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Filmkritik - Atomic Hero (1985)
 
 

Atomic Hero

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,2)
Original: The Toxic Avenger
Regie: Michael Herz, Lloyd Kaufman
Darsteller: Andree Maranda, Michell Cohen
Laufzeit: 87min
FSK: ab 18 Jahren
Genre: Action, Horror, Komödie (USA)
Filmstart: 14. Mai 1987
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
1999 feierte Troma Productions sein Jubiläum. Wie hat die Schund-Fabrik das nur geschafft? Undergroundkino, so kann man die Filme aus der Troma-Schmiede wohl bezeichnen, das einzige wirklich anerkannte Werk ist die atmosphärische Vampir-Komödie "Def by Temptation". Und dann gibt es da noch die kleinen Klassiker aus der Troma-Werkstatt: "Class of Nukem High" wäre da wichtig oder "Tromeo and Juliet". Und natürlich der Film, der es Troma überhaupt ermöglichte, über die Grenzen Kaliforniens hinaus bekannt zu werden, "The Toxic Avenger". Vordergründig ist der Film ein miserables kleines Splatter-Movie ohne Sinn und Verstand, das zum Brechen reizt, nicht nur weil die Effekte extrem deftig sind, sondern auch weil die Gewalttätigkeiten, die hier verübt werden, menschenverachtend sind. Doch darauf kann man den Film bei weitem nicht reduzieren, denn das existiert nur an der Oberfläche. Und wenn man den Film versteht wie er gemeint ist, dann ist das eigentlich mehr als akzeptabel. "The Toxic Avenger" ist eigentlich eine deftige 80er Jahre Satire, die für Menschlichkeit wirbt, jedoch auch sagt, dass man die Bösen gnadenlos bestrafen muss - also Pro-Selbstjustiz. Im Mittelpunkt steht das kleine, am Rande von New York, der Stadt der Kultur und der Bildung, gelegene Städtchen Tromaville. Hier ist die Verbrechens- und Gewaltrate so hoch wie fast nirgends, was daraus resultiert, dass fast die gesamte Polizei von dem mit der Mafia sympathisierenden Bürgermeister Belgoody (Pat Ryan) geschmiert wird. Den Polizeichef hat Belgoody so unter der Knute, dass dieser vor ihm salutiert, den rechten Arm hebt und ihn "mein Führer" nennt. Die Bevölkerung interessiert dies alles wenig. Jeder ist sich selbst der Nächste und alle wollen Spaß haben. Die Jugend trifft sich im Tromaville-Health-Center, einem Fitnessclub, der den örtlichen Dealern zum verticken ihrer Drogen gerade angenehm genug ist. Dort trainieren auch die völlig degenerierten Jugendlichen Bozo (Gary Schneider) und Slug (Robert Richard) mit ihren nymphomanischen Freundinnen Julie (Cindy Manion) und Wanda (Jennifer Baptist). Die Lieblingsbeschäftigung der vier besteht darin, alte Damen zu verprügeln und nachts auf der Straße auf die Jagd nach Leuten zu gehen, die man schnell mal so überfahren könnte. So lassen Bozo und Slug auch bei kleinen Kindern auf Fahrrädern keine Gnade walten, denn gerade zermanschte Leichen geilen Julie und Wanda ordentlich auf. Im Fitnessclub arbeitet der etwas unterbelichtete Melvin (Mark Torgl), der besonders von diesen vieren gehasst wird. Um ihm einen Denkzettel zu verpassen, spinnen sie eine Intrige um ihn - mit dem Resultat, dass Melvin dabei aus dem Fenster fällt. Dummerweise steht unter dem Fenster ein Lastwagen mit Fässern, die radioaktiven Müll enthalten. Und so kommt es, dass während sich die LKW-Fahrer die Nasen mit Stoff vollziehen, der arme Melvin mitten in eines dieser Fässer platscht und mutiert. Er ist zwar nun total entstellt, so dass nun alle vor ihm Angst haben, jedoch ist er danach auch unglaublich stark, intelligent und entwickelt einen konsequenten Gerechtigkeitssinn. Von nun an macht er als der "Toxic Avenger" (Michell Cohen) Jagd auf das Gesindel dieser Stadt - und macht ihm nach dem Muster erst töten, dann fragen auf äußerst effektive Art den Garaus. Klar, dass der Bürgermeister seine Geschäfte in Gefahr sieht. Er versucht Toxie umbringen zu lassen, hat damit aber keinen Erfolg. Der verliebt sich in der Zwischenzeit in die blinde Sara (Andree Maranda) und zieht sich mit ihr in eine lauschige Höhle zurück, die er zu seinem Hauptquartier macht.

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