Filmkritik - Das Vermächtnis der Tempelritter (2004)
 
 

Das Vermächtnis der Tempelritter

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,9)
Original: National Treasure
Regie: Jon Turteltaub
Darsteller: Arabella Field, Sharon Wilkins
Laufzeit: 124min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action, Abenteuer (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 25. November 2004
Bewertung: 7,0 (5 Kommentare, 4 Votes)
1974: Schon als Junge ist Benjamin Franklin Gates im Grunde seiner Seele ein Schatzsucher – wie bereits Generationen seiner Familie vor ihm. Auf dem Dachboden stöbert er nach Hinweisen für die Suche nach dem Schatz, der die Gates’ seit knapp 200 Jahren in Atem hält. Er hat gerade das gesuchte Familienalbum entdeckt, als er von seinem Großvater John Adams Gates (CHRISTOPHER PLUMMER) überrascht wird, der hoch erfreut darüber ist, dass sein Enkel nicht aus der Art schlägt und fortsetzen wird, was seine Vorfahren begonnen haben. Bereitwillig erzählt er – sicherlich nicht zum ersten Mal – die Geschichte des Schatzes, vom Vermächtnis der Tempelritter. 1832 war es, dass der im Sterben liegende letzte Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, Charles Carroll, den Präsidenten im Weißen Haus aufsuchen wollte, um sein Gewissen zu erleichtern – an den Pforten jedoch abgewiesen wurde. Stattdessen gestand Carroll einem Vorfahren von Benjamin Franklin Gates das Geheimnis, von dem außer ihm niemand in der Welt wissen würde. Es ging um einen Schatz, der im Lauf der Jahrhunderte von den ältesten und reichsten Dynastien der menschlichen Zivilisation angehäuft und immer weiter vergrößert wurde, bis er von den Tempelrittern im Mittelalter nach Europa gebracht wurde. Aus den Tempelrittern ging der Geheimbund der Freimaurer hervor, die den Schatz in die neuen Kolonien brachten, wo sich zur Zeit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika seine Spur verliert. Selbst Geheimnisträger Carroll wusste nicht, wo der sagenumwobene Schatz vergraben liegt. Wohl wusste er aber von Hinweisen, Spuren und Landkarten, die den Weg zum größten Reichtum der menschlichen Zivilisation weisen. Vor allem aber hinterlässt er den Satz: „Das Geheimnis liegt in Charlotte”, der die Familie Gates fortan verfolgen soll. Denn bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte sie zwar weitere Hinweise entdecken, aber nie entschlüsseln, um wen oder was es sich bei besagter Charlotte handeln könnte. Gebannt lauscht Ben der Geschichte des Großvaters, bis Bens Vater, Patrick Henry Gates (JON VOIGHT) dazwischen platzt: Er will die ewig gleiche Geschichte nicht länger hören. Er hat der Schatzsuche abgeschworen, hält sie für Humbug und will auch nicht, dass sein Sohn sich vom Großvater entsprechende Flausen in den Kopf setzen lässt. Der fromme Wunsch kommt zu spät: Längst hat Ben geschworen, das Vermächtnis der Tempelritter aufzuspüren. 30 Jahre später steht Ben (NICOLAS CAGE) in der Gegenwart vor einem entscheidenden Durchbruch. Finanziell unterstützt von dem britischen Magnaten und Abenteurer Ian Howe (SEAN BEAN) und stets begleitet von seinem getreuen Sidekick, dem linkischen Computerspezialisten Riley Poole (JUSTIN BARTHA), befindet sich Ben auf dem Weg in die Arktis. Eingeschlossen im ewigen Eis liegt das stolze Schiff Charlotte. In dem Wrack hofft Ben den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib des Schatzes zu finden. Tatsächlich entdecken die Schatzsucher im Inneren der Charlotte nicht nur die vereisten Leichen der Matrosen und des Kapitäns sowie fässerweise Schießpulver, sondern auch eine auffällige und edle Pfeife aus Meerschaum, der Ben sogleich ein Rätsel entlockt, das er aufgrund seines großen Erfahrungsschatzes und seines verblüffenden Wissens sogar lösen kann: Auf der Rückseite der Unabhängigkeitserklärung soll sich der nächste, der entscheidende Hinweis auf die Lage des Schatzes finden lassen. Nur: Wie kann man an das bestens geschützte und bewachte Papier herankommen? Ian und seine finsteren Männer haben sofort eine durch und durch pragmatische und eigennützige Idee: Man muss die Unabhängigkeitserklärung doch einfach nur stehlen. Ben lehnt diese Lösung kategorisch ab, weil er sich nicht an dem Schatz bereichern will, sondern dessen Entdeckung als seine patriotische Aufgabe ansieht. Mit seiner Opposition bringt er einen bereits länger leise schwelenden Disput zwischen ihm und seinem Finanzier zum Ausbruch. Oder einfacher gesagt: Ian will Ben und Riley kurzerhand beseitigen. In höchster Not können die beiden Freunde die Schießpulverfässer zünden und im allgemeinen Chaos, das bei der Explosion des Schiffes entsteht, fliehen. Ben ist klar: Er muss Ian stoppen. Doch das entpuppt sich als schwieriges Unterfangen, denn bei allen offiziellen Stellen – vom Ministerium für Heimatsicherung bis zum FBI – blitzt er als ausgemachter Spinner ab: Keiner will die verrückte Geschichte vom geplanten Diebstahl der Unabhängigkeitserklärung, geschweige denn eine Legende von einem mythischen Schatz glauben. Auch bei der ebenso gut aussehenden wie intelligenten Dr. Abigail Chase (DIANE KRUGER) vom Bundesarchiv, die unmittelbar für Hege und Pflege der Unabhängigkeitserklärung Sorge trägt, beißen Ben und Riley auf Granit. Aber immerhin hört sie den beiden einigermaßen geduldig zu, bevor sie ihnen die Tür weist. Mit einem Schlag ist Ben klar, was zu tun ist: Er selbst muss die Unabhängigkeitserklärung stehlen, um sie vor Ian zu schützen. Fieberhaft und minuziös bereitet er sich mit Riley auf diese schier unmögliche Aufgabe vor, die während einer Gala im Bundesarchiv wie am Schnürchen abgewickelt werden soll. Zwei Dinge kann Ben nicht vorhersehen: Während er sich, unterstützt von Riley am Computer, als Handwerker in das Bundesarchiv einschleust und anschließend im Smoking unter die Gäste mischt, um dann seinen wagemutigen High-Tech-Plan auszuführen, ist auch Ian mit seiner Bande dabei, seinerseits die Gunst der Stunde zu nutzen und seinen Raubzug durchzuführen. Und Abigail kommt Ben ebenfalls auf die Schliche. So kann Ben die Unabhängigkeitserklärung zwar im letzten Moment vor Ian in Sicherheit bringen und sie aus dem Gebäude schleusen. Direkt vor dem Bundesarchiv wird er jedoch von Abigail und Ians Leuten gestellt: Ian nutzt die allgemeine Verwirrung, Abigail mitsamt der Unabhängigkeitserklärung zu entführen und mit seinem Truck zu fliehen. Aber so leicht geben sich Ben und Riley nicht geschlagen: Sie nehmen die Verfolgung auf und können nach einer halsbrecherischen Hatz wenigstens Abigail aus Ians Händen befreien. Die Unabhängigkeitserklärung bleibt in seinem Besitz. Glaubt er zumindest. Tatsächlich hatte Ben die Geistesgegenwart, dem Widersacher eine billige Replik unterzujubeln. Der Schatzsucher steht kurz vor der Erfüllung seines Lebenstraums. Weil das FBI unter Leitung des gewieften Agenten Sadusky (HARVEY KEITEL) mittlerweile Ben als Dieb der Unabhängigkeitserklärung ausgemacht hat, kann der unmöglich wieder zu sich nach Hause zurückkehren. Er macht das Naheliegendste: Er sucht seinen Vater auf, den er allerdings seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der seine Meinung auch 30 Jahre nach der ersten Auseinandersetzung über den Schatz nicht geändert hat. Streit liegt in der Luft. Natürlich ist auch Abigail nicht begeistert davon, dass sich jemand an dem wertvollsten Papier der amerikanischen Geschichte vergehen will. Aber schließlich überwiegen bei ihr Neugier und Entdeckerlust. Gemeinsam sucht sie mit Ben nach der unsichtbaren Botschaft auf der Rückseite des Dokuments. Sie finden eine Zahlenliste, die wiederum ein einfacher Code ist, der sich anhand einiger Briefe von Benjamin Franklin, geschrieben unter dem Pseudonym „Silence Dogood”, entschlüsseln lässt. Diese befinden sich im Besitz von Bens Vater. Denkt Ben. Tatsächlich hat Daddy sie längst dem Benjamin Franklin Institute in Philadelphia vermacht, weil er alles loswerden wollte, was mit der seiner Meinung nach unsinnigen Suche nach dem Schatz zu tun hat. Unverdrossen machen sich Ben und Riley auf den Weg in die Stadt, in der die Wiege der USA steht. Abigail ist mittlerweile als festes Mitglied der Schatzsucherbande dabei. Sie machen sich keine Sekunde zu früh aus dem Staub, denn nur wenig später steht das FBI vor der Tür von Bens Vater. Mit einem Trick gelingt es Riley, die nötigen Infos im Benjamin Franklin Institute sicherzustellen. Die Message ist simpel: Alle weiteren nötigen Informationen finden sich im Glockenturm, in dem sich einst die Liberty Bell befand. Ben und seine Freunde ahnen nicht, dass auch ihr Widersacher Ian in Philadelphia ist und sich mit seinen Männern auf dem Weg zu dem Glockenturm befindet. Gerade noch kann Ben in einem Versteck eine eigenartige Brillenkonstruktion mit drei Gläsern – von Benjamin Franklin höchstpersönlich entworfen – sicherstellen, als er, Abigail und Riley wieder vor Ians Männern Reißaus nehmen müssen. Diesmal sind sie weniger erfolgreich: Zwar kann Ben seinen Häschern entkommen, doch Abigail und Riley fallen in Ians Hände – und mit ihnen auch die Unabhängigkeitserklärung. Ben vertraut sich dem FBI an, lässt jedoch alle Hoffnung fahren, er könne den Schatz jetzt noch finden. Bis er einen überraschenden Anruf von Ian erhält, der Ben nach New York beordert. Dort soll er mithelfen, die letzten Rätsel zu lösen, die das Vermächtnis der Tempelritter noch bereithält. Das letzte Kapitel der Schatzsuche wird aufgeschlagen ...

Kommentare

(5) soloman_01 vergibt 8 Klammern · 11. Januar 2005
Das stimmt die Handlung war schonmal da aber bei welchem Film ist das anders? Viele Filme haben die gleiche Handlung. Umsetzung war gut Bis auf Syncro von Diane.
(4) ErMi vergibt 6 Klammern · 03. Januar 2005
naja... ich dachte der würde besser ziehen...aber es ist echt "nur" lauer verschwörungskaffee. war alles schon mal da; indianerjones meets 23... kurzweilig, teilweise lustig, aber im ganzen nicht der rede wert...
(3) MatzeMetrix vergibt 5 Klammern · 13. Dezember 2004
Ich fand das meiste der Handlung war aus anderen Filmen zusammengeklaut - und zum Teil auch noch ziemlich schlecht! Ein „es-ging-grad-so“-Film.
(2) FrolicFrog · 06. Dezember 2004
Muss ich mir auch anschauen !
(1) klamm vergibt 9 Klammern · 05. Dezember 2004
War eben drin. Fand den Film echt klasse! Richtig schöne spannende Unterhaltung mit genau der richtigen Portion Action. Diane Kruger ist natürlich auch lecker ^^ und Nicolas Cage war wieder hammer. Nur die Deutsche Syncro von Diane war etwas seltsam.
 

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