Filmkritik - Das hässliche Entlein & ich! (2006)
 
 

Das hässliche Entlein & ich!

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (5,6)
Original: The Ugly Duckling and Me!
Regie: Karsten Kiilerich, Michael Hegner
Laufzeit: 89min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Animation (Dänemark)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Filmstart: 21. Dezember 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Unsere Geschichte beginnt irgendwo in der großen Stadt: Die Ratte Ratso hat Ambitionen im Showgeschäft – ihr neuester Star heißt Wesley, „der längste Wurm der Welt“. Doch die Show mit Wesley ist wie üblich ein Flop und Wesley droht, sich einen anderen Manager zu suchen. Allerdings bleibt ihm dazu keine Zeit, denn eine Rattenbande unter Führung der rabiaten Phyllis ist hinter Ratso her. Es gelingt ihm gerade noch, Wesley in eine Streichholzschachtel zu stecken. Dann fliehen beide auf dem Dach einer Eisenbahn aufs Land. Aber Phyllis bleibt ihnen auf den Fersen und droht: „Du gehörst mir, Ratso. Und ich werde dich finden – koste es, was es wolle!“ Ratso wird vom Zug geschleudert und landet auf einem Bauernhof, wo er als Eierdieb verdächtigt wird, denn die Enten-Bürgermeisterin Esmeralda glaubt ihm kein Wort, als er flunkert, er sei der Vater des so eben schlüpfenden, sehr hässlichen Kükens „Ugly“. Aber die Hühner und die Ente Daphne haben Mitleid mit Ratso und stimmen Esmeralda um: Ratso darf bleiben. Ratso hat allerdings keine Lust, weiter den Vater zu spielen, doch jetzt wird er von Esmeralda in die Pflicht genommen: Er muss Ugly aufziehen. Ratso fügt sich widerwillig, gräbt aber heimlich einen Fluchttunnel. Denn er träumt weiterhin davon, seinen Cousin Ernie auf dem Jahrmarkt zu finden und eine große Show aufzuziehen. Dass der kleine Ugly sich vernachlässigt fühlt, will er nicht begreifen. Endlich beginnt der Pflegevater aber doch, seinem Schutzbefohlenen Gutenacht-Geschichten zu erzählen. Der Haufen Erde, den Ratso nach und nach aus dem Tunnel holt, lässt sich nicht länger verheimlichen, und deswegen behauptet Ratso, Ugly wolle auf dieser „Bühne“ zum Dank für die Gastfreundschaft auftreten und eine Show präsentieren. Während Ugly wie versteinert auf der Bühne steht und ausgebuht wird, nutzt Ratso die Gelegenheit zur Flucht. Als Wesley der Wurm den ausgebuhten Ugly als „das hässlichste Entlein der Welt“ bezeichnet, überlegt Ratso blitzschnell: Das ist seine neue Jahrmarktsattraktion! Er feuert Wesley und macht sich auf den Weg zum Jahrmarkt – mit seinem neuen Star Ugly. Der Weg ist weit und beschwerlich, und nicht nur Phyllis ist Ratso immer noch auf den Fersen, auch neue Gefahren drohen in der Gestalt wilder Tiere: Ugly jagt einem Fuchs das verletzte Gänsemädchen Jessie ab, was die beiden Retter selbst in eine lebensbedrohliche Situation bringt. Nur Ratsos Improvisationstalent kann im letzten Moment das Schlimmste verhindern. Ratso und Ugly finden in einem Autowrack Unterschlupf für die Nacht. Der Pflegevater versucht, den ungestümen Ugly ein paar Lebensweisheiten zu vermitteln, die Ugly mit den Worten quittiert: „Ich kann es gar nicht erwarten, erwachsen zu werden!“ Er muss nicht lange warten… Als Ratso am nächsten Morgen aufwacht, steht er einem plötzlich in die Höhe geschossenen Entlein gegenüber, das sofort alle unterträglichen Eigenschaften eines Teenagers an den Tag legt und ihn mittlerweile um einen Kopf überragt. Ugly verhindert, dass Ratso Jessie fortschickt, denn die beiden „flügge“ gewordenen Teenager sind inzwischen bis über beide Ohren verliebt. Als Ugly im Fluss von einem riesigen Hecht angegriffen wird, rettet Ugly seinem Vater das Leben, weil der Hecht vor dem hässlichen Entlein zurückschreckt. Jessie aber bewundert Ugly nun umso mehr, weil er erst sie und jetzt auch Ratso unerschrocken verteidigt hat. Jessie bittet Ugly, für sie zu tanzen. Zögernd lässt er sich überreden, doch die Vorstellung wirkt derart peinlich, dass Jessie laut loslacht. Ugly ist schwer beleidigt. Es kommt zum handfesten Streit des Liebespärchens, was Ratso insgeheim freut. Als die drei den Jahrmarkt erreichen, stellt sich heraus, dass Ratsos Cousin Ernie ein furchterregender Kater ist, der sofort Jagd auf die Ratten macht – denn auch Phyllis taucht plötzlich auf und gerät als Erste in Ernies Visier. Nach einer wilden Verfolgung durch die Geisterbahn erwischt Ernie Ratso und hat ihn auch schon halb verschlungen, als Ugly zu Hilfe eilt und „Ratso!“ schreit. Ernie stutzt: „Ratso, mein Vetter Ratso?“ Ratso ist gerettet. Ernies Geschäfte – er ist Bauchredner (mit einer Enten-Handpuppe) – gehen nicht besonders gut. Er ist froh, dass Ratso eine neue Show anbieten kann: Ugly. Jessie will Uglys „Karriere“ verhindern, doch der hat volles Vertrauen in seinen Pflegevater und willigt ein. In diesem Moment bekommt allerdings Ratso selbst Gewissensbisse, denn er will Ugly ja als Monster zur Schau stellen. Trotzdem tritt Ugly auf. Die Show ist eine Katastrophe. Plötzlich kommt Phyllis auf dem Rücken einer Möwe angeflogen und kidnappt Ugly vor dem versammelten Publikum, dass begeistert applaudiert. Ratso hat nach wie vor ein schlechtes Gewissen und will Ugly helfen – genau darauf spekuliert Phyllis, die ihre Geisel zurück auf den Bauernhof gebracht hat. Die Rattenchefin übernimmt das Kommando im Entengehege und nimmt alle Bewohner gefangen. Ugly wird eingesperrt. Endlich erkennt der unglückliche Ugly, dass sein Pflegevater ihn nur ausnutzen wollte. Er glaubt deswegen nicht, dass Ratso ihm zu Hilfe kommen wird, wie Phyllis es erwartet. Doch Ratso taucht tatsächlich auf, von ehrlichen Vatergefühlen getrieben: Der Showdown kann beginnen. Erst scheint Ratso mit Cousin Ernies Hilfe die Oberhand zu behalten, aber dann wendet sich das Blatt: Phyllis, die ihre gesamte Rattenmeute zusammen-getrommelt hat, bleibt Siegerin. Am nächsten Tag führt Phyllis Ratso – nein, nicht zum Schafott, sondern zum Traualtar! Doch aus der Hochzeit wird nichts, denn Ratso hat einen Sohn, auf den er in jeder Lebenslage zählen kann. Und dieser Sohn hat sich inzwischen in einen bildschönen Vogel verwandelt. Mein lieber Schwan!

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