... Aber verflixt! Was ist das für ein Mist! Natürlich siegt die Fußball-Lust über den falschen Stolz. Die Wilden Kerle springen über den eigenen Schatten und mit vereinten Kräften ersinnen sie einen Brief, der sich gewaschen hat – und selbst die hartgesottensten Wilde-Kerle-Herzen zum Leuchten bringt! Sogar Vanessa scheint ergriffen. Nur Leon will das nicht so recht glauben – schließlich ist Gonzales nicht nur ein echt cooler Kerl,: Gonzales ist fünfzehn und er, Leon, ist doch erst zwölf! Nein, Gonzo ist sogar noch mächtiger als das. Er ist der älteste Freund von Staraja Riba, der gefürchteten Hexe, und ihr opfert der blasse Vampir den schwarzen Wilde Kerle Ball. Ihr verspricht er sogar die acht wilden Jungs als seinen Preis für einen transsylvanischen Pakt: Für die Liebe Vanessas. Schleimiger Alligatorenrotz und damit sind die Wilden Kerle so gut wie besiegt. Im Spiel gegen SV 1906 haben sie nicht den Hauch einer Chance und das Schicksal scheint sich komplett gegen die beste Fußballmannschaft der Welt zu wenden, als – Südostanatolische Zwergpudelpisse! - Gonzales ihnen die Trikots klaut! Die Wilden Kerle müssen in Unterhosen aufs Feld und der blasse Vampir triumphiert. Für jedes Tor, das die Wilden Kerle kassieren, hisst er eines ihrer Trikots als Zeichen seines Triumphs.... und es ist zum Heulen. Krokodiltränensintflut. Fünf zu Null lautet der Halbzeitstand. Doch was passiert dann? In der Pause steht Vanessa plötzlich in der Kabine. Sie startet ein Turbo-Motivationsprogramm und als die Wilden Kerle nach der Pause aus der Kabine stürmen, sind sie nicht wiederzuerkennen. Mit Kriegsbemalung und wiedervereint katapultieren sie den SV 1906 direkt in die Hölle. Beim dampfenden Teufelsdreck! – und gewinnen am Ende und in letzter Sekunde das Spiel. Beim Sternschnuppen spuckenden Feuerdrachen: Das Spiel mit der Nationalmannschaft ist gebongt! Doch – potzblitz – schon trifft sie ein neuer Schlag und das von hinten direkt durch die Brust. Die Flammenmützen haben den Teufelstopf besetzt! Wie eine Festung trotzt ihr geliebter Bolzplatz jedem Eindringling. Sollen sie gegen die Nationalmannschaft etwa im Vereinshaus des Weihnachtsschmuckbastelclubs antreten? Maxis Vater, der Fußball-Hasser, schwebt auf Wolke sieben! Und was noch schlimmer ist: Gonzales gibt den Teufelstopf nur dann wieder frei, wenn Vanessa zu ihm zurückkehrt. Doch sie ist die wildeste von allen Kerlen und gemeinsam mit Leon entschließt sie sich, um den ihr Stadion zu kämpfen. Ja, und das könnten sie schaffen: Denn Vanessa kennt Gonzales’ Geheimnis. Seine Archillessehne. Beim Allmächtigen Pink! Doch ob ihr Schlachtplan gelingt hängt an den beiden kleinsten von ihnen. An Joschka, der siebten Kavallerie (Kevin Iannotta) und Raban, dem Held mit den zwei falschen Füßen. (Raban Bieling). Nur wenn sie den Coup durchziehen und ihren wichtigen Part bei der Rückeroberung des Teufelstopfs übernehmen, nur wenn sie wild genug sind, wird es die Wilden Kerle auch in Zukunft noch geben.

Kommentare

Dieser Film wurde leider noch nicht kommentiert.
Hier können Sie einen Kommentar abgeben.
 

Teilen

 

Filmsuche