Filmkritik - Chamber Music (1990)
 
 

Chamber Music

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,6)
Regie: ?????
Darsteller: ?????
Laufzeit: 58min
FSK: ???
Genre: Musik
Filmstart: 01. Januar 1990
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Im späten 18. Jahrhundert wurde es im deutschsprachigen Raum bei den Hocharistokraten Mode, sich ein spezielles kleines Bläserensemble zur Unterhaltung an der Tafel zu halten. Trendsetter dieser sogenannten Harmoniemusiken - sie bestanden in der Regel aus Blasinstrumenten, die im Orchester gewöhnlich die Streichinstrumente harmonisch ergänzten - war Kaiser Joseph II. in Wien. Das Bläseroktett in Es-Dur, op. 103 enstand 1792/93. Beethoven stand in höfischen Diensten - wie schon zuvor Vater und Großvater. Das Werk spiegelt den Umbruch seiner Zeit wider: zum einen lehnt es sich an die Traditionen des höfisch-aristokratischen ancien régime an, zum anderen erkennt man auch deutlich den Demokraten Beethoven. Dvoraks Bläserserenade op. 44 entstand fast 100 Jahre später, atmet jedoch den gleichen Geist. Als glühender Verehrer Mozarts greift Dvorak die Tradition der Harmoniemusiken auf und belebt sie mit den musikalischen Ideen des 19. Jahrhunderts. Die Philharmonischen Bläser, Mitglieder der Berliner Philharmoniker, präsentieren in gewohnt souveräner Art und Weise diese beiden Kammermusiken vor dem frederizianischen Rokoko-Hintergrund des Jaspissaals, dem großen Festsaal in der Mitte der Neuen Kammern, Sanssouci.

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