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Reg: 25.04.2006
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Hey
nach langer Abstinenz melde ich mich auch mal wieder hier.. und zwar habe ich ein Problem mit einer meiner Kurzgeschichten.. normalerweise kann ich sie selber in etwa einschätzen und sagen, ob sie mir gefallen, aber hier bin ich am verzweifeln ach, lest einfach und bitte gebt mir eure Gedanken durch Sie hat keinen richtigen Titel, wird auch keinen bekommen, daher mit Arbeitstitel (=Titel des Word-Dokuments )25/03/2010 4.32.00 Bahnhof Versuch I Ein letztes mal sein Credo, Falsches würde er niemals tun. Wer telefoniert hier? Irgendwann muss doch eine vorbeikommen. Eine Kleine. Eine Zärtliche. Eigentlich ist der Bahnhof viel zu leer, viel zu viel Nacht daraußen, aber irgendwann wird es klappen. Alle in Begleitung, alle unter Schutz. Als läse er Zeitung. Die Stunden rinnen, eine muss dabei sein. Die Treppe herauf, hier ist die Dämmerung. Gleich ein Zug. Kranke Menschen, alle stürmen weg, als würden sie dadurch weniger sterben. Nur eine bleibt am Bahnsteig. Sie muss es sein. Er setzt sich seine Maske auf, zerrt sie zurück in den Zug und… schmeißt sie an der nächsten Station zerrissen wieder heraus, fährt weiter. Nichts wird ihn jemals fassen können. Nun hat er Zeit zu sitzen. Nun hat er Zeit, sich die Maske abzunehmen, klar zu denken. Obwohl. Naja, sie wird schon drüber wegkommen. Wird sie doch? War ja auch gut. Für sie. Was soll passieren. Was soll passieren. Was… soll passieren. Sie wird vielleicht noch einige Tränen vergießen. Ihm hat es geholfen. Hat es doch? War ja auch gut. Für sie. Musste schon sein. Sie wird sich wahrscheinlich sowieso an nichts erinnern, oder? Jedenfalls nicht an sein Antlitz, wie auch, verhüllt wie es war. Und gesehen haben ihn die kranken Arschlöcher am Bahnhof ohnehin nicht. Zumindest nicht genauer. Keiner wird ihn fassen. Vielleicht. Falsch war es nicht. Und sie? Er steht auf und rennt wild umher; im Glauben, zu denken. Zum Glück ist der Wagen leer. Die nächste Station ist nahe, er sollte raus. Weg von hier. Mit aller Kraft versucht er, die Scheibe einzuschlagen; unwissend, weshalb. Nun kommt der Zug zum stehen, dieser Bahnhof ist beruhigender. Ihn überkommt ein Gefühl… fünf Sekunden später findet er sich kotzend am Bahnsteig. Nun kümmern sich die kranken Leute um ihn, denken an ihn, heucheln Menschlichkeit. Fickt euch, ich brauch Hilfe. Die Toilette! Aus Verzweiflung rammt er sich sein Messer ins Bein. Es freut ihn irgendwie, sich so blutend zu sehen. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, schlendert er Richtung Telefonzelle. Will Hilfe rufen für sie, für ihn. Sie wird welche bekommen, er soll bleiben wo er ist. Kann er nicht, er setzt sich hin. Es hilft zumindest allen anderen. Minuten, oder auch nur Sekunden sitzt er. Ein Impuls rafft ihn auf, es kann so nicht laufen. Nur ein Weg hier raus. Er hinterlässt zwar eine rote Spur, aber der nächste Zug trägt ihn fort. Es ist getan, nichts würde sich ändern, wenn sie ihn nun fassen würden. Der Sonne entgegen; die Natur will wohl, dass er frei bleibt. Hier kann er aber nicht bleiben, steigt an der nächsten Station wieder aus, um sich zu befreien. Sein Zug fährt ohne ihn weiter, und erst da sieht er, zwei Gleise weiter, was er angerichtet hat. Ein Entkommen wird unmöglich, eben wie er es wollte. 25/03/2010 5.20.00 |
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#3 (permalink) |
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abgemeldet
Reg: 25.04.2006
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hm, eigentlich steht da ein, zumindest beim 2. oder 3. mal lesen, relativ klarer Handlungsverlauf
![]() Die abgehackte Sprache und dadurch in teilen unklare Situation ist beabsichtigt (was natürlich nicht heißt, dass es dir gefallen muss) aber danke für die erste Kritik, ich werde sie mir merken |
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#4 (permalink) | ||
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Benutzer
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Kann mich Lillys Meinung - wie du sicher schon feststellst - nur anschließen... |
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#5 (permalink) | ||
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Lunatic
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Ganz im Ernst: wer mit hypotaktischem Satzbau ein Problem hat, sollte Kinderbücher lesen. Wer nur debil Hauptsatz an Hauptsatz reiht, kann weder geistige noch emotionale Tiefe erzeugen noch die Handlung intensiv schildern. |
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#6 (permalink) | |||||
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Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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Wie du, genauer er, sagt, zu einem guten buch zu kommen. Natürlich, ein Buch sollte zumindest inhaltlich keine Rätsel aufgeben. Nein, es darf keine Rätsel aufgeben.
Aber abgesehen davon: nur weil Ken Follet etwas schreibt, ist es deine Meinung? Zitat:
Man kann mit Zitaten und Meinungen bekannter Leute lange diskutieren, einen Gewinn aus einer solchen Diskussion zu ziehen ist dabei allerdings ausgeschlossen. Also begründe deine Meinung nicht mit Zustimmung prominenter Seite, denn wie Joseph Joubert so schön formuliert hat: Zitat:
Zitat:
Authenzität? Nein, das war nicht mein Ziel. Ich habe eine Sprache gewählt, die dem Inhalt (der Handlung, der psychischen Entwicklung meines Protagonisten) angemessen ist. "Unglaubwürdiges Deutsch" klingt danach, dass du in der Literatur Alltagsdeutsch erwartest und forderst. Mag sein, dass es mittlerweile ab und zu so etwas gibt (Hirschhausen, Pocher, im Grunde sämtliche Promiliteratur) - aber deswegen muss ich das doch nicht auch machen, oder? Zitat:
aber darum geht's nicht, ist im Grunde egal Zitat:
Glaubwürdigkeit, damit sprichst du genau das an, was ich aufbauen wollte. Die Glaubwürdigkeit und erfolgreiche Darstellung der psychischen Entwicklung unseres Vergewaltigers sowie seiner Einstellung zur Gesellschaft vor und nach der Tat - schade dass du es nicht genauer ausführen kannst. Von Zeit zu zeit unzusammenhängende Sätze, gehobene Wortwahl kombiniert mit vulgären Ausdrücken, Inversionen zu Hauf, relativ wenig Nebensätze, Überspringen von Zeit - das sind meine Stilmittel, aber was kann ich machen? Ich poste hier ja nicht sinnlos oder um hoch angeprisen zu werden (womit ich auch nicht gerechnet habe) sondern zur Verbesserung meiner Fähigkeiten.(Überspringen von Zeit heißt, dass z.B. der Zeit zwischen Bahnsteig/Übergeben und Bahnhofstoilette kein einziger Satz gewidmet wird) Würde gern noch was zur (Glaubwürdigkeit der) Handlung an sich hören Johpick |
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#8 (permalink) | ||
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Lunatic
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Zitat:
Ich würde nichts an etwaigen "Stolperstellen", also Ellipsen, Zeitsprüngen etc. ändern. Das zu durchblicken ist Aufgabe des Lesers. Aber bei erneutem Lesen scheint mir der Text etwas zu locker gestrickt: es gibt die Lücken, die es geben soll und muss, es gibt daneben aber weitere Lücken, die (Gefühlssache, fürchte ich) verhindern, dass ein Ganzes entsteht. Nachtrag: dass in der ersten Zeile ein Telefonat nur vorgespielt wird, lässt sich in meinen Augen beim besten Willen nicht interpretieren. Wäre es möglich (das würde auch die eben angemerkten Lücken erklären), dass du dir die Dinge konkret vorstellst und ausgearbeitet hast, deswegen bei der Darstellung aber manches außen vor lässt, was du (mit dem fertigen Ganzen im Kopf) als selbstverständlich und offensichtlich ansiehst, was dann aber dem Leser, dem deine ganze Idee fehlt, nicht bekannt sein kann? |
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#9 (permalink) | |||
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Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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Zitat:
Antlitz? Credo? Naja, Tränen vergießen (Normaldeutsch heulen) etc. würd ich auch noch einordnen.. meine zumindest sowas damit Den Stil von der Gattung abhängig zu machen halte ich für falsch. Ein Stil ist je nach Gattung leichter oder schwieriger - aber unangebracht? Zumal ich finde, dass es inhaltlich einfach passt. Ein psychisch wirklich kranker Mensch (Vergewaltiger, bezeichnet aber die anderen Menschen als Arschlöcher etc.) mit Gefühlsschwankungen (keine Einsicht/Einsicht/keine Einsicht/Einsicht) - der kann seinem Stil doch nicht treu sein :o Zitat:
![]() Gefühlssache setze ich mal mit Mitgefühl rein, dass der Leser zu einer Person im Text eine emotionale Bindung eingeht, eine Sympathieperson eben. Aber es gibt ja praktisch nur 2 Personen, zu denen das möglich wäre: -Täter <= Wohl eher nicht, oder? -Opfer <= Wird mit zu wenig Inhalt gesegnet, da halt der Täter, ja noch nichtmal die Tat im Vordergrund steht Gefühle wollte ich nicht aufbauenZitat:
also ich sehe das nicht als offensichtlich an, aber wenn da steht 'Wer telefoniert hier?' und 'Als läse er Zeitung.' - dann würde ich mich als Leser fragen, wieso das da steht. Zweiteres scheint offensichtlicher, er spielt den anderen leuten am Bahnhof vor, was zu tun, um nicht aufzufallen. Wenn ich mit diesem Wissen beim zweiten mal lesen (was ich praktisch immer mache) den ersteren Satz 'Wer telefoniert hier?' lese, kann ich nicht mehr davon ausgehen, dass der Protagonist sich fragt, wer irgendwo in seiner Nähe in ein Telefon spricht, denn.. wieso sollte er? Es wäre unerheblich. Nicht unerheblich ist es dagegen, wenn er ein Telefongespräch vortäuscht. So war es zumindest gedacht. Wie hast du den Satz denn beim 2., 3., 4. mal lesen verstanden? Johpick |
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#10 (permalink) | ||
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Koksnutte
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Du meinst "Weinen"
Zitat:
Die Geschichte fühlt sich für ihn lückenhaft an. Zitat:
Wenn ich nicht die zusätzlichen Information hätte, würde mir die Frage "Wer telefoniert hier?" den Eindruck vermitteln, dass der Protagonist nach einem telefonierenden Passanten Ausschau hält. Die Handlung finde ich interessant, aber nicht für eine Kurzgeschichte geeignet, da ich bei solchen Protagonisten gerne mehr über sie erfahre. Damit meine ich nicht die übliche Ursachenfindungsleier (schwere Kindheit etc.), sondern wie dieser Mensch alltägliche Situationen bewältigt. Wie verhält er sich privat? Wie geht er mit Konflikten um? Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Wer die Ironie nicht ehrt, ist des Sarkasmus' nicht wert.
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#11 (permalink) | ||||||||
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Lunatic
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Zitat:
Zitat:
Auch ein psychisch kranker Mensch besitzt einen gewissen Wortschatz, der eine in sich geschlossene Einheit bildet. Und deswegen ist es bei einem solchen Menschen nicht mehr und nicht weniger heikel als bei jedem anderen auch, ihn "Antlitz" und "Arschloch" gleichermaßen verwenden zu lassen auf so engem Raum in psychisch so konstanten Umständen. Zitat:
Zitat:
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#12 (permalink) | ||||||||
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Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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So, zunächst mal entschuldigung, dass meine Antwort so lang auf sich warten liess, zuerst hatte ich privaten stress, dann schulstress und letztendlich stress mit meinem Esel (der grauen Kiste da am Ende aller Kabel)
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ich denke, dass der Satz durch ein Vorlesen meinerseits klarer, sehr eindeutig, gewesen wäre (arroganter, ablassender Unterton, der die Gesellschaft dahin kritisiert, dass sie nicht mitbekommt, dass er das Telefongespräch nur vortäuscht - schließlich ist sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt) Mit diesem Ton lese ich den Satz natürlich beim Schreiben, so fällt mir die Unverständlichkeit gar nicht auf. Darauf sollte ich in Zukunft achten. Zitat:
wenn, dann hab ich echt versagt Obenbeschriebene Gesellschaftskritik macht, in meinen Augen, im Erzählzusammenhang Sinn. Da nur ein weiteres Telefongespräch vorkommt, welches mit dem hier nichts zu tun hat, und in keinem Fall ein Hinweis auf Denkvorgänge als Reaktion auf telefonierende Personen vorliegt, macht das, was du geschrieben hast, dagegen absolut keinen Sinn.. oder? ![]() Naja, vermutlich hast du es auch nur so als theoretisch mögliche Interpretation gestellt, um die Offenheit dieses Satzes zu kritisieren - zur Kenntnis genommen und oben bereits drauf eingegangen Zitat:
Zitat:
Eine Ausweitung der Geschichte auf Novellenlänge wäre thematisch sicher möglich - aber die kann auch komplett im Kopfe des Lesers stattfinden, findest du nicht? Finde ich persönlich sogar viel interessanter - ich habe schon stundenlang über Kurgeschichten nachgedacht und sie geistig ausgeweitet, Interpretiertes auf ein Leben übertragen, seinen eigenen Verstand einsetzen. Das ist, nebenbeibemerkt, auch der Grund dafür, dass ich kaum Romane lese - zumindest keine Populären. Dort wird einem einfach alles zu sehr vorgekaut. Versteht mich nicht falsch, Harry Potter ist sicher spannend zu lesen und allein schon wegen der gewaltigen Reaktion ein literarisches Meisterwerk, aber es lässt mir zu wenig Raum für eigene Gedanken. (und damit meine ich nicht optische Gedanken, die dann beim Schauen des Filmes auffallen, sondern psychologisch-philosophische Freiheiten, die völlig wegfallen) Ich hätte beim Schreiben einer Novelle oder eines Romans Angst, und sehe darin auch die Schwierigkeit, dass auch ich zu sehr beschreibe. Zitat:
![]() Ganz ehrlich: ich verwende häufiger, nicht nur als rhetorisches Mittel, gehobenen Stil zu vulgären Ausdrücken innerhalb eines einzigen Satzes Wieso sollte es kein geschlossener Wortschatz sein? Dieser Mensch, der vermutlich sehr wenig kommuniziert, vielleicht kann er gar nicht trennen, bzw. sieht keinen Grund zum Trennen zwischen vulgären und kultivierten Ausdrücken, ist Arschloch doch das perfekt passende Wort, ebenso wie Antlitz. (Antlitz beinhaltet sowohl Gesicht als auch Gesichtsausdruck - in diesem Zusammenhang verwendet er es, und dafür gibt es keinen niederen/anderen Ausdruck, soweit ich weiß) Abschließend hätte ich noch eine sehr anspruchsvolle Bitte: Könnte einer/mehrere von euch, oder auch jemand anderes, eine vollständige Interpretation schreiben, die auf jeden Satz einzeln eingeht? Ich stelle mir da vor, dass jeder Satz (oder auch 2-3 Sätze, je nach Zusammenhang) einen einzelnen Quote bekommt und dann in Bezug auf den gesamten Text analysiert/interpretiert wird, unter dem Gedanken 'Wieso steht der Satz da?'. Anschließend wäre eine zusammenfassende Interpretation sehr passend. Wäre sehr viel Arbeit, aber entsprechend wäre meine Dankbarkeit und euer Gefühl, etwas für euer eigenes Literaturverständnis getan zu haben Ich werde das auf jeden Fall machen, aber frühestens nach einem Vorposter darlegen, um möglichst wenig zu beeinflussen. Einen 'Rohling' baue und spoilere ich nach Möglichkeit noch in den nächsten Minuten
Spoiler
Johpick Geändert von Anax (13.05.2010 um 02:11:36 Uhr) |
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#13 (permalink) |
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Erstmal guten Abend/Morgen
Auch wenn der Beitrag schon älter ist, so möchte ich dennoch meine Meinung dazu abgeben. Ich mag die Geschichte nicht. Meine eigene Meinung dazu. Nun zu der Analyse: Die Geschichte überfährt den Leser schon im ersten Satz. Das ist sicher so gewollt. Ich aber gehöre zu den Menschen, die es gerne ruhig angehen Abgesehen von den kleinen Rechtschreibefehlern lässt sich im grossen und ganzen die Geschichte im Kopf nachbilden und nach langsamen lesen und überdenken kristallisiert sich ein gewisser Sinn daraus heraus. Aber es gibt noch Dinge, die mich stören: Als Beispiel die annahme, dass ein Vergewaltiger wirklich so denkt. So handelt. In gewisserweise ist es anzunehmen, dass es so ablaufen könnte. Aber wenn ich das psychologisch auswerte, entnehme ich aus der Handlungsweise (Maske, Nervosität) eine gewisse Scham/Schutzhaltung. Das passt nicht zum restlichen verhalten oder umgekehrt. Ich stimme dem zu, es ist eine Geschichte mit zu wenig Inhalt für einen Roman aber ein - meiner Ansicht nach - zu schneller Ablauf von Handlungen für so wenig Text, für meinen Geschmack. Du hast geschrieben, dass Du gerne gewisse Gedankengänge offenlässt. So, dass sich der Leser sein eigenes Bild bauen kann. Im Prinzip eine gute Idee, aber auf der anderen Seite kann eine gute und kurze Be-/Umschreibung der Umgebung einen gleichen Effekt auslösen. Zu der Diskussion, wie der Satz mit dem Telefon nun zu intepretieren ist und ob es relevant ist, dass der Leser das richtig versteht oder ob der Anruf irgendwas in ihm auslöst, kann ich nur sagen, dass da der Verfasser die grösste - ich nenn es mal Macht - darüber hat. Will der Verfasser dem eine relevanz beimessen, so schreibt er die Geschichte dementsprechend. Ist es ein Detail, ruft es nichts in ihm wach oder ist dieses Gefühl für den Ablauf der Geschichte unerheblich, so kann man es getrost vergessen. Ich hoffe, ihr versteht was ich meine. Zusammenfassung: Ich würde die Geschichte nicht kaufen. Aber der Aufbau der Geschichte ist äusserst interessant gestaltet. Gute Nacht und schönes Wochenende Valares
Wenn ich gewissen Leuten auf die Füsse trete, so tut es mir leid, aber ich sage lieber meine ehrliche Meinung, als dass ich euch was vorlüge. Danke, dass ihr das versteht.
Ich freue mich über begründete, sachliche und vor allem unterschriebene Kritiken. "Mami! Mami! Ich hab Opa gefunden!" - "Ich hab Dir doch verboten, im Garten zu graben!" |
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Reg: 25.04.2006
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Rechtschreibfehler?
Zitat:
Zitat:
/gewollt Zitat:
Sonst finde ich nichts. naja, unwichtig ===================== Zitat:
Du hast Recht damit, dass so einer niemals eine Maske tragen würde. Diesen Vergewaltiger wollte ich jedoch nicht darstellen. Mein Protagonist hat anfangs ein Weltbild, in dem sein Handeln nicht falsch ist - im Gegensatz zum Handeln der restlichen Gesellschaft. Die restliche Gesellschaft würde ihn, und das weiß er, für seine Tat bestrafen. Auch dies sähe er anfangs als falsch an, die Gesellschaft muss also getäuscht.. oder besser gesagt umgangen werden. Da die anderen sein Gesicht am ersten Bahnhof nicht sehen, schließlich wandeln sie nur noch geistesabwesend durch die Welt, lebt er gefahrlos. Auch am zweiten würden sie es nicht tun, wenn sich an dieser Stelle (noch im Zug) nicht sein in seiner Kindheit antrainiertes Weltbild, das auch alle anderen Menschen besitzen, melden würde. Die Maske habe ich nachträglich eingefügt, um die geistige Entwicklung des Mannes, der sich ja letztlich stellt und damit die Werte der Gesellschaft annimmt, zu verdeutlichen. Zitat:
Das 'War ja auch gut. Für sie.', was zwei mal vorkommt, passt weder zu den Gedanken davor, noch zu denen danach. Es soll eine versuchte Flucht vor der unausweichlichen Entwicklung darstellen. --- Wenn du mich fragst. Das ist die Autorenintention. Nicht zwangsläufig die einzige Interpretation. --- Zitat:
Johpick |
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Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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Ach das hier gibts ja auch noch... Naja ich kanns euch nicht übel nehmen, dass es keiner gemacht hat, hier jedenfalls das, was ich mir bei den Sätzen jeweils gedacht habe. - Nicht unbedingt das, was auszudrücken mir gelungen ist!
Wen es nicht interessiert, der sollte es nicht lesen. Zitat:
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Geändert von Anax (16.11.2010 um 01:52:09 Uhr) |
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