Filmkritik - Die Daltons gegen Lucky Luke (2004)
 
 

Die Daltons gegen Lucky Luke

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,1)
Original: Les Dalton
Regie: Philippe Haim
Darsteller: Eric Judor, Ramsy Bedia
Laufzeit: 89min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Komödie, Western (Deutschland, Frankreich, Spanien)
Verleih: Central
Filmstart: 25. August 2005
Bewertung: n/a (1 Kommentar, 0 Votes)
Wieder ein heißer Tag im Wilden Westen. Vier Gesetzlose locken eine Kutsche in den Hinterhalt. Endlich allein mit ihrer Beute, legen die Banditen ihre Masken ab ... vier faltige Gesichter alter Damen kommen zum Vorschein. Während sie ihre Beute unter sich aufteilen, reden die Alten über ihre Kinder, die in ihre Fußstapfen getreten sind. Ma Dalton hört aufmerksam zu, als Ma Billy ihrer Freundin Ma Cassidy rät, ihrem Sohn gegenüber Strenge walten zu lassen und ihn aus dem Haus zu werfen, bis er sich als anständiger Gesetzloser bewährt. Als die Reihe zu Ma Dalton kommt und sich ihre Freundinnen nach ihren vier Söhnen erkundigen, erzählt sie stolz von dem großen Bruch, den ihre Söhne planen. Unterdessen sind die vier Dalton-Brüder Joe, Jack, William und Averell dabei, ihren großen Coup zu landen: Sie wollen einen Krämerladen mitten im Niemandsland überfallen. Aber das Schicksal meint es nicht gut mit den Brüdern: Als sie schon in dem Laden stehen und die Hände an ihren Colts haben, werden sie von einer Kavallerieeinheit überrascht, die nach ihnen in den Laden kommt, um sich mit Vorräten zu versorgen. Niedergeschlagen ziehen die Brüder von dannen und kommen nur mit einer Tomate nach Hause – für die sie sogar bezahlten. Entnervt von den Fehlschlägen ihrer Söhne und dem Gesichtsverlust vor ihren Freundinnen, befiehlt Ma Dalton den Vier endlich erwachsen zu werden und eine Bank auszurauben. Die Bank von Gulch City wird gerade eingeweiht. Eine große Menschenmenge hat sich vor der Bank versammelt um dem neuen Bankdirektor dabei zuzuhören, wie er die verschiedenen Sicherungssysteme anpreist, unter anderem eine hochentwickelte, ultramoderne Alarmanlage und kampfsporterprobte Bankangestellte. Just in dieses Ereignis platzen die Dalton Brüder mit gezogenen Revolvern, bereit die Bank auszurauben und sehen sich 200 bewaffneten Sicherheitsbeamten gegenüber – und ihr Erzfeind Lucky Luke mittendrin. Nach dem mißglückten Banküberfall landen die vier Dalton-Brüder im Gefängnis, wo ihnen ihr mexikanischer Zellengenosse von einem magischen Sombrero erzählt: Der Träger dieses Zauberhutes wird unbesiegbar, die Kugeln prallen einfach an ihm ab. Unglücklicherweise befindet sich der magische Sombrero in den Händen eines gefürchteten Schurken, der das Dorf des mexikanischen Häftlings seit Jahren in Angst und Schrecken versetzt. Die Daltons überreden den Mexikaner, ihnen den genauen Ort des Sombreros zu verraten und versprechen dafür den Dorfbewohnern zu helfen. Ihre wahre Absicht ist natürlich, den Hut in ihren Besitz zu bringen... Als Ma Dalton sie im Gefängnis besuchen kommt, erklärt sie ihren Söhnen, daß sie solange nicht nach Hause kommen dürfen, bis sie sich bewähren. Schließlich war einst auf ihren Vater ein Kopfgeld von 10.000 $ ausgesetzt, während für die Ergreifung aller vier Brüder gerade mal 20 Mäuse zusammenkämen, was sie bei ihren Freundinnen zur Lachnummer macht. Nach ihrer Flucht aus dem Knast, schlagen sich die Jungs bis zur mexikanischen Grenze durch, wo Joe ihnen gefälschte Papiere besorgt: Leider ist der Fälscher Chinese und stellt die Pässe auf vier Chinesen aus. Die Dalton Brüder schaffen es trotz chinesischen Pässe über die Grenze. Als sie das besagte Dorf endlich erreichen, ist Joes Stimmung nach den Querelen mit Averell miserabel. Abgeschreckt durch Joes Wutausbrüche reden die Einheimischen lieber mit dem minderbemittelten Averell, wodurch die spürbare Spannung zwischen den zwei Brüdern noch weiter anwächst. Nachdem Averell das Vertrauen der Dorfbewohnern gewinnt, erhalten die Daltons mehr Informationen über den gefürchteten Schurken El Fembo, dem Besitzer des magischen Sombreros. Dieser überfällt das Dorf nach Lust und Laune und raubt die Bewohner bis auf das letzte Hemd aus. Die Mexikaner haben bald die Nase von Averells Idiotie voll und wenden sich voller Hoffnung nun an Joe, was die Rivalität zwischen den Brüdern noch mehr anheizt. Während der langen Zeit des Wartens und Harrens, zanken sich Joe und Averell über jede Kleinigkeit. Und schließlich taucht er auf: El Fembo – und er trägt den magischen Sombrero. Um die Zauberkraft des Hutes vorzuführen, greifen die Dorfbewohner den Bösewicht aus einem Hinterhalt an. Aber der Sombrero beschützt ihn und El Fembo fällt wie eh und jäh übers Dorf her. Nachdem sie Zeuge dieses Wunders werden, haben Joe und Averell nur noch den magischen Sombrero im Kopf. In ihrem Versuch El Fembo zu fassen, zerstören die Daltons das halbe Dorf, doch er macht unbeschadet weiter und sammelt in aller Ruhe sein Schutzgeld von den eingeschüchterten Dorfbewohnern ein. Als El Fembo befriedigt von dannen zieht, vertraut der Dorfälteste den Brüdern an, daß der Bösewicht auf einer gutbewachten Hacienda lebt, die ihre Pforten nur für die jährliche Feier der Gesetzlosen öffnet, welche zufällig am nächsten Tag stattfinden soll. Die Daltons nutzen die Gelegenheit und gehen - schlau wie sie sind - verkleidet als eine Mariachi-Band auf die Party. All ihre Versuche den Sombrero zu erhaschen scheitern kläglich, als sie aber gezwungen werden, auf der Bühne für Unterhaltung zu sorgen, gelingt es ihnen den Sombrero El Fembo zu entwenden, und sie machen sich mit dem magischen Hut auf und davon. Ausgestattet mit ihrer neuen Wunderwaffe kehren die Daltons zurück nach Texas, um die Gulch City Bank nun endlich auszurauben. Aber Lucky Luke ist ihnen dicht auf den Fersen und hat ein Wahrheitsserum in der Tasche, das er einem Handlungsreisenden abgekauft hat. Dieses Serum mischt er in Joes Drink, als dieser sich im Saloon von Gulch City vergnügt. Unter dem Einfluß des Serums plaudert Joe den geplanten Banküberfall aus. Als die Daltons dem selben Handlungsreisenden begegnen, kaufen sie einen Zaubertrank mit dem sich ihr Äußeres für eine Stunde verändern. Mit ihrem veränderten Aussehen geben die Brüder vor, sich um eine Stelle bei der Bank zu bewerben und mit Hilfe des magischen Sombreros gelingt ihnen schließlich der prestigeträchtige Überfall ... fast zumindest ... Denn als sie die Bank verlassen, werden sie von Lucky Luke, El Fembo, den mexikanischen Dorfbewohnern und allen anderen, die sie auf ihrem Weg ausgeraubt und betrogen haben, begrüßt. Alarmiert durch das Sicherheitssystem in der Bank kommt am Ende auch noch die Kavallerie hinzu. In der darauffolgenden Schlägerei gelingt es den Daltons erneut sich mit Hilfe des Hutes davonzustehlen. Aber Lucky Luke entgeht ihre Flucht nicht und er verfolgt sie, um sie schließlich zu einem Duell herauszufordern. Als Lucky Luke Joe den Sombrero vom Kopf schießt, ist es für den Mann, der schneller zieht als sein Schatten, ein leichtes die Brüder zu ergreifen. Als die Dalton Brüder in Handschellen durch die Stadt ins Gefängnis geführt werden, applaudiert Ma Dalton ihnen stolz zu. Sie haben ihr Ziel erreicht und auf ihre Köpfe ist eine Belohnung von 10.000 $ ausgesetzt. Nacheinander schließen sich alle Freundinnen von Ma Dalton ihrem Beifall an, sowie alle Einwohner Gulch Citys. Aber bald wird klar, daß die Bevölkerung nur Lucky Luke für die Ergreifung der Daltons applaudiert. Die Daltons landen in der Ketten-Gang im Strafgefangenenlager wo sie am Rand der Eisenbahnschienen Steine klopfen. Ihr vorerst letzter Fluchtversuch auf einer entführten Lok endet nach wenigen Metern mit dem noch nicht fertiggestellten Schienennetz im Nirgendwo. Und der Sombrero? Ja, der schwebt schwerelos umher bis er auf dem Kopf des Dorftrottels landet ...

Kommentare

(1) Marcel · 23. August 2005
Film, der laut Werbung nicht viel verspricht. Ich glaube nicht das der Film an die guten alten Trickfilme von LL rankommt - da hilft auch kein Til Schweiger!
 

Teilen

 

Filmsuche