Filmkritik - Das kurze Leben des Jose Antonio Gutierrez (2006)
 
 

Das kurze Leben des Jose Antonio Gutierrez

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,4)
Regie: Heidi Specogna
Darsteller: ?????
Laufzeit: 93min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Verleih: Peripher
Filmstart: 07. Dezember 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
José Antonio Gutierrez war einer von 300.000 Soldaten, die die US-Armee in den Irak-Krieg geschickt hat. Wenige Stunden nach Kriegsbeginn ist sein Foto um die Welt gegangen: Er war der erste tote Soldat auf amerika- nischer Seite, der in diesem Krieg im Gefecht gefallen ist. Gekämpft hat er als sogenannter Greencard-Soldier - einer von etwa 32.000, die in der US- Armee für ein fremdes Vaterland kämpfen. Der Film erzählt die bewegende und fast unglaubliche Geschichte eines ehemaligen Strassenkindes aus Guatemala, das sich auf die weite Reise immer nordwärts machte – voller Sehnsucht und Hoffnung nach einer Zukunft – und schliesslich weitab von seiner Heimat als amerikanischer Held gestorben ist. Auf der Suche nach den Bildern und Geschichten dieses Lebens begibt sich der Film auf José Antonios Odyssee – von Guatemala über Mexiko in die USA. Die Erzähler dieses Films sind die Menschen, die ihn gekannt haben: seine Freunde von der Strasse, die Sozialarbeiter im Waisenhaus, seine Schwester, die amerikanische Pflegefamilie, schliesslich die Kameraden bei den US-Marines im Camp Pendleton. Die Erzähler im Film sind aber auch jene Menschen, die sich tagtäglich dem endlosen Strom der Emigranten anschliessen, mit nichts anderem im Gepäck, als ihrer Arbeitskraft und der Bereitschaft, für ein kleine Chance auf Zukunft ihrer Heimat und Familie für immer den Rücken zu kehren. José Antonio Gutierrez Geschichte ist nicht die eines Abenteuers. Es ist die Geschichte vom Versuch zu überleben – auf beiden Seiten dieser Welt.

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