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Filmkritik - 2 Tage Paris (2007)
 
 

2 Tage Paris

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,9)
Original: 2 Jours - 2 Days | 2 Days in Paris
Regie: Julie Delpy
Darsteller: Adam Goldberg, Daniel Brühl
Laufzeit: 100min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie (Frankreich)
Verleih: 3L Filmverleih
Filmstart: 17. Mai 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Seit zwei Jahren sind die Französin Marion (JULIE DELPY) und der Amerikaner Jack (ADAM GOLDBERG) ein Paar. Gemeinsam leben sie in New York. Sie ist Fotografin. Er arbeitet als Innendesigner und neigt zur Hypochondrie. Ihre Beziehung ist nicht anders als andere Beziehungen auch: Ein paar Höhen, ein paar Tiefen, die meiste Zeit durchschnittlich. Was der Liebe der beiden nicht unbedingt gut tut, ist ihre beinahe krankhafte Angewohnheit, jede noch so kleine Meinungsverschiedenheit in wortreichen Debatten auszudiskutieren. Ein Urlaub in Venedig soll fürEntspannung zwischen den beiden sorgen. Als sie nach zwei Wochen in der Lagunenstadt mit demZug schließlich in Paris ankommen, ist die Situation jedoch unverändert. Zwei Tage wollen sie in Marions Heimatstadt verbringen, bevor es wieder zurück nach New York geht. Untergebracht sind Marion und Jack im Haus ihrer Eltern (MARIE PILLET, ALBERT DELPY), wo ihr altes Kinderzimmer auf sie wartet. Jack, der kein Französisch spricht und sich ausgeklammert vorkommt, fühlt sich spürbar unwohl: Alles ist ein potenzieller Virenherd, überall befürchtet er Allergien. Und keine ruhige Minute mit Marion ist ihm vergönnt. Kaum ist es ihm gelungen, Marion zum Sex zu überreden, platzt auch schon die Mutter ins Zimmer und unterbricht die beiden. Das Mittagessen wenig später entwickelt sich ebenfalls zum Desaster, weil Marions Vater keine Gelegenheit auslässt, Jack auf allerdings liebenswert-schrullige Art zu provozieren oder zu hänseln. Dass er sich des Gefühls nicht erwehren kann, dass ständig hinter seinem Rücken über ihn gesprochen wird, verbessert Jacks missmutige Laune nicht. Selbst der Versuch, die Stimmung mit den Urlaubsfotos von Venedig zu retten, geht nach hinten los, als er merkt, dass Marions komplette Familie ein paar verfängliche Fotos kennt, die ihn nackt mit ein paar um seinen Penis gebundenen Luftballons zeigen. Jack ist heilfroh aus der Wohnung herauszukommen. Sein touristisches Programm steigert die Stimmung allerdings nicht: Das Grab von Jim Morrison ist von tanzenden Hippies umlagert, die Katakomben haben geschlossen. Dafür trifft Marion auf der Straße den Dichter Manu, einen Ex von ihr, der ihr unverhohlen in Jacks Anwesenheit Komplimente macht. Später entdeckt Jack in Marions Bibel Fotos eines anderen jungen Mannes, die ihn in der gleichen verfänglichen Pose zeigen, in der Jack auf den Fotos zu sehen war, über die sich Marions Familie lustig gemacht hatten. Marion will allerdings nicht einsehen, warum Jack sich genau darüber aufregt. Außerdem ist es auch nicht wirklich das gleiche Motiv – die Ballons haben ganz andere Farben. Auf dem Weg zu einer Party bei einer Freundin von Marion machen die beiden einen Zwischenstopp in der Galerie ihres Vaters, dem es einmal mehr gelingt, dem Schwiegersohn in spe mit sexuell expliziter Kunst Unbehagen zu verursachen. Und auch hier sind wieder junge Männer, die Marion offenkundig den Hof machen. Es wird nicht besser: Auf der Party fühlt sich Jack denkbar unwohl. Die Gespräche sind ihm zu aufdringlich, die Leute unsympathisch. Als er sich zurückzieht, um in Ruhe Fotos machen zu können, sieht er, wie ein junger Mann Marion betatscht und kurz darauf mit ihr im Badezimmer verschwindet. Er ahnt nicht, dass Marion lediglich nach einer Kontaktlinse gesucht hat und der junge Mann sich gar nicht mit ihr zurück gezogen hat. Alle Eifersucht ist allerdings plötzlich verflogen, als Marion glaubt, allergisch auf die Muscheln im Salat zu reagieren und kurzzeitig bewusstlos wird. Kurze Zeit später ist sie wieder die alte. Im Taxi nach Hause bricht sie einen Streit mit einem unerträglich rassistischen Fahrer vom Zaun. Jack versteht natürlich nicht einmal die Hälfte, aber es reicht, um der Freundin ernsthaft die Teilnahme an einem Anti-Agressions-Seminar vorzuschlagen. Am nächsten Morgen setzen sich die Katastrophen munter fort: Ein Wasserrohr in der Wohnung bricht. Als Jack dazu kommt, sieht er Marion im Gespräch mit zwei attraktiven Feuerwehrmännern. Betatscht und fühlt sie etwa deren Muskeln? Sofort flammt seine Eifersucht wieder auf und er kann es nicht lassen, auch einmal Hand an die französischen Männerbrüste zu legen. Später begleitet er Marion und ihren Vater missmutig zum Markt. Weil ihm all die vermeintlichen Leckereien dort den Appetit verderben, setzt er sich ab und geht allein zurück nach Hause, um seine E-Mails zu erledigen. Als eine SMS auf ihrem Handy eintrudelt, das zum Greifen nah im Zimmer liegt, kann er einfach nicht anders, als sie zu lesen – wenn auch etwas kompliziert und mit Hilfe eines Wörterbuches. Es ist nicht nur eine offensichtlich obszöne Mitteilung von einem Freund, die für Jack das Fass zum Überlaufen bringt - es sind diverse. Als Marion beim Mittagessen in einem Restaurant auch noch eine Auseinandersetzung mit einem jungen Mann vom Zaun bricht, mit dem sie einst eine Affäre hatte und sie aus dem Lokal geworfen werden, kommt es zum großen Streit zwischen Marion und Jack. Er kann gar nicht mehr anders, als seine Spionage zuzugeben und sie mit den eindeutigen SMS zu konfrontieren. Und seiner Meinung nach sind sie nicht in Paris, sondern in der Hölle. Während Marion Trost und vertraute Nähe bei dem Künstler Mathieu sucht, dort aber nur in Tränen ausbricht, zieht Jack allein durch die Straßen und versucht seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. In einem Fastfood-Restaurant hat er eine Erscheinung. Eine Fee namens Lukas (DANIEL BRÜHL), eigentlich in ganz anderer Mission unterwegs, sagt ihm, wie er sich zu entscheiden hat. Jetzt muss er nur noch zurückfinden zu Marion, der Frau, die er liebt ...

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