Filmkritik - Die Schönste aus Bitterfeld (2003)
 
 

Die Schönste aus Bitterfeld

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,7)
Original: Die Schönste aus Bitterfeld
Regie: Matthias Tiefenbacher
Darsteller: Astrid Meyerfeldt, Sophie Karbjinski
Laufzeit: 90min
FSK: ???
Genre: Komödie (Deutschland)
Filmstart: 10. Dezember 2003
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Bitterfeld kurz vor der Wende. Der Himmel über der Stadt ist ebenso grau wie der Alltag der Arbeiterinnen, die in einem Chemiekombinat ihr Geld verdienen. Auch vom Internationalen Frauentag ist nichts zu erwarten außer Kaffee und Kuchen - zumindest dann, wenn die Feierlichkeiten genauso staatstragend ablaufen werden wie immer. Genau das soll in diesem Jahr jedoch nicht geschehen. Die Frauen - allen voran Gisela (Astrid Meyerfeldt) - haben nämlich eine Idee: Eine Misswahl soll her - Glamour in Bitterfeld! Leicht gemacht wird den Frauen der Weg auf den Catwalk keinesfalls. Gisela etwa, dreifach allein erziehende Mutter, plagen jede Menge familiäre Probleme. Die Schwäche ihrer 16-jährigen Tochter Jana (Marie-Luise Schramm) für lautstarke Musik scheint sie in Erziehungsangelegenheiten vollkommen taub zu machen. Auch in der Ehe der ältesten Tochter Kattrin (Wolke Hegenbarth) läuft einiges schief. Und Giselas mal Freund, mal Ex-Freund Bruno (Oliver Korittke) schafft es nicht, seine Frau zu verlassen. Außer freitags. Dann sind Schäferstündchen mit Gisela angesagt. Und wo soll die Miss-Wahl überhaupt stattfinden? Im Kulturpalast etwa? Geht nicht. Im Rathaus? Schwierig, schwierig. Der Bürgermeister (Günter Schubert) ist für weibliche Reize zwar durchaus empfänglich. Aber Misswahlen - kommt so etwas nicht vom Klassenfeind? Schließlich dauert es nicht lange, bis sich auch die Stasi in Gestalt des ungemein verständnisvollen Schnauzbartträgers Mueller (Tobias Langhoff) für die Causa Bitterfeld zu interessieren beginnt. Wenn Giselas Freundin Marlene (Doreen Jacobi), die einen Ausreiseantrag gestellt hat, ihm diesbezüglich nur ein paar "Stimmungsberichte" liefern könnte? Hindernisse hin, Anfeindungen her: Entschlossen treiben die Schönen aus Bitterfeld die Vorbereitungen zur Misswahl voran. Kostüme werden geschneidert, Bikinis gekauft, Tanzschritte geprobt. Bis neue Schwierigkeiten die Aufbruchstimmung der Damen empfindlich verderben: noch mehr Trouble in Giselas Familie - und die Ablehnung des Ausreiseantrags bei Marlene. Außerdem ist noch immer kein Veranstaltungsort gefunden. Aber was soll es: Die Bitterfelder Misswahl-Pioniere wollen ihren Gegnern und Neidern noch einmal richtig zeigen, wo Hammer und Sichel hängen - ausnahmsweise. Und hoffen dabei auf Unterstützung des westdeutschen Austauschpfarrers Stefan Blum (Hannes Jaenicke), der als politisch korrekter Mann Misswahlen zwar verabscheut, aber ein Auge auf Marlene geworfen hat. Was der Stasi wiederum so gar nicht gefällt ... Die Schönste aus Bitterfeld - ob sie doch noch gewählt wird? An den Damen soll es nicht scheitern. Vom grauen Alltag haben sie nämlich gründlich die Nase voll.

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