Filmkritik - Der Italiener (2005)
 
 

Der Italiener

Original: Italianetz / The Italian
Regie: Andrei Kravchuk
Darsteller: Kolya Spiridonov, Maria Kuznetsova
Laufzeit: 92min
FSK: ???
Genre: Familie (Sowjetunion)
Filmstart: 19. Januar 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wenn ein Sechsjähriger für sich allein verantwortlich sein muss, ist das ganz schön viel verlangt. Jede Entscheidung hat Einfluss auf das weitere Leben, und die Fragen, die Vanya für sich klären muss, haben es wirklich in sich: Will er wohlbehütet als Adoptivkind einer liebevollen Familie in Italien leben? Für ein russisches Heimkind wie Vanya vielleicht nicht die schlechteste Wahl. Oder soll er es gleich mit der ganzen russischen Gesellschaft aufnehmen? Das wäre ein Kampf gegen das lasche russische Adoptionsgesetz in einer gottverlassenen Gegend, in der für Kinder ohne Eltern eine Adoption die einzige Chance ist, um zu überleben. Dabei ist die Vermittlung von russischen Kindern an ausländische Adoptiveltern längst zu einem lohnenden Geschäft geworden. Vanya müsste sich auch in einer grausamen Welt durchsetzen, in der Erwachsene ihr Geld nicht durch die Widerborstigkeit eines Sechsjährigen verlieren wollen. Genauso müsste er sich gegen die Geldgier korrupter Milizionäre zur Wehr setzen. Aber vor allem wäre seine Weigerung, sich von einer italienischen Familie adoptieren zu lassen, eine Entscheidung gegen den Willen seiner Mutter, die den Sohn in einem russischen Entbindungsheim seinem Schicksal überließ. Die Welt von Kindern ist ein Universum mit eigenen Gesetzen, und manchmal spricht das Herz lauter als der Verstand. Vanya fasst einen Entschluss: Er will seine Mutter finden. Doch zuerst muss er lesen lernen, damit er die spärlichen Informationen über sie überhaupt verstehen kann. So begibt sich Vanya auf die Suche und lernt eine geheimnisvolle und gefährliche Welt kennen.

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