Filmkritik - Der Hauptmann von Muffrika (1997)
 
 

Der Hauptmann von Muffrika

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,0)
Regie: Muffrika Von Rudolf Kersting, Paul Meyer
Darsteller: ?????
Laufzeit: 70min
FSK: ???
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Filmstart: 01. Januar 1997
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Im April 45 verwandelt sich der 19jährige Gefreite Willi Herold mit einer gefundenen Uniform in einen Hauptmann, sammelt versprengte Soldaten ein und übernimmt die Straflager im Emsland. Eine mörderische Köpenickade aus den letzten Kriegstagen. Die Geschichte hat sich wirklich ereignet: Am 3. April 1945 verliert der 19jährige Fallschirmjäger Willi Herold bei heftigen Rückzugsgefechten im deutsch-niederländischen Grenzgebiet die Verbindung zu seiner Einheit. In einem zerschossenen PKW findet er eine unversehrte Hauptmannsuniform und vollzieht blitzschnell die Verwandlung zum Luftwaffenoffizier. Er sammelt andere versprengte Soldaten und bildet eine Einheit, die er wahlweise "Kampfgruppe Herold", "Standgericht Herold" oder "Leibgarde Herold" nennt. Mit ihr unternimmt er abenteuerliche Stoßtruppenunternehmen gegen die herannahenden Allierten. Man führt Frauen im Tross, der Alkohol fließt in Strömen." Die Einheit übernimmt das Emsland-Lager Papenburg, entmachtet die Lagerleitung und läßt zur Initiation 95 Gefangene erschießen, die Fluchtversuche begangen haben sollen. Willkürliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Als sich der Feind nähert, verschwindet Herold, der seine Einheit um 20 Gefangene aufgestockt hat, gen Norden. In Leer läßt er fünf Holländer als mutmaßliche Spione erschießen. Als ihn endlich am 30.4. eine deutsche Marinestreife enttarnt, hat er über 200 Menschen umbringen lassen. Am 30.5. wird er ein zweites Mal verhaftet und vor ein Britisches Militärgericht gestellt.

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