Filmkritik - Asterix und die Wikinger (2006)
 
 

Asterix und die Wikinger

Original: Astérix et les Vikings
Regie: Stefan Fjeldmark
Laufzeit: 79min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Animation (Dänemark, Frankreich)
Verleih: Universum Film
Filmstart: 11. Mai 2006
Bewertung: 6,8 (6 Kommentare, 5 Votes)
Die Wikinger… sie bringen Unglück und Furcht über die Bewohner der europäischen Küstensiedlungen, sie brandschatzen, rauben und morden – zumindest, wenn sie auf menschliche Wesen treffen. Doch seit einiger Zeit ist es wie verhext. Sobald Häuptling Maulaf mit seiner wilden Horde Fuß auf festes Land setzt, um wieder einmal ein paar Unschuldige das Fürchten zu lehren, treffen sie auf... niemanden! Ganz klar, die Götter müssen einen Groll gegen die stolzen Krieger hegen, denn alle Völker, die die Wikinger überfallen möchten, sind schon ausgeflogen. Ausgeflogen? Natürlich! Maulaf glaubt, die Lösung für das Verschwinden seiner Gegner gefunden zu haben: Die Angst hat ihnen Flügel verliehen! Und Fliegen Können wollte der tapfere Kämpfer schon immer. Da gibt es leider nur ein kleines Problem: Wikinger kennen keine Furcht. Und wer sich nicht fürchtet, kann sich auch nicht in die Lüfte erheben.... Also beschließt Maulaf nach Konsultation seines Sehers Kryptograf, einen Suchtrupp nach Gallien auszusenden. Dort sollen seine Mannen den größten Hasenfuß unter der Sonne suchen und ihn ins Wikingerdorf verschleppen, damit er den furchtlosen Kriegern die sagenumwobene Kunst des Fürchtens beibringen kann. Währenddessen herrscht im Dorf von Asterix und Obelix gepflegte Langeweile, denn die Römer vergnügen sich zurzeit an anderen Orten des Imperiums. Einzig ein Brief von Majestix’ Bruder Doppelhelix bringt etwas Schwung in den angestaubten Dorfplatz: Sein Sohn Grautvornix, ein verzogener und verweichlichter Stadtjunge, soll bei den tapferen Galliern zum Mann gemacht werden. Und wer könnte diese ehrenvolle Aufgabe meistern? Natürlich niemand anderes als Asterix und Obelix. Bei seinem Eintreffen macht Grautvornix allerdings schnell deutlich, dass er vom friedlichen Leben in der Einöde wenig und von althergebrachten männlichen Tugenden noch weniger hält. Stattdessen denkt der Bengel nur an seine daheim gebliebenen Süßen und an seine heißgeliebte Partymucke! Entsetzt stellen Asterix und Obelix fest, dass der Bengel nicht nur Vegetarier ist, sondern auch weder ein Wildschwein erlegen noch einen Hinkelstein heben kann. Schon nach dem ersten Tag stinkt es dem Langschläfer ganz gewaltig. Zu allem Überfluss stammt der Zaubertrank noch nicht mal aus biologisch-dynamischem Anbau! In der Zwischenzeit kommt es auch auf dem Wikingerschiff zu einem Konflikt der Generationen: Abba, die hitzköpfige Tochter von Maulaf, hat sich trotz des ausdrücklichen Verbots ihrer Eltern in Verkleidung auf das Schiff geschlichen. Wieso dürfen immer nur die Männer ihren Spaß haben, während man als intelligente Frau das Heimchen am Herd spielen soll? Nach einer saftigen Prügelei im nahe gelegenen Römerlager ist sich Grautvornix sicher, in einem Dorf voller Irrer gelandet zu sein. Als er kurz darauf auch noch die Wikinger an Land gehen sieht, hat er die Nase voll. Er packt seine Siebensachen in sein schmuckes Sportcoupé und macht sich auf den Heimweg in die geliebte Stadt. Doch weil sich der Abschieds-Hinkelstein von Obelix als zu große Belastung für das schneidige Gefährt erweist, kommt er nicht weit… Denn Olaf, der minderbemittelte Sohn des Magiers Kryptograf, liegt schon auf der Lauer. Er erkennt in dem klapperdürren Bürschchen den Großmeister der Furcht und schnappt sich den Bengel kurzerhand. Schließlich will er im Gegenzug für den guten Fang die flotte Abba heiraten und den Häuptling vom Thron stürzen. Oder wie war das noch mal? Als SMS, Grautvornix’ geliebte Brieftaube, allein im Gallierdorf ankommt, ist Asterix bald klar, dass dem Gast etwas passiert sein muss. Er schwört, den Jungen noch vor dem nächsten Vollmond zurückzubringen. Während Grautvornix im Dorf der legendären Wikinger als Champion der Furcht gefeiert wird, haben auch Asterix und Obelix die schneebedeckten Gestade erreicht. Als „Asteraf“ und „Obelaf“ schleichen sie sich auf die rauschende Party – schließlich gibt es hier Leckerbissen wie „Walross à la Crème“! Doch ihr entführter Schützling, der sich gerade in seinem Element wähnt und das Haus mit einer musikalischen Performance rockt, ist sauer auf die penetranten „Landeier“, die hier plötzlich auftauchen und ihm die Show stehlen. Plötzlich ist die lauschige Orgien-Idylle empfindlich gestört, denn auch Abba kocht vor Wut, dass sie den tumben Olaf heiraten soll. Draußen vor der Party entdecken die beiden missverstandenen Jugendlichen mehr Gemeinsamkeiten, als sie sich zugetraut hätten. Und während Abba und Grautvornix zarte Bande in Sachen Völkerverständigung knüpfen, merken Asterix und Obelix, dass sie bald handeln müssen. Denn noch bevor Abba mit Olaf in den Hafen der Ehe einläuft, soll Grautvornix den Wikingern das Fliegen beibringen...

Kommentare

(6) Lerena vergibt 8 Klammern · 23. Juni 2006
ich hab mich weggepckt vor lachen. nicht ganz so genial wie die alten filme, aber nen typischer asterix. vorallem die bilder am ende sind genial. absolut sehenswert.
(5) timoeoe vergibt 7 Klammern · 28. Mai 2006
also ich finde den film gut gelungen, sodass er auch für erwachsene sehbar ist, allerdings muss ich persönlich sagen, dass mir die alten asterix filme irgendwo besser gefallen haben. aber er ist ein gut gelungener film, welchen ich nicht bereue mir angesehen zu haben
(4) ErMi vergibt 6 Klammern · 15. Mai 2006
seltsam. ich dachte ich kenne alles (alten) asterix-bände. stellenweise war es auch sehr original, dann versuchte der film mit einbauten originell (SMSixvögelchen) zu wirken und das klappt nur bedingt. irgendwie sind echt die alten filme besser und noch genialer natrülcih sind die comics. astrix rules! der film: naja.
(3) k232777 · 09. Mai 2006
Ich hab ihn zwar noch nicht gesehen, aber ich guck ihn mir noch an. Wer hat die Comix denn nicht gelsen? Und das soll die bislang beste Verfilmung sein.
(2) magihatfertig vergibt 7 Klammern · 04. Mai 2006
ich hab ihn gestern in der Sneak als Überraschungsfilm gesehen und ich fand ihn empfehlenswert, aber nicht hochklassig. Ein paar schöne Gags sind drin!
(1) upi vergibt 6 Klammern · 04. Mai 2006
Stil, Technik und Synchronisation sind solide. Bild und Tonqualität super. Story aus dem Buch bekannt. Kommt irgendwie trotzdem nicht an den Charme der alten Asterix Verfilmungen heran.
 

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