Filmkritik - Der verbotene Schlüssel (2005)
 
 

Der verbotene Schlüssel

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,5)
Original: Skeleton Key
Regie: Iain Softley
Darsteller: Joy Bryant, Kate Hudson
Laufzeit: 104min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Horror, Drama, Mystery (USA)
Verleih: United International Pictures
Filmstart: 18. August 2005
Bewertung: 7,0 (5 Kommentare, 5 Votes)
Tief in den Sümpfen und Bayous von Süd-Louisiana existiert schon seit Generationen ein wenig bekannter Kult mit seltsamen Bräuchen und Ritualen. Für die meisten aufgeklärten Menschen ist dieser Hoodoo-Kult allerdings nichts weiter als ein kruder Aberglaube, der vom blutigen und schweren Erbe verschleppter Sklaven aus Afrika, Frankreich, Spanien und den karibischen Inseln herrührt. Aber wenn sich jemand auf diesen düsteren Glauben einlässt und an die guten und bösen Geister tatsächlich glaubt, dann können diese sehr real werden und mächtig. Manchmal sogar tödlich… Ausgestattet mit einem gesunden Menschenverstand und vitalem Durchsetzungsvermögen gehört die Hospiz-Mitarbeiterin Caroline Ellis (Kate Hudson) garantiert nicht zu denen, die ihre Zeit mit dem Aberglauben an Hexerei und Schwarze Magie vergeuden. Alles, was sie will, ist so schnell wie möglich genügend Geld für die Ausbildung zur Krankenschwester zusammenzubekommen. Auch wenn das bedeutet, dass sie als Betreuerin für die schon etwas in die Jahre gekommenen Plantagen-Besitzer arbeiten muss, die in einer abgelegenen Gegend, über eine Autostunde von New Orleans entfernt, leben. Und zwar genau in jenem „mystischen Delta“ von Louisiana, das dafür berüchtigt ist, dass die Einheimischen dort zu seltsam geheimnisvollen Praktiken und dunklen Zeremonien neigen. Das heruntergekommene Terrebonne-Parish-Anwesen ist das Zuhause von Violet (Gena Rowlands) und Ben Devereaux (John Hurt), einem waschechtem Bayou-Ehepaar. Und sowohl das Herrenhaus wie auch die Bewohner scheinen von einer düster-melancholischen Aura umflort zu sein. Doch Caroline lässt sich nicht davon abschrecken, sich um Ben zu kümmern, der nach einem Schlaganfall fast völlig gelähmt ist und so gut wie nicht sprechen kann. Um Caroline ihre Arbeit im Haus zu erleichtern, gibt Violet ihr einen Generalschlüssel, der ins Schloss von jeder Tür des Hauses passt – inklusive einer mysteriösen Tür, die sich im hinteren Teil des Dachbodens befindet. Nach einigem Zögern schaut sich Caroline auch in diesem „verbotenen Zimmer“ neugierig um. Überall stehen antike Möbel herum und es gibt auch diverse Spiegel – die man seltsamerweise aus dem übrigen Haus entfernt und hier abgestellt hat - sowie Gegenstände, die offensichtlich mit der Schwarzen Magie zu tun haben, also mit einem Aberglauben, mit dem Caroline - dank ihrer pragmatischen Lebensauffassung und ihres gesunden Menschenverstandes - nun überhaupt nichts anfangen kann. Doch dann passieren seltsame Dinge im Haus – und mit Ben, die sich nicht so ohne weiteres rational erklären lassen. Auch scheint vor allem Violet voller unergründlicher Geheimnisse zu sein. Je mehr Caroline diesen merkwürdigen Dingen auf die Spur kommen will, desto tiefer wird sie in die dunklen Mysterien des Hauses - und vor allem des Dachzimmers - hineingezogen. Da geschieht das Unfassbare: Ein schreckliches Vermächtnis entfaltet sich mit furchtbarer Macht und droht alle in einen grausigen Abgrund zu reißen… Und plötzlich ist sich Caroline auch ihrer selbst nicht mehr sicher und driftet immer gefährlicher an den Rand einer Schwelle… Diese zu überschreiten würde bedeuten, dass aus simplem Aberglauben eine tödliche Gewissheit werden könnt...

Kommentare

(5) DaSixPac vergibt 8 Klammern · 30. September 2006
Spannungsgeladen und mal wieder ein nicht ganz so vorhersehbares Ende! Gut gemacht!
(4) Animus vergibt 4 Klammern · 06. Dezember 2005
Alles sehr durchschaubar, komische Storry mit etwas beschränkter Hauptdarstellerin... (Warum fährt sie nich mit Anlauf durchs Tor?)... Aber sonst kann man ihn schon mal anschauen... aber nur einmal...
(3) robert vergibt 7 Klammern · 28. August 2005
Netter Film,gute Schockmomente.Durchaus empfehlenswert. Stellenweise macht sich etwas lange Weile breit,dennoch erwartet man mit Spannung,was es mit den Geistern auf sich hat.Von dem vielseits gelobten Ende hab ich mir aber mehr versprochen.
(2) blue.shift vergibt 8 Klammern · 22. August 2005
Knarrende Türen, Regen, Gewitter und Geister in Spiegeln... das alles hat man zwar schon zich mal gesehen, aber trotz allem ist der Film spannend gemacht und sehenswert. Das Ende ruft nach einem zweiten Teil...
(1) klamm vergibt 8 Klammern · 19. August 2005
Spannender Film mit ungewöhnlichem (aber stylishem) Ende.
 

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