Filmkritik - Bordertown (2006)
 
 

Bordertown

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,1)
Regie: Gregory Nava
Darsteller: Irineo Alvarez, Jorge Urzua
Laufzeit: 112min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Drama, Krimi (Großbritannien, USA)
Verleih: Falcom Media
Filmstart: 22. Februar 2007
Bewertung: 1,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Im mexikanischen Juárez herrscht die nackte Angst. Hunderte von Frauen sind im Laufe der letzten Jahre vergewaltigt und ermordet worden. Fast alle arbeiteten in den Maquiladoras, den Grenzfabriken, die zu katastrophalen Arbeitsbedingungen und Hungerlöhnen für die USA produzieren. Als die 16-jährige Eva aus Oaxaca eines Nachts nach ihrer Schicht mit dem Bus nach Hause fährt, lockt sie der Fahrer in eine Falle und fällt brutal über sie her. Eva versucht zwar zu fliehen, doch plötzlich taucht ein zweiter Kerl mit einer auffälligen Gesichtsnarbe auf. Beide vergewaltigen das junge Mädchen, würgen es und vergraben es an Ort und Stelle in der Wüste, als sie die Gequälte für tot halten. Doch Eva lebt! Zerschunden und blutend gelingt es ihr, sich aus ihrem Geröllgrab zu befreien. Schwer verletzt irrt sie herum, findet schließlich mit letzter Kraft nach Hause. Die entsetzte Mutter und Eva sind voller Panik: Was, wenn die Killer zurückkommen? Sie beschließen zu handeln, doch wen sollen sie um Hilfe bitten? Zur korrupten Polizei können sie nicht gehen. Deshalb suchen sie die örtliche Zeitung auf, die mit ihren kritischen Artikeln das Vertrauen der armen Bevölkerungsschicht genießt… Zur selben Zeit kommt Lauren Adrian (Jennifer Lopez) nach Juárez, eine Top-Journalistin des Chicago Sentinel, die einen Artikel über die Frauenmorde in dem Grenzort schreiben soll. Sie besucht ihren ehemaligen Kollegen Diaz (Antonio Banderas), der mittlerweile die Tageszeitung von Juárez leitet. Als Eva und ihre Mutter dort auftauchen und die vergangenen Ereignisse schildern, wittert Lauren die Chance ihres Lebens: Das könnte die heißeste Geschichte des Jahres werden! Denn Eva ist die einzige Frau, die so einen Überfall überlebt hat und die Täter identifizieren könnte. Diaz, obwohl ein engagierter Journalist, möchte mit der ganzen Sache nichts zu tun haben. Er ahnt, wie gefährlich es ist, dem Mädchen zu helfen. Dennoch gelingt es Lauren, ihn zu überzeugen. Nur so könne man Evas Schicksal und die krassen Missstände in der Grenzstadt an die Öffentlichkeit bringen. Während sie Eva verstecken und versuchen, ihre Peiniger zu identifizieren, stoßen die Journalisten auf unfassbare Zustände – beiderseits der Grenze. Ein Geflecht aus Vertuschung, Korruption und Mord. Die Situation spitzt sich zu, als die örtliche Polizei Diaz zur Befragung mitnimmt. Lauren bleibt mit Eva allein zurück. Je mehr sie sich mit dem Schicksal der 16-Jährigen und ihren Leidensgenossinnen auseinandersetzt, umso sicherer ist sie, das sie richtig handelt. Sie will ihre Story für den Sentinel mit der Entlarvung und Verurteilung der Täter krönen. Dafür lässt sich Lauren inkognito bei einer der Grenzfabriken einschleusen. Ein lebensgefährliches Unterfangen! Laurens Falle, die sie gemeinsam mit Diaz vorbereitet hat, schnappt zwar zu, doch um ein Haar wird sie getötet, als sie denselben Männern wie Eva in die Hände fällt. Lediglich der Busfahrer kann verhaftet werden, das Narbengesicht entkommt. Aber was noch viel entsetzlicher ist: Bei ihrer Flucht vor den Tätern stößt Lauren auf ein Massengrab grausam zugerichteter Frauenleichen. Lauren ist schockiert und umso entschlossener, den vernarbten Unbekannten zu finden. Mit journalistischem Gespür gelingt es ihr tatsächlich, die Identität des zweiten Mannes zu lüften: Es ist Aris, Sohn einer der reichsten Familien in Juárez, der tatsächlich von Polizei und Behörden geschützt wird. Das macht es nahezu unmöglich, ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen… Eva gerät in Panik. Sie fürchtet um ihr Leben und glaubt nicht länger daran, dass Lauren sie schützen kann. Der Teufel, wie sie Aris nennt, werde sie holen. Hals über Kopf rennt sie weg, um illegal in die USA zu gelangen. Als Diaz dann auch noch einem Mordanschlag zum Opfer fällt, weiß die verzweifelte Lauren nicht mehr weiter. Alle raten ihr, die Grenzstadt schnellstmöglich zu verlassen, wenn sie überleben will. Doch Lauren bleibt. Sie hofft, dass sie Eva in den Slums von Juárez findet, nicht ahnend, dass sich Aris längst an ihre eigenen Fersen geheftet hat.Er lauert Lauren in dem Armenviertel auf, just in dem Moment, als ein Feuer ausbricht. Rasend schnell greifen die Flammen um sich und verwandeln die Slums in eine Hölle, aus der es kaum noch ein Entrinnen gibt. Lauren wehrt sich mit aller Kraft, doch sie ist zu schwach. Der Killer drückt ihr gnadenlos die Luft ab. Als sie das Bewusstsein verliert, taucht plötzlich eine Gestalt auf, die mit einem brennenden Holzstück wie wild auf Aris einschlägt. Eva, die von der Grenzpolizei erwischt wurde, ist nach Hause zurückgekehrt, tötet ihren Peiniger und rettet Lauren so das Leben. Bei Sonnenaufgang sitzen die beiden Frauen am Rand der Slums und starren auf die qualmenden Ruinen. Sie haben diesen Kampf gewonnen, doch die Morde in Juárez gehen weiter, weil man die schutzlosen Fabrikarbeiterinnen dort wie Freiwild behandelt. Eva und Lauren beschließen, weiter gegen die Korruption vorzugehen, und dem niederträchtigen Morden, dem im Grenzgebiet täglich Frauen zum Opfer fallen, ein Ende zu bereiten…

Kommentare

(1) k160549 vergibt 1 Klammer · 14. März 2007
Gäähhn, Tschäiloh gegen den Rest der Welt. Hab tapfer durchgehalten, aber bis zum Ende hab ich es nicht geschafft... Absolut Langweilig!
 

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