Filmkritik - Antarctica - Gefangen im Eis (2006)
 
 

Antarctica - Gefangen im Eis

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,3)
Original: Eight Below
Regie: Frank Marshall
Darsteller: Bruce Greenwood, August Schellenberg
Laufzeit: 115min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Action, Abenteuer (USA, Kanada)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 23. März 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Antarktis, eine kleine US-Forschungsstation am Ende der Welt, wir schreiben das Jahr 1993: Obwohl der brutale arktische Winter in Kürze anbricht, sind die Wissenschaftler der Basis bester Dinge. Denn mit dem Einsetzen des Winters ist auch die Forschungssaison vorüber, die Station ist unter diesen Bedingungen nicht bewohnbar, also sitzt die gesamte Crew bereits auf gepackten Koffern, die Rückkehr nach Hause steht unmittelbar bevor. Jerry Shepard (PAUL WALKER), der abenteuerlustige Scout, und sein bester Freund Cooper (JASON BIGGS), der etwas trottelige, aber herzensgute Kartograph, vertreiben sich die Zeit bereits mit kleinen Spielchen wie der Jagd nach dem Temperatur-Unterschieds-Weltrekord. Eine Mission allerdings steht Jerry noch bevor, doch die sollte den erfahrenen Antarktisführer nicht vor allzu große Probleme stellen. Ein Geologe fliegt extra noch kurz vor Ende der Saison ein und will raus ins ewige Eis, um nach einem besonderen Meteoriten zu suchen. Jerry plant eine kleine Taxifahrt mit dem Schneemobil hin und zurück, und die Sache sollte sich erledigt haben. Als jedoch das Shuttleflugzeug mit dem Gast ankommt, ändern sich die Dinge grundlegend. Zwar freut sich die ganze Crew, dass die Pilotin Katie (MOON BLOODGOOD), die quasi zur Familie gehört und früher einmal Jerrys Freundin war, wieder gut "zu Hause" angekommen ist, doch ihr Passagier, Davis McClaren (BRUCE GREENWOOD), sorgt für ziemlichen Wirbel. Der ehrgeizige Wissenschaftler nannte nämlich aus Angst, Konkurrenten könnten ihm bei seiner erhofften Entdeckung zuvorkommen, absichtlich das falsche Zielgebiet für die Expedition. Die tatsächliche Destination ist mehr als doppelt so weit von der Basis entfernt und zwar in exakt der anderen Richtung: Mount Melbourne. Jerry hat Bedenken, da er wegen des falschen Ziels die Route nicht auskundschaften konnte. So kurz vor dem Winter ändern sich die Wetterbedingungen und die Beschaffenheit des Eises dort permanent, eine sichere Passage ist ohne Vorbereitung nicht zu garantieren. Dennoch kann sich Davis durchsetzen, er überzeugt den Leiter der Station von der Dringlichkeit der Mission und dieser gibt Jerry den Auftrag, so früh wie möglich zu starten. Gleich am nächsten Morgen soll es losgehen. Nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hat, entscheidet sich Jerry, nicht mit dem Schnee-mobil, sondern mit seinem Hundeschlitten zum Mount Melbourne aufzubrechen. Die Maschine ist vielleicht schneller, aber in dieser gefährlichen Situation verlässt sich Jerry lieber auf seine acht treuen Huskys, mit denen er schon durch dick und dünn gegangen ist. Um die sensiblen Hunde auch an Davis zu gewöhnen, stellt er dem Gast jeden einzeln vor: Maya, die clevere und edle Leading Lady des Teams, Old Jack, den Senior im Team, den etwas dummen, aber bärenstarken Shorty, die Zwillinge Truman und Dewey, den gutmütigen Buck, den eleganten Shadow und schließlich den unerfahrenen Max, der sich erst noch im Gespann beweisen muss. Nachdem sich die gesamte Meute noch ausgiebig von Katie und Cooper verabschiedet hat, starten Jerry, Davis und die acht Vierbeiner in das Abenteuer, das ihre Leben verändern wird. Trotz aller Widrigkeiten, wie unsichere Eisdecken und mannshohe Schneeverwehungen, kommen die beiden zuerst gut voran. Und Davis findet sogar die Zeit, einmalige Naturschauspiele zu beobachten, wie den Kampf zweier gigantischer Seeleoparden. Doch als sie schließlich am Mount Melbourne ankommen, spitzt sich die Lage zu. Old Jack hat sich an einer Vorderpfote verletzt, nichts Ernstes, aber der alte Jack ist ohnehin nicht mehr der Schnellste, und durch die Wunde wird er noch langsamer. Was jedoch viel schlimmer ist: Wie Katie ihnen per Funk durchgibt, braut sich ein Sturmtief über ihnen zusammen. Davis und Jerry bleibt nicht viel Zeit, zur Basis zurückzukehren. Denn ungeschützt im Freien sind sie in einem arktischen Sturm so gut wie tot. Erneut setzt sich Davis mit seinem Sturschädel durch und schlägt noch einen halben Tag heraus, an dem er nach seinen Meteoriten-Fragmenten suchen darf. Und tatsächlich wird Davis am nächsten Tag fündig: Er entdeckt ein tiefschwarzes Stück eines Meteoriten, der vermutlich vom Merkur kam. Eine wissenschaftliche Sensation! Auf dem schnellsten Weg fahren die beiden nun zurück zur Basis, denn wie ihnen Katie mitteilte, ist die Sturmfront noch größer geworden und wird sie in Kürze erreichen. Ausgerechnet jetzt fängt Old Jacks Wunde wieder an zu bluten, Jerry versucht den Hund zu verarzten, während Davis noch einmal Funkkontakt mit Katie oder Cooper aufnehmen und den Wetterbericht abfragen soll. Um den Empfang zu verbessern klettert er auf einen kleinen Felsen, gibt eine kurzen Moment nicht Acht und schon passiert es! Er stürzt mehrere Meter in die Tiefe und schlägt hart auf einem Eissee auf. Sein Bein ist gebrochen, und plötzlich gibt auch noch das Eis nach. Vor Jerrys Augen, der ihm zu Hilfe eilen will, bricht Davis in das eiskalte Wasser ein. Jerry bleibt ruhig. Er leint Maya los und schickt die clevere Hündin mit einem Seil zu Davis. Langsam tastet sich der Husky Schritt für Schritt zu dem in Lebensgefahr schwebenden Wissenschaftler vor und tatsächlich gelingt es Maya, ihm das Seil über Kopf und Schulter zu werfen. Mit vereinten Kräften ziehen die Schlittenhunde und Jerry den festgefrorenen aus dem Wasser. Doch noch ist Davis nicht gerettet, im Gegenteil: Nun müssen Hunde wie Menschen erst richtig um ihr Leben kämpfen. Denn der Sturm ist mittlerweile losgebrochen, die Temperatur sinkt ins Bodenlose, der Wind geht durch und durch und wegen dichten Schneefalls ist eine Orientierung kaum möglich. Jerry versucht notdürftig, Davis auf dem Schlitten festzumachen. Dann wird auch er beinahe ohnmächtig und krallt sich mit letzter Kraft am Schlitten fest. Maya und ihr Gespann geben aber nicht auf, instinktiv finden die Huskys den Weg zurück zur Basis und retten so Jerry und Davis das Leben. Beide tragen Erfrierungen davon, sind aber in Sicherheit - vorerst! Denn die Odyssee von Mensch und Tier hat damit gerade erst begonnen ... Der Sturm hat mittlerweile an Heftigkeit noch einmal deutlich zugenommen. Eine Evakuierung der Forschungsstation mit dem Flugzeug ist unumgänglich. Allerdings kann die kleine Maschine mit einem Turn nicht alle Menschen UND Hunde transportieren. So hart es für Jerry auch ist, aber er muss seine Lieblinge und Lebensretter vorerst zurücklassen. Erst werden die Wissenschaftler, der verletzte Davis und sicherheitshalber auch er ausgeflogen, aber wie er Maya, Max, Old Jack und den anderen verspricht, werden Katie und er so schnell wie möglich zurückkehren und auch sie abholen. Schweren Herzens steigt er ins Flugzeug, das Katie in dem Sturm gerade noch so von der Rollbahn in die Luft bekommt. Dann wird er ohnmächtig. Zu strapaziös waren die Anstrengungen der letzten Tage. Als Jerry wieder aufwacht, sitzt ihm Cooper gegenüber. Jerrys erste Frage gilt seinen Hunden. Doch Cooper hat nur schlechte Nachrichten für ihn. Nachdem ihre Maschine aus dem Sturm heraus war, haben die Behörden den Luftraum über der Forschungsstation geschlossen. Keine Maschine darf dort wegen des schweren Orkans fliegen, und das auf unbestimmte Zeit. Auch ein wütender Protest beim Flugsicherheitsleiter hilft ihm nicht weiter. Jerry ist von seinen Hunden abgeschnitten. Sie sind in dieser Hölle aus Schnee und Eis auf sich alleine gestellt. Ohne Unterkunft und Futter scheint ihr Schicksal in wenigen Tagen besiegelt zu sein. Doch man sollte einen Husky nie zu früh abschreiben, vor allem nicht, wenn er mit der "Familie" unterwegs ist. Und es gibt noch eine Variable in diesem Kampf auf Leben und Tod: Jerry, denn der ist trotz aller Widerstände wild entschlossen, sein Versprechen zu halten.

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