Filmkritik - Bombón - Eine Geschichte aus Patagonien (0)
 
 

Bombón - Eine Geschichte aus Patagonien

Original: Bombón
Regie: Carlos Sorin
Darsteller: Claudina Fazzini, Mariela Diaz
Laufzeit: 97min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: ?????
Verleih: Alamode Film
Filmstart: 04. August 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Juan Villegas, 52 Jahre alt, hat die letzten zwanzig Jahre seines Lebens an einer Tankstelle gearbeitet, die irgendwo in Patagonien an einer abgelegenen Straße zu finden ist. Doch dann wurde die Tankstelle verkauft, und die neuen Besitzer haben Modernisierung im Sinn. Juan wird zusammen mit den anderen Angestellten entlassen. Solange er nun auf Arbeitssuche ist, will er sich mit einer alten Leidenschaft über Wasser zu halten: er stellt Messer mit kunstvoll geschnitzten Griffen her. Das will allerdings nicht so recht gelingen. Weder findet er Arbeit, noch bringt er seine Messer an den Mann. Er erlebt das Drama der Arbeitslosigkeit von der tragischsten Seite, denn allmählich wird ihm klar, dass man ihn, bei seinem Alter und ohne jede fachliche Qualifikation, aufs Abstellgleis gestellt hat. Doch dann führt ihn der Zufall dazu, auf einem abgelegenen Landgut eine kleine Reparaturarbeit an einem alten Auto zu verrichten. Die Gutsbesitzerin, ebenfalls eine schon betagte Dame, will den Wagen ihres verstorbenen Gatten verkaufen, da auch sie in finanziellen Nöten steckt. Als Juan mit der Reparatur fertig ist, bietet sie ihm zum Lohn einen Hund an - und zwar keineswegs einen gewöhnlichen Hund, vielmehr ein Prachtexemplar von einer Dogge, das sich ihr Mann einst in der Absicht zugelegt hatte, eine Zucht aufzubauen. Juan will ablehnen und gibt zu bedenken, dass er keine Arbeit hat und dass ein Hund dieser Größenordnung ja wohl mehr Nahrung brauche als er selbst. Die Witwe beharrt jedoch darauf, wie wertvoll das Tier sei, und überdies genau die richtige Gesellschaft für jemanden, der wie Juan alleinstehend ist. So gelingt es ihr schließlich, ihn zu überzeugen. Und von da an beginnt sich Juans Schicksal zu wenden. Der fraglos höchst beeindruckende Vierbeiner erntet von allen Seiten Lob und Bewunderung, was Juan eine gewisse Genugtuung verschafft, glaubt er doch zu spüren, dass ein Teil dieser Bewunderung auch ihm als dem rechtmäßigen Herrchen gilt. Dank "Bombón", so der Name des Hundes, bekommt er vorübergehend einen Job als Wachmann auf einer Schafschurstation, und als er wenig später auf der Bank seinen bescheidenen Lohn abholen will, führt ihn der Direktor, eine wahrer Doggenfanatiker, gar in sein privates Arbeitszimmer. Juan begreift, dass Bombón seine Zukunft ist und kontaktiert Walter, einen noch größeren Hundenarren, der in seiner Freizeit Hunde für Schauveranstaltungen abrichtet. Walter ist überzeugt davon, dass Bombón bei den Preisverleihungen mächtig abräumen wird. Also schlägt er eine Vereinbarung vor: beide sollten sie zu gleichen Teilen an den vorhersehbaren Preisgeldern beteiligt sein, welche die Dogge dank seiner Mühen zweifellos bald einbringen wird. Auf diese Weise beginnt nun eine lange Zeit der Ausbildung, und zwar nicht nur für Bombón, sondern auch für Juan. Walter beteuert, dass Juan nicht länger arbeitslos bleiben wird, sondern sich in einen Profi des Hundeschaubetriebs verwandeln wird. Bei der ersten Schau läuft alles bestens und der Hund gewinnt einen respektablen dritten Platz. Lautstark wird dies in einem libanesischen Restaurant gefeiert, wo Juan eine arabische Sängerin kennen lernt, von der er sich angezogen fühlt. Der Hund, die Sängerin... - Juan fühlt sich fast wie im siebten Himmel. Bald muss er jedoch feststellen, dass die Instinkte manchmal üble Streiche spielen können...

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