Filmkritik - Der Appartement-Schreck (2003)
 
 

Der Appartement-Schreck

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,8)
Original: Duplex
Regie: Danny DeVito
Darsteller: Ben Stiller, Wallace Shawn
Laufzeit: 82min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Komödie (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 01. Juli 2004
Bewertung: 8,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Grafikerin Nancy (DREW BARRYMORE) und Schriftsteller Alex (BEN STILLER) schweben im siebten Himmel, haben sie doch soeben in Brooklyn ein Haus erstanden. Ein Traum aus Backstein mit drei offenen Kaminen, farbigen Glasfenstern, einer hölzernen Innenverkleidung – und einer unkündbaren alten Mieterin, die das Obergeschoss des Doppelhauses bewohnt! Doch das erfahren die neuen Besitzer erst, nachdem sie den Kaufvertrag unterschrieben haben. Nach einem ersten Kennenlernen scheint sich die Unannehmlichkeit, eine Untermieterin zu haben, jedoch nur als vorübergehend zu entpuppen, denn Mrs. Connelly (EILEEN ESSELL) geht stramm auf die hundert zu und ist gesundheitlich nicht mehr die Fitteste. Mit dem beruhigenden Gefühl, die Zeit bis zum Ableben der Lady locker aussitzen zu können, richten sich die jungen Eheleute ihr neues Heim erst einmal gemütlich ein. Schließlich wollen Alex und Nancy auch bald Kinder haben – allerdings erst, wenn Mrs. Connelly ihre Keime nicht mehr auf dem Nachwuchs verteilen kann. Kinderzeugen will geübt sein, also machen es sich die frisch gebackenen Hauseigentümer bequem, um die Wohnstätte „einzuweihen“. Plötzlich ertönt über ihnen ein ohrenbetäubender Lärm. Mrs. Connellys Fernseher dröhnt und erstickt jegliche Liebeslust im Keim. Als auch nach ihrer Aufforderung der Krawall nicht aufhört, verbringen Alex und Nancy ihre erste Nacht im neuen Heim schlaf- und sexlos. Am nächsten Tag rafft sich Alex auf, seinen zweiten Roman endlich fertig zu schreiben, dessen Abgabetermin immer näher rückt. Da läutet es an der Tür und Mrs. Connelly, die ihre böse Erkältung offensichtlich bestens überstanden hat, bringt das am Vortag überreichte Einweihungsgeschenk – „Ich trinke keinen Alkohol. Es ist eine Sünde.“ – zurück. Just als er sich wieder dem Schreiben widmen will, nachdem er Mrs. Connellys vermeintliche Wasserrohrprobleme untersucht hat, läutet es erneut an der Tür. Die alte Dame bittet den entnervten Autoren, sie „nur kurz“ zum Einkaufen zu begleiten. Alex lässt sich, nachdem er der Dame vergeblich zu erklären versucht hat, dass er zu Hause arbeitet, breitschlagen – und bereut es schon bald bitterlich. Denn die rüstige Witwe scheint einen Zahlentick zu haben und zählt jede Tablette, jede Traube, jede Heidelbeere einzeln ab. Von da an geht es mit dem guten Mieterverhältnis rapide bergab. Der nächste Alptraum ist schon in Sicht, als sich am Samstagmorgen ein ganzer Trupp alter Damen mit Blechblasinstrumenten bei Mrs. Connelly zum Üben einfindet und Alex’ und Nancys geplanter Vormittag im Bett in einem Riesenlärm untergeht. Auch ein clever ausgeheckter Plan von Alex, Mrs. Connellys Fernseher mit einer per Händeklatschen steuerbaren Fernbedienung ruhig zu stellen, schlägt fehl. Denn während sich Alex in die Wohnung der rüstigen Witwe einschleicht, übersieht Nancy deren Rückkehr. So muss Alex in diversen Verstecken eine schier endlose Zeit im Obergeschoss ausharren und wird dabei Zeuge, wie sehr die Lady noch am Leben hängt ... Kurz darauf kommt es zur Katastrophe, als Nancy während der Arbeit im Abgabestress von einem Telefonanruf der alten Mieterin abgelenkt wird und ihre Layouts verwechselt. So erfährt nicht nur ganz New York den Spitznamen von Alex’ Penis, sondern ist Nancy auch ihren Job schneller los, als sie „Mrs. Connelly“ sagen kann. Ob’s eventuell auch mit daran liegt, dass ihr Chefredakteur dank der biestigen Seniorin das Einweihungsfest von Alex und Nancy nicht unverletzt überstanden hat ...? Während das Nervenkostüm der jungen Hauseigentümer zusehends dünner wird, läuft Alex auch die Zeit bis zur Deadline seines Romans davon. In seiner Verzweiflung und mangels Rückzugsort vor der alten Schlange quartiert er sich samt Laptop in einer Kneipe ein und schreibt, was die Tasten hergeben. Endlich sind die letzten Worte seines Romans auf der Festplatte, als ihm die Nemesis in Gestalt von – richtig! – Mrs. Connelly begegnet. Die verwendet seinen Computer kurzerhand als Wurfgeschoss gegen Nagetiere und so findet sich Alex schnell ohne Laptop, ohne Buchvertrag und somit auch ohne Geld wieder. Das Maß ist voll für die mittlerweile gemeinsam arbeitslosen Hausbesitzer. Was einst als unangenehme Nebenerscheinung begann, hat sich zu einer ernsten Bedrohung für das Lebensglück von Alex und Nancy entwickelt. Nach weiteren Vorfällen ist klar: Die Alte muss weg! Wie praktisch, dass sich unter ihren Partygästen auch ein Auftragskiller befand ...

Kommentare

(1) MistaRomantika vergibt 8 Klammern · 11. Oktober 2007
lustige story gute witze.. ben stiller und drew: passt!
 

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