Filmkritik - Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (2005)
 
 

Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,9)
Original: The Chronicles of Narnia: The Lion, The Witch & The Wardrobe
Regie: Andrew Adamson
Darsteller: Anna Popplewell, Judy McIntosh
Laufzeit: 138min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Abenteuer, Familie, Fantasy (Großbritannien, USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 08. Dezember 2005
Bewertung: 8,0 (2 Kommentare, 2 Votes)
London, im Zweiten Weltkrieg: Die britische Hauptstadt bebt unter den Bombenangriffen der deutschen Luftwaffe. Am Höhepunkt des Luftkrieges beschließen die Behörden, zumindest die Kinder in Sicherheit zu bringen. Sie werden aufs Land evakuiert und dort in allen zur Verfügung stehenden Haushalten untergebracht – meist nicht zur Freude der dort wohnenden „Gastfamilien“, die selbst bereits unter dem Krieg zu leiden haben. Auch die vier Kinder der Pevensie-Familie sollen aufs Land geschickt werden. Peter (WILLIAM MOSELEY), der Älteste, Susan (ANNA POPPLEWELL), die Besonnene, der aufmüpfige Edmund (SKANDAR KEYNES) und die kleine Lucy (GEORGIE HENLEY) wissen nur, dass ihr neues Zuhause ein Landhaus in der Provinz sein wird – weit entfernt vom heimatlichen London. Der Mutter fällt der Abschied von ihren vier Kindern umso schwerer, da ihr Mann an der Front kämpft und sie nun völlig allein zurückbleibt, nicht wissend, ob und wann ihre Familie wieder vereint sein wird. Nach einem traurigen Abschied am Bahnhof entlässt sie ihre Kinder in ein ungewisses Schicksal. Die vier landen nach einer langen Zugfahrt im Nirgendwo. An einem verlassenen Bahnsteig werden sie von der strengen Mrs. Macready (ELIZABETH HAWTHRONE) abgeholt. Sie ist die Haushälterin auf dem Landgut und macht den Kindern bereits beim ersten Betreten des beeindruckenden Anwesens unmissverständlich die Regeln klar: Kein Rennen! Kein Schreien! Und auf keinen Fall darf der Besitzer des Hauses, der alte Professor Kirke (JIM BROADBENT), gestört werden! Trotz dieser strengen Auflagen beginnen die Kinder nach einer Weile ihren Aufenthalt dort als Abenteuer zu empfinden. Das Haus ist riesig und voll gestopft mit antiken Gegenständen. Beim Versteckspielen entdeckt die kleine Lucy eines Tages ein Zimmer, in dem sich anders als im Rest des Anwesens nur ein einziger Gegenstand befindet: Ein großer, edler, aus Holz geschnitzter Schrank, dessen Tür mit sonderbaren Motiven verziert ist. Lucy klettert in den Schrank und will sich hinter den Pelzmänteln verstecken, die sich darin befinden. Doch der Schrank hat offenbar keine Rückwand. Lucy geht weiter und weiter, und steht plötzlich in einem verschneiten Wald. Sie irrt völlig überrascht umher und trifft dabei auf ein rätselhaftes Wesen, eine Mischung aus Mensch und Ziege. Nach kurzem Zögern stellt sich die Kreatur als Faun Herr Tumnus (JAMES McAVOY) vor. Lucy schließt schnell Freundschaft mit dem lustigen Gesellen und begleitet ihn in sein Haus, das gleich in der Nähe ist. Dort erzählt Herr Tumnus ihr, dass sie sich in der magischen Welt Narnia befinden, einem verzauberten Ort, an dem Faune und Zentauren, Zwerge und Minotauren und viele andere Fabelwesen leben. Nur Menschen gibt es hier keine. Und eigentlich müsste Tumnus nun auch dem strikten Befehl der Weißen Hexe Jadis (TILDA SWINTON), der Herrscherin Narnias, Folge leisten und ihr Lucy ausliefern. Doch er widersetzt sich dem Befehl und bringt seine kleine Freundin wieder zu dem Ort, wo sich die beiden getroffen haben. Lucy kehrt zurück in die menschliche Welt und obwohl sie Stunden im Haus von Tumnus zugebracht hat, verlässt sie den Schrank in Professor Kirkes Haus exakt zu dem Zeitpunkt, als sie Narnia betreten hat. Aufgeregt erzählt sie ihren Geschwistern von dem Schrank, Narnia und Tumnus – doch diese glauben ihr nicht. Sie halten das alles für die Einbildung eines kleinen Mädchens. Vor allem Edmund lässt sich diese Gelegenheit nicht nehmen, um seine kleine Schwester zu hänseln. Lucy findet deswegen keine Ruhe. Mitten in der Nacht steht sie auf und betritt erneut Narnia, um Herrn Tumnus zu besuchen. Sie bemerkt nicht, dass Edmund ihr folgt. Auch er geht durch den Schrank – und läuft in Narnia direkt in die Arme der Weißen Hexe Jadis. Überwältigt von ihrer Erscheinung und ihrer Macht verspricht er ihr, bei seinem nächsten Besuch seine Geschwister mitzubringen – nicht ahnend, in welch tödliche Gefahr er sich und seine Familie damit bringt. Als Jadis verschwunden ist, trifft Edmund Lucy und beide kehren gemeinsam in die Welt der Menschen zurück. Anders jedoch als Lucy dachte, verneint Edmund Susan und Peter gegenüber, dass Narnia existiert und die beiden dort waren. Er weiß nichts von Jadis´ finsteren Absichten und möchte die Macht und die scheinbare Zuneigung seiner neuen „Freundin“ nicht mit den anderen teilen. Auch nicht mit Lucy, deswegen stellt er seine kleine Schwester als Lügnerin dar. Es kommt zu einem lautstarken Streit zwischen den beiden, den erst Professor Kirke schlichten kann. Als die vier Kinder am nächsten Tag beim Cricket-Spielen eine der antiken Fensterscheiben zerstören, überschlagen sich die Ereignisse: In wilder Flucht vor Mrs. Macready irren sie durchs ganze Haus, gelangen schließlich in den Raum mit dem magischen Schrank, betreten diesen aus Furcht vor der Haushälterin – und finden sich schließlich alle vier in der Winterlandschaft Narnias wieder. Nachdem sie den ersten Schock verdaut haben, lassen sich Peter, Edmund und Susan von Lucy überzeugen, Herrn Tumnus zu besuchen. Doch dessen Haus ist leer, die Einrichtung vollkommen zerstört. Die Geschwister finden ein Schreiben vor, in dem erklärt wird, dass Tumnus wegen seiner Bekanntschaft mit Menschen verhaftet und im Schloss der Weißen Hexe eingekerkert wurde. Die Kinder sind ratlos, nur Edmund hat einen Verdacht: Er hatte Jadis von Lucys Treffen mit Tumnus erzählt. Aber was sollte die Weiße Hexe gegen Menschen und Kinder haben? Ihm hatte sie doch auch nichts getan. Doch für lange Analysen bleibt keine Zeit. Ein sprechender Biber entdeckt die Kinder und erklärt ihnen, dass sie sich in tödlicher Gefahr befinden. Er führt sie in seine Behausung und dort endlich erfahren die Kinder von dem Biber und seiner Frau, was es mit Narnia, der Weißen Hexe und dem Verbot, mit Menschen Umgang zu haben, auf sich hat. Einst nämlich war die Eislandschaft Narnias ein blühendes Land. Durch einen Fluch jedoch überzog die Weiße Hexe Jadis die Welt mit ewigem Eis. Von ihrem Schloss aus machte sie sich die Völker untertan, Furcht und Schrecken hielten Einzug in Narnia. Doch eine uralte Prophezeiung sagt das Ende der Herrschaft der Weißen Hexe voraus, wenn zwei Töchter Evas und zwei Söhne Adams, also Menschenkinder, Narnia betreten würden! Diese würden dem rechtmäßigen Herrscher von Narnia, dem legendären Löwen Aslan, nach seiner Rückkehr zur Seite stehen, die Streitmacht des Guten sammeln und in einer gewaltigen Schlacht die Macht der Weißen Hexe brechen und so den ewigen Winter beenden. Es heißt, Aslan sei bereits zurückgekehrt, also müssen die vier Geschwister auch die in der Prophezeiung beschriebenen Menschen sein, durch die sich das Schicksal Narnias erfüllen wird. Edmund will die Geschichte des Bibers nicht glauben, er schleicht sich davon und flüchtet zur Weißen Hexe. Jadis wiederum macht nun aus ihren Absichten keinen Hehl mehr und lässt ihn einkerkern. Sobald sie der anderen drei Menschen habhaft ist, soll er gemeinsam mit ihnen sterben. Und dafür schickt sie ihre gefürchtetsten Häscher los: ein Wolfsrudel, angeführt von dem bösen Maugrim. Peter, Susan und Lucy bleibt keine Zeit. Sie müssen unbedingt Aslan finden, er ist der einzige, der ihnen helfen kann, Edmund aus den Fängen der Hexe zu befreien. Zusammen mit den Bibern fliehen sie vor den Wölfen. Doch diese sind ihnen dicht auf den Fersen...

Kommentare

(2) MistaRomantika vergibt 6 Klammern · 11. Oktober 2007
herr der ringe für kinder
(1) MatzeMetrix vergibt 10 Klammern · 19. Dezember 2005
Sehr guter Film! Bitte nicht mit dem Herrn der Ringe vergleichen!
 

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