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#1 (permalink) |
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Greyhat
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Meine Ansicht, was die Milchpreise angeht, ist folgende:
Es herrscht seit langer Zeit ein Überangebot. Logische Folge daraus sind niedrige Milchpreise. Dass es ein Überangebot gibt / geben wird war auch schon vor langer Zeit absehbar. Insofern verstehe ich die Problematik in ihrem Umfang nicht wirklich, da meiner Meinung nach Zeit genug bestand, umzudisponieren. Es widerspricht auch jeder marktwirtschaftlichen Regel, ein Überangebot aufrecht zu erhalten (anstatt es sich selbst regulieren zu lassen) / Produkte, dessen realer Wert (durch das Überangebot) niedrig ist, künstlich zu verteuern. Wenn die Bauern nun gestärkt werden, ändert sich an der Problematik ja nichts - das Überangebot bleibt bestehen. Unsinnig und - anderen Branchen gegenüber - unfair. Meiner Meinung nach muss man in diesem Fall den Markt sich selbst regulieren lassen, alles andere hätte wohl noch größere Schäden zur Folge. Wie seht ihr das? CHERRY SMS - SMS ab 2,5 Cent!
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#2 (permalink) | |
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PAUSIERT
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Zitat:
Marty |
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#3 (permalink) |
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mostly harmless
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Bauern, die sich in kleineren Genossenschaften organisiert haben und eigenen Molkereien betreiben, haben das Problem auch schon erkannt.
Da gab es letztlich einen Bericht im Fernsehen (Plusminus oder so). Sie halten die Produktion stabil, verkaufen ihre Produkte Lokal, setzen hohe Qualitätsstandarts und Vermarkten ihre Produkte so, dass auch die Kunden Verständnis zeigen. |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#5 (permalink) |
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Sinnmaximierung
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der Milchmarkt ist völlig überreguliert und übersättigt, das Problem ist aber auch das man ihn garnicht so einfach sich selbst überlassen und gesundschrumpfen lassen kann wenn in anderen Ländern für ein Bruchteil des Preises produziert werden kann oder in Nachbarländern mehr Subventionen fließen (billigerer Ackerdiesel z.B.)
es müssen auf jeden Fall möglichst schlanke Rahmenbedingungen her die möglichst marktwirtschaftlich orientiert sind aber dennoch erlauben das in Deutschland Milch produziert wird und nicht gleich jeden kleinen Milchbauern das Genick brechen die heiligste Kuh wird wohl dabei das ewige Subventionsthema sein, aber um die kommt man auf keinen Fall herum (kleine Betriebe erhalten z.B. pro Arbeitskraft wesentlich weniger Subventionen als Große und haben dabei pro produzierter Einheit höhere Kosten) |
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#6 (permalink) |
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Cevimmer
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Man darf dabei aber die Bergbauern nicht aus den Augen verlieren (Bsp.: Schwarzwald) Hier können keine so großen und damit kostengünstigen Betriebe entstehen, aber die Lanschaft soll erhalten bleiben. Das kann nur durch staatliche Steuerung funktionieren.
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#7 (permalink) |
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Intelligenzfetisch
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Das Problem ist (wo ich den Bauern recht geb), dass von dem günstigen preis im supermarkt nur ein minimaler Bruchteil bei den Bauern ankommt.
Ihr müsst bedenken, dass 1L Milch vom Bauer nicht nur 1L Milch im Supermarktregal ist, sondern auch noch Fett, was zB in der Butter drin ist. DH es werden mehrere Produkte aus 1l Kuhmilch hergestellt. (Je nach Zucht unterschiedlich hat die Milch vom Bauern ca.8% fett (bei unserem zumindest), die Milch im Supermarkt hat max. 3,5%). Von dem, was die Konzerne dafür bekommen, kommt zu wenig beim Bauern an. Die Folge davon ist, dass die kleinen Bauern garnicht mehr leben können und nur noch die Wahl haben zwischen: 1) Milchkuhbestand aufgeben 2) Milchkuhbestand vergrößern, Kredite aufnehmen... Da bei Lösung 1 sich die bauern selbst ihrer Existenz berauben gehen viele zur Möglichkeit 2. Dadurch wird die Lage auf zweierlei Wegen schlimmer: 1) Der Markt wird übersättigt 2) Der Bauer hat Gelddruck, weil die Kredite bedient werden müssen und er u.U. noch Strafe zahlt weil er zuviel liefert. Meine Meinung: Gebt den Bauern einen fairen Preis. Bei der Milchpreiserhöhung die es mal gab ehe die preise ganz in den Keller fielen kamen beim Bauern nur ein kläglicher Bruchteil mehr an. Da haben sich dann vorher andere fleissig dran bedient. |
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#8 (permalink) | |
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PAUSIERT
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Zitat:
Marty |
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#9 (permalink) |
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Intelligenzfetisch
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(Jetzt kann ich nur von meienr Region sprechen).
Hier wurde Jahrelang eine Molkerei nach der anderen geschlossen. Die Milch wird jetzt nach Niedersachsen gekarrt. Früher gabs hier in jeden 5. Dorf eine Molkerei. Nun nur noch Ruinen. Hier kann man die Milch nicht meistbeitend veräußern, weil eben keine Bieter mehr da sind. Wer das Geld bekam wenn nicht die Bauern? Überleg mal was da alles noch dazwischen liegt. Supermarkt, Molkerei, evtl. Fuhrunternehmen. Der Bauer ist ja nur das letzte Glied in der Kette. Thema Genossenschaft: Woher das Kapital nehmen? Da muss dann gemeinsam eine Milkerei gebaut werden. Doch wer hat dann das Geld dafür? Die Bauern auf jeden Fall nicht. Nur die Bank. Aber habt ihr mal versucht jetzt einen Kredit zu bekommen? Das grenzt nahezu an Unmöglichkeit. |
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#10 (permalink) | ||
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PAUSIERT
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Zitat:
Wenn man natürlich nur noch die Milch selber herstellen will, den Transport und die Weiterverarbeitung anderen überlässt, dann muss man diese natürlich auch dafür bezahlen. Zitat:
Marty |
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#11 (permalink) | |
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Intelligenzfetisch
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Zitat:
(muss gleich mal schauen wo du herkommst, wie gesagt ich kann nur für meine Region sprechen) Wieso müssen die Bauern für die Milchverarbeitung bezahlen? Den Sinn dahinter versteh ich jetzt nicht. Wie meinst du das? Bauern sind i.d.R. nur Rohstofflieferanten! Sie kriegen ihre Milch bezahlt von den Molkereien, da ein Bauer nunmal selbst keien Molkerei ist. Ja, die Lebensmittelketten. Die verdienen und drücken den Preis, damit sie noch mehr verdienen. Die Molkerei ist froh, wenn sie was abbekommt und zieht sich auch noch in bisschen Gewinn ab. Und die zahlen halt nur kläglich an die Bauern, weil eben nicht mehr übrig ist. Übrigens Thema Genossenschaft. Wer soll die Milch dann kaufen? Da gibts dann doch nur wieder Dumping-Preise wenn sie es schaffen in nen größeren Markt reinzukommen. Und das ist doch wieder dasselbe Dilemma. |
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#12 (permalink) | |
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Cevimmer
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Zitat:
Ergänzung: Oft haben Bauern gar keine Auswahl verschiedener Molkereien sondern es gibt genau eine Brauerei in der Region, die dann die Preise entsprechend gestaltet. Und dabei hat die Molkerei - wegen Überproduktion - eben oft auch keinen oder kaum Spielraum. Und die Selbstvermarktung wird wegen steigender Hygieneauflagen auch immer schwieriger.... |
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#14 (permalink) | ||||
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PAUSIERT
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Zitat:
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Sag ich Dir direkt: Die Unsolidarität unter den Bauern. Weil irgendein Bauer findet sich immer, der die Milch billig liefert. Mal eine Woche keine Milch geliefert und schon steigen die Preise. Gerade bei Grundnahrungsmitteln. Die Kindergärtnerinnen machen vor, wie das geht. Marty |
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#15 (permalink) | ||||
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Intelligenzfetisch
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Weil sie damit nach und nach Pleite gegangen sind. Sonst würden sie es heute doch noch machen! Als "kleine einheit" hast du zu Zeiten der Globalisierung nunmal keine Chance
Zitat:
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Zitat:
Ich hab gerade das Gefühl (Gefühl, Vermutung!), dass du bloß nicht mal 5 cent mehr für einen Liter Milch bezahlen möchtest. Du wohnst in Wuppertal, bist Informatiker. Was hast du denn für eien Ahnung von der Problematik der Bauern? Ich unterstell jetzt einfach mal, dass du ein Stadtkind bist. |
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| bauern, markt, milchpreise, milchwirtschaft |
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