Filmkritik - Das Urteil - Jeder ist käuflich (2003)
 
 

Das Urteil - Jeder ist käuflich

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,1)
Original: Runaway Jury
Regie: Gary Fleder
Darsteller: Bruce Davison, Stanley Anderson
Laufzeit: 122min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Drama (USA)
Verleih: 20th Century Fox
Filmstart: 29. April 2004
Bewertung: 8,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Schauplatz New Orleans: Der Ehemann von Celeste Wood, ein zweifacher Familienvater, wird in seinem Büro erschossen, als ein ehemaliger Kollege Amok läuft. Zwei Jahre später strengt die junge Witwe eine Zivilklage gegen den Waffenkonzern an, den sie für den Mord verantwortlich macht. Bei einem Schuldspruch könnte mit dieser Klage auf Schadensersatz ein Präzedenzfall geschaffen werden, der für die Waffenindustrie Milliardenverluste bedeuten würde. Kein Wunder also, dass der Konzern ein elementares Interesse am Prozessausgang hat. Um diesen sicherzustellen, engagiert die Geschäftsführung den brillanten, aber skrupellosen Jury-Berater Rankin Fitch (Gene Hackman), der dem Verteidiger zuarbeiten und den Freispruch der Jury gewährleisten soll. Die Witwe wird von Wendall Rohr (Dustin Hoffman) vertreten, einem höflichen Südstaaten-Anwalt mit moralischen Grundsätzen, der von der Sache seiner Mandantin überzeugt ist und einen fairen Prozess anstrebt. In einer Hightech-Kommandozentrale in einem alten Warenhaus im Französischen Viertel arbeiten Fitch und sein Team Tag und Nacht an der Überwachung und Beurteilung der potenziellen Geschworenen. Fitch weiß alles über ihr Leben und manipuliert taktisch das Auswahlverfahren der Kandidaten. Das einzig akzeptable Ergebnis für ihn ist die Zusammensetzung der „perfekten“ Jury, die zugunsten seines Auftraggebers abstimmen wird – und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Doch weder Fitch noch Rohr ahnen zunächst, dass sie nicht die einzigen sind, die die Jury für sich zu gewinnen versuchen. Nick Easter (John Cusack), der Geschworene Nummer neun, scheint ganz eigene Pläne zu verfolgen und manipuliert seine Kollegen nach Kräften. Dabei hilft ihm außerhalb des Gerichts eine geheimnisvolle junge Frau, Marlee (Rachel Weisz). Sie nimmt sowohl mit Rohr als auch mit Fitch Kontakt auf, um beiden das gekaufte Votum der Jury anzubieten, einen Freispruch oder einen Schuldspruch. Und sie will sich das Urteil teuer bezahlen lassen. Während der Fall vor Gericht verhandelt wird, beginnt ein gefährliches Pokern um Millionensummen. Jeder will gewinnen, und so werden auch Rohrs moralische Grundsätze auf den Prüfstand gestellt, während Fitch bereit ist, die Grenze zwischen der Auswahl und dem Kauf einer Jury endgültig zu überschreiten – egal, wer dabei zu Schaden kommt.

Kommentare

(1) kahles vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
Klasse Thriller. Einer der Besten des Genres. Story und Schauspieler top.
 

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