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Filmkritik - Der weiße Planet (2006)
 
 

Der weiße Planet

Original: La Planète Blanche
Regie: Thierry Piantanida, Thierry Ragobert
Darsteller: ?????
Laufzeit: 86min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Frankreich, Kanada)
Verleih: Concorde Filmverleih
Filmstart: 28. Dezember 2006
Bewertung: 10,0 (2 Kommentare, 2 Votes)
Der Film beginnt mit dem Einsetzen des schrecklichen arktischen Winters. Endlose Polarnächte zwingen die Tiere in der Wildnis dazu, sich gegenseitig zu übertreffen bei der Suche nach Möglichkeiten, jetzt überleben zu können. Als anschließend der Frühling beginnt, erwachen auch die Tiere in den Wäldern des hohen Nordens am Rande der Arktis wieder, und die Raubtiere veranstalten im tiefen Schnee die ersten Jagden der neuen Saison. Dies ist für viele Lebewesen der Beginn eines großen Zuges nordwärts, zum größten „Lebensmittelmarkt“ des Planeten. In einer feuerwerksartig arrangierten Schau spektakulärer Tier- und Landschaftsaufnahmen entdecken wir, wie die Fauna des hohen Nordens bei ihrer Nahrungssuche instinktiv einige äußerst geschickte Strategien entwickelt, um auch in den unwirtlichsten Gegenden überleben zu können. Wir begleiten die riskante Wanderung eines Karibus, die erbarmungslose Jagd eines Wolfes, den heldenhaften Kampf eines Moschusochsen, die List und Tücke eines Polarbären und die Mutterliebe eines Walrosses... Mit einem Kopfsprung ins eisige Nass erkunden wir die Welt unter den Eiskappen: die winzigen Krebse, die sich in erstaunlicher Zahl vermehren, sobald die Sonne im Frühjahr wiederkehrt; das Wasserballett der Seehunde. Wir sind dabei, wenn die Eisschollen aufbrechen und die großen Wale eine gigantische Party zu feiern scheinen. Und die kleinen Vögel, die noch nicht fliegen können, plumpsen mit dem Kopf voraus von den beträchtlich hohen Klippen, während sie ihrem potentiellen Mittagessen hinterher jagen. Als sich ein Polarbärbaby zum ersten Mal auf das Eis wagt, sehen wir ihm beim Spielen zu und wie es langsam das Jagen lernt. Im Herbst sind gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den zügellosen Männchen an der Tagesordnung. Aber das Ende der warmen Jahreszeit bringt noch lange nicht den Winter, wie es früher einmal üblich war. Der Norden macht der globalen Erwärmung wegen jetzt eine Art ausgedehnten Indian Summer durch und gefährdet dadurch das Leben jedes dieser ans ewige Eis gewöhnten Tiere. Überall gurgelt und plätschert Wasser. Der gewaltige Abbruch riesiger Eisblöcke beweist, dass die Gletscher bereits kleiner werden. Die überraschend hohen Temperaturen und die Sonnenuntergänge, die mit ihren Farben schon an die Tropen erinnern, sind schlimme Anzeichen einer künftigen Katastrophe. Und wenn der Winter schließlich wieder die typischen Farben der Arktis hervorzaubert, erscheint uns dies als ein freudiges Ereignis.

Kommentare

(2) Kai71 vergibt 10 Klammern · 30. Dezember 2006
Also da kann ich nur zustimmen, echt schön gemacht worden der Film!!!
(1) bass305 vergibt 10 Klammern · 28. Dezember 2006
sehr geiler film, sehr entspannend
 

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