Filmkritik - Der große Ausverkauf (2007)
 
 

Der große Ausverkauf

Original: Der große Ausverkauf | The Big Sellout
Regie: Florian Opitz
Darsteller: ?????
Laufzeit: 95min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Verleih: Majestic Filmverleih
Filmstart: 17. Mai 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
In Soweto sind die Stromkosten um ein Vielfaches gestiegen, seit die ehemals staatliche Stromversorgung privatisiert wurde. Sind die Menschen zu arm, um ihre Rechnung zu zahlen, werden sie vom Stromnetz getrennt – auch im Winter. Bongani und sein Team des "Soweto Electricity Crisis Committee" (SECC) lassen sich das nicht gefallen. Sie kämpfen gegen den Stromkonzern und die überhöhten Preise, indem sie die vom Strom getrennten Familien wieder ans Netz anschließen. Simon ist Lokführer im englischen Brighton. Bei der Privatisierung der "British Rail" unter Premierministerin Margaret Thatcher im Jahr 1997, wurde die englische Bahn zersplittert und an mehr als 150 private Firmen vergeben. Chaos ist die Folge. Während das marode Schienennetz bereits zu schweren und tödlichen Unfällen geführt hat, ist das Bahnfahren selbst zu einem logistischen Alptraum geworden. Um sich gegen diese Zustände zur Wehr zu setzen, stellt sich Simon in der Gewerkschaft zur Wahl. Vor der Privatisierung des Gesundheitssystems wurden auf den Philippinen arme Menschen kostenlos behandelt. Nach der Privatisierung nur noch Personen, die bezahlen können. Und das auch, wenn das Leben auf dem Spiel steht. Minda Lorando hat einen schwer nierenkranken Sohn, der zweimal wöchentlich eine Dialyse braucht, um zu überleben. Eine Nierentransplantation wäre auf Dauer kostengünstiger, doch so viel Geld auf einmal, kann Minda nicht auftreiben. Und so bettelt sie sich seit Jahren von Amt zu Amt, um ihren Sohn am Leben zu erhalten. Währenddessen verlassen tausende Pfleger und Ärzte das Land, weil die privaten Firmen ihnen nicht genug zahlen können. Immer mehr Krankenhäuser müssen geschlossen werden. In der bolivianischen Stadt Cochabamba hat im Jahr 2000 ein milliardenschwerer US-Konzern die Wasserversorgung der Stadt unter seine Kontrolle gebracht. Das Wasser wurde teuer verkauft. Sogar das Sammeln von Regenwasser wurde unter Strafe gestellt. Grund genug für die Bewohner der Stadt, auf die Straße zu gehen, und für ihr Recht auf Wasser zu kämpfen.

Kommentare

Dieser Film wurde leider noch nicht kommentiert.
Hier können Sie einen Kommentar abgeben.
 

Teilen

 

Filmsuche