Filmkritik - Battle in Heaven (2005)
 
 

Battle in Heaven

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (4,8)
Original: Batalla en el cielo
Regie: Carlos Reygadas
Darsteller: Marcos Hernandez, Anapola Mushkadiz
Laufzeit: 94min
FSK: ab 18 Jahren
Genre: Drama (Belgien, Deutschland, Frankreich, Mexiko)
Verleih: Neue Visionen Filmverleih
Filmstart: 20. Juli 2006
Bewertung: 1,7 (3 Kommentare, 3 Votes)
Mit seinem zweiten Spielfi lm bestätigt Carlos Reygadas seinen Status, einer der provokativsten und gleichzeitig intellektuellsten Filmemacher seiner Generation zu sein. Die neue Welle an talentierten Filmemachern aus Latein- und Südamerika, wie Walter Salles, Alfonso Cuarón, Alejandro Gonzáles Iñárritu und Fernando Meirelles nahm nicht nur seriöse Kritiker für sich ein, sondern hat auch beim Publikun eine nicht unbeachtliche Aufmerksamkeit erreicht. Andere, wie Carlos Reygadas und Lucretia Martel, haben einen sehr naturalistischen und subjektiven Stil und erzählen ihre Geschichten in elliptischen Strukturen unter Verwendung metaphysischer Themen, mit denen sie ihre Zuschauer nicht nur begeistern sondern auch herausfordern. Carlos Reygadas, der eine erfolgversprechende Karriere als Völkerrechtler aufgab, um sich dem Filmemachen zuzuwenden, widmet sich in seinem neuen Film «Battle in Heaven» einem ähnlichen Thema wie in «Japón», erweitert dieses aber um eine soziologische und religiöse Dimension. Die Geschichte spielt in Mexiko-Stadt. Marcos arbeitet als Chauffeur eines hohen Armeegenerals. Zu seinen Pfl ichten gehört neben dem Fahrdienst auch die Überwachung der täglichen Flaggenzeremonie. Mit seiner Frau und seinem Sohn lebt er in einem kleinen Haus am Rande der riesigen Stadt. Sie sind nicht reich, aber auch nicht arm. Doch um schnell an Geld zu kommen, haben Marcos und seine Frau ein Baby entführt. Als das Kind in ihrer Obhut stirbt, ist die Entführung gescheitert, da sie der Mutter kein Lebenszeichen ihres entführten Kindes mehr schicken können. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie die Polizei einschaltet. Der einzigen Person, der Marcos von der Erführung und dem Tod des Kindes erzählt ist Anna, die Tochter des Generals, für den er arbeitet. Gelangweilt von ihrem Leben als Angehörige der Oberschicht, führt Anna ein Zweitleben als Prostituierte in einem exklusiven Bordell, von dem nur Marcos weiß. Durch sein Geständnis verändert sich die Beziehung zwischen den beiden. Sie fordert ihn zwar auf, sich der Polizei zu stellen, schläft aber auch mit ihm und versucht, ihn zu kontrollieren. Als Marcos seiner Frau ankündigt, daß er sich der Polizei stellen wird, verlangt sie von ihm, seine Schuld doch mit einem Pilgermarsch zur Jungfrau von Guadalupe zu sühnen und damit Vergebung zu erlangen. Für sie ein leeres Ritual, wird es für Marcos zu einem echten Bußgang. Es ist sein letzter Weg, den er zu gehen hat und an dessen Ende er sein Schicksal treffen wird.

Kommentare

(3) verhoeven vergibt 1 Klammer · 13. August 2006
Das Filmplakat mag einige Männer ins Kino locken. Aber Langeweile ist vorprogrammiert.
(2) whoknows vergibt 1 Klammer · 11. August 2006
der film is einfach nur schlecht...sorry
(1) Ixperte vergibt 3 Klammern · 25. Juli 2006
trotz einer gutaussehenden hauptdarstellerin ist die geschichte doch eher platt und langweilig. spart euch das geld.
 

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