Filmkritik - Basic (2003)
 
 

Basic

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,5)
Regie: John McTiernan
Darsteller: Giovanni Ribisi, Samuel L. Jackson
Laufzeit: 94min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Thriller, Action, Krieg (USA)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 11. September 2003
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Panama, 1999. Vor wenigen Stunden noch fegte Hurrikan Beth über den Regenwald, jetzt kreist ein amerikanischer Militärhubschrauber über dem undurchdringlichen Blätterteppich. Hochkonzentriert sucht die Besatzung nach Lücken im satten Grün, nach Spuren von Sergeant West (SAMUEL L. Jackson) und seinem Trupp von sechs Männern, die von einem Trainingseinsatz im Dschungel nicht zurückgekehrt sind. Sieben Stunden nach dem letzten Lebenszeichen bietet sich den Männern im Hubschrauber ein Bild des Schreckens, erkennen sie am Boden zwei flüchtende Soldaten, die von einem Dritten verfolgt werden. Schüsse fallen, Stimmen überschlagen sich, dann werden die drei vermissten Soldaten geborgen. Für einen von ihnen jedoch kommt jede Hilfe zu spät. Zurück in Fort Clayton, einer Militärbasis in der Nähe des Panamakanals, herrscht Ratlosigkeit. Weder der schwer verwundete Kendall (GIOVANNI RIBISI), Sohn eines einflussreichen, hohen Offiziers, noch der fast unversehrt gebliebene Dunbar (BRIAN VAN HOLT) wollen sich von Captain Julia Osborne (CONNIE NIELSEN), der Leiterin der Militärpolizei, verhören lassen. Weil sich Dunbar nur einem Ranger, Mitglied der Special Forces wie er selbst, anvertrauen will, ruft Colonel Styles (TIM DALY) seinen alten Freund und Ex-Ranger TOM HARDY (JOHN TRAVOLTA) zu Hilfe, der bis vor kurzem noch in Panama City für die amerikanische Drogenbebörde D.E.A. im Einsatz war. Als Hardy in Fort Clayton eintrifft, begegnet Osborne dem Mann, gegen den die D.E.A. gerade wegen eines Bestechungsvorwurfs ermittelt, mit einer Mischung aus Skepsis und Konfrontationslust. Der disziplinierten Militärpolizistin missfällt Hardys unkonventionelles Auftreten und seine offensichtlichen Ressentiments gegen den unerbittlich harten, sadistischen Schleifer West, unter dem auch der Ex-Ranger vor vielen Jahren zu leiden hatte. Doch im Gespräch mit Dunbar beweist der Verhörspezialist aus Panama City seine Qualitäten. Binnen weniger Minuten hat Hardy Dunbars Barriere des Schweigens durchbrochen. Die Zeit drängt, denn noch immer sind West und drei seiner Soldaten im Regenwald spurlos verschwunden und mit jeder verlorenen Stunde schwindet die Chance, einen von ihnen noch lebend aufzufinden. Dunbar erzählt, wie West seine Männer mit kompromissloser Strenge und ständigen Beschimpfungen quälte, bis die Grenze zwischen hartem Ausbilder und tyrannischem Sadisten verschwomm. Obwohl der Hurrikan tobte und es wie aus Eimern schüttete, trieb der Sergeant seine Truppe zu einer Übung in den Regenwald und dabei vor allem Pike (TAYE DIGGS) mit verbalen Demütigungen bis an die Toleranzgrenze. Als die Abteilung völlig erschöpft auf die Basis zurückkehrte, ließ West nicht locker, suchte sich sechs arme Teufel heraus, die mit ihm zu einer weiteren Übung in die grüne Hölle mussten. Zu einem völlig unnötigen, riskanten Einsatz, der West, Pike, Nunez (ROSELYN SANCHEZ), Mueller (DASH MIHOK) und Castro (CHRISTIÁN DE LA FUENTE) offensichtlich das Leben kostete. Dunbar spricht von Mord und vom Sturm, der die Leichen der Männer davongetragen haben soll. Zur Überprüfung dieser Aussage suchen Osborne und Hardy den verwundeten Kendall auf, der das Militär verabscheut und nach Fort Clayton zwangsversetzt wurde. Unter Druck gesetzt, bestätigt Kendall, dass keiner der Männer überlebt hat, weicht aber im Detail von Dunbars Version deutlich ab. Im Hubschrauber habe West Kendall zu verstehen gegeben, dass er einer der tragischen Trainingsunfälle werden könnte, die sich bei einer solchen Ausbildung nicht vermeiden ließen. Bei miserabler Sicht, durchnässt vom Regen, den der Sturm allen ins Gesicht peitschte, hätten sie in Zweierteams den Dschungel durchkämmt, auf Pappkameraden geschossen und nach einer Explosion die Leiche Wests aufgefunden. Im gemeinsamen Unterschlupf, einer Holzbarracke, hätte schließlich Pike gestanden, West mit einer Granate getötet zu haben. Pike habe auch Mueller loswerden wollen, der ihn als Mörder nach Fort Clayton zurückbringen wollte. Am nächsten Morgen hätte sich die angespannte Atmosphäre nach einem Reflex Castros in einer Schießerei entladen, hätte Dunbar schließlich Castro erschossen und wäre mit Kendall vor einem Amok laufenden Mueller in den Dschungel geflüchtet. Für Hardy bestätigt sich, was er schon nach dem ersten Verhör vermutete. „Dunbar ist unser Mann“ sagt er triumphierend zu Osborne. Doch die erfahrene Polizistin bleibt skeptisch und gegenüber dem schwitzenden Kendall misstrauisch. Die Suche nach der Wahrheit heizt die Stimmung jetzt explosiv auf. Dunbar attackiert Hardy, wird aber von Osborne schlagkräftig ruhig gestellt. Hardy wiederum beschimpft Colonel Styles, weil er die Selbstherrlichkeit Wests zu lange tolerierte. Und Osborne streitet sich mit ihrem Koermittler, weil ihre Persönlichkeiten und Methoden weiterhin unvereinbar scheinen. Dunbars neue Aussage zeigt die Ereignisse in einem völlig anderen Licht. Mueller handelte auf der Basis mit Drogen, die jemand aus dem Hospital für ihn zusammenmixte. Und Kendall wusste davon. Laut Pike habe Mueller West mit einer Granate aus dem Weg geschafft, nachdem der Sergeant von den Drogengeschäften erfahren habe. Weil man aber bei Mueller keine Granate fand, sei Pike als Hauptverdächtiger von den anderen gefesselt und von Mueller am nächsten Morgen im Streit erschossen worden. Dann seien im Chaos der Situation weitere Schüsse gefallen, habe Mueller Dunbar und Kendall als lästige Zeugen schließlich in den Dschungel verfolgt. Warum aber, fragen sich Osborne und Hardy, sollte Mueller mit Pike ausgerechnet den Mann töten, dem er die Ermordung Wests problemlos hätte anhängen können? Immer undurchschaubarer werden die Zusammenhänge, tauchen mit jeder Antwort neue Fragen auf. Als Pete Vilmer (HARRY CONNICK JR.), der Mann, den Dunbar als Drogenlieferant für Mueller und Kendall beschuldigte, im Verhör schweigt, lässt nun auch Osborne entnervt die Vorschriften hinter sich, zieht Vilmer ein Telefonbuch über den Kopf und bekommt so eine Bestätigung von Dunbars Aussage. Nach den zermürbenden Stunden zeigt sich Hardy mit dem Ergebnis zufrieden, doch seine Kollegin hat immer noch Zweifel, hält Kendall für den Schlüssel, die mysteriösen Ereignisse klären zu können. Doch als das Duo den schwer verletzten Soldaten nochmals befragen will, spuckt Kendall Blut, malt mit letzter Kraft eine Acht auf Osbornes Hand und stirbt. Als Styles davon erfährt, bricht er wütend die Untersuchung ab, spürt Kendalls mächtigen Vater schon jetzt in seinem Nacken. Osborne aber will der Sache auf den Grund gehen – ungeachtet aller Konsequenzen. Nun überschlagen sich die Ereignisse, fliegen Tarnungen und Lügen auf. Enthüllt wird, dass West die Männer einer verdeckt operierenden Spezialeinheit namens „Section 8“ trainierte und sowohl Hardy wie auch Styles davon wussten. Pete Vilmer zündet die nächste Bombe: der Mann, den Osborne und Hardy als Dunbar befragten, ist in Wirklichkeit Pike. Und West wurde getötet, weil er dahinter gekommen war, dass von der Basis aus in großem Stil Drogen über militärische Vertriebskanäle verkauft wurden. Damit aber endet diese unglaubliche Geschichte noch längst nicht. Ihre größten Überraschungen verrät sie erst, als Osborne und Hardy noch weiter in das Labyrinth aus Täuschungen und falschen Fährten vordringen und dabei auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen...

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