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#1 (permalink) |
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abgemeldet
Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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Hey
Kurzfassende Frage: Was für eine Überzeugung haben SPD-Mitglieder? Ich stehe in einem Gewissenskonflikt wenn ich mir diese Frage stelle. Lange Fassung: ja, ich weiß, der Threadtitel ist erstmal bisschen krass und ich werde Renos dafür ernten, aber ich mach das aus einem Grund, den ich euch erläutern möchte: Ein Mitschüler, wenige Monate jünger als ich, ist vor ein paar Tagen der SPD beigetreten. Er steht auf politische Diskussionen, und meinte neulich zu mir 'besonders häufig diskutiere ich mit XYZ, er FDP, ich SPD' Er ist also voller Überzeugung SPD-Anhänger und scheint, komischerweise wenn ihr mich fragt, seine politische Meinung der Partei anzugleichen, und nciht andersrum. Ich würde also Linker nie sagen, ich argumentiere für die Linke. Ich argumentiere links, und dies trifft ziemlich genau den Durchschnittsstandpunkt der Linken. Daraufhin habe ich mir Gedanken dazu gemacht, was einen dazu bringt, so sehr von der Partei itself überzeugt zu sein? Zurück zur Frage: Wovon sind Leute überzeugt, die direkt von der SPD überzeugt sind? es geht mir um die Grundsätze, nicht um die politischen Ziele Bei allen anderen Parteien ist es klar (alles von mir definiert;ich gehe von groß nach klein Q): CDU/CSU: Wirtschaft ist alles. FDP: Freiheit ist alles. Die Linke: Sozial ist alles. B90/Die Grünen: Mutter Natur ist alles. NPD: Deutsche sind alles. Es geht mir hierbei nicht um das verbreiten oder ändern von Meinungen, sondern ausschließlich um Verständnis. Ich möchte auch nichts gegen die SPD sagen. Ich verstehe also, warum Leute von den Grundsätzen dieser Parteien überzeugt sind. Von Linke bis NPD Aber was ist der Grundsatz der SPD? |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Reg: 07.07.2006
Beiträge: 747
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Der Thread ist mir zu pauschalisierend. Worauf willst du hinaus? Lies dir das Parteiprogramm durch, jede Partei hat Grundsatzbeschlüsse, die im Internet einsehbar sind. Da wird auch auf ganz allgemeine Fragen der Weltanschauung eingegangen, also nicht nur auf "wir senken die Steuern" oder "wir erhöhen die Steuern" oder "die Steuern sind uns egal, hauptsache es kommen keine Stop-Schilder im Internet"...
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#3 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Aber ich glaube nicht, dass der durchschnittliche SPD-Anhänger "seine Meinung der Partei angleicht". Die SPD hat es halt in diesen Zeiten auch nicht gerade leicht: Auf der einen Seite grabscht der Lafontaine mit der Linken an den ursprünglichen Themen der SPD rum, dazu klingt das ganze bei der Linken immer noch vieeeeel schöner und "Volksnäher" als bei der SPD weil die Linken sich wenig Gedanken über Umsetzbarkeit/Finanzierung machen. Auf der anderen Seite steht die CDU, die zwar laut Parteiprogramm weiter rechts stehen, aber die auch eine Kanzlerin stellt die gelegentlich sehr weit nach links rutscht und ihre Partei mitzieht. Da wird es halt eng für die SPD. (Und auf der rechten Seite hat die FDP folglich als einzige "wirkliche" liberal-konservative-wirtschaftsfrundliche Alternative umso mehr Platz). |
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#4 (permalink) |
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abgemeldet
Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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auf das pauschalisierende will ich hinaus
= genau, wakkido.. jede Partei hat ihre Besonderheit, was sie von den anderen unterscheidet. Außer die SPD, die ist von allem ein bisschen - daher die Alternative = also euch fällt auch nichts ein was man als 'Grundsatz der SPD' bezeichnen könnte, oder?
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#5 (permalink) |
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grafikdilettant
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Die SPD ist, neben der CDU/CSU eben eine Volkspartei (eben einfach wegen ihrer Größe). Da lässt sich schlecht ein einheitlicher Grundsatz festlegen. In beiden oben genannten Parteien gibt es linke und rechte Flügel, Wirtschaftsexperten und Umweltschützer (ja, selbst bei der CSU solls die geben
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#6 (permalink) |
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Russland-Fan
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Also ich persönlich könnte nichts extrem negatives über die SPD in den letzten Jahren sagen... (natürlich könnte ich Sachen aufgreifen, die mir nicht gefallen... Zum Beispiel wurden die Hartz-Gesetze nicht angepasst oder der Kündigungsschutz... Dafür sind aber auch andere Parteien da...
Die Blockadehaltung der SPD während der letzten Periode Kohls hab ich mir nur angelesen... Ich finde gut, dass die SPD nach einer langen Zeit des Stillstands nötige Reformen angepackt hat und damit Deutschland bestimmt weitergebracht hat... Problem der SPD ist aber gerade ihr pragmatischer Weg, der in einer 5-Parteien Demokratie sehr, sehr schwierig ist... Die SPD wird am ehesten zerieben zwischen den "Sozialromantikern", die gerne zur Linken abwandern und den "Wirtschaftsfreunden" wie Clement (der ja jetzt offiziell für Westerwelle wirbt)... Da denken sich eben viele Wähler: Na, dann wähle ich lieber das Original: Linke oder FDP... Als weiteres Problem würde ich den Anspruch als Volkspartei bezeichnen... Den wird die SPD in einer zerfasernden Gesellschaft nicht aufrecht erhalten können... Außerdem ist die SPD meiner Meinung nach zu wenig zufrieden mit dem Erreichten... Sie stellt zu wenig heraus, was sie in den letzten Jahren durchgesetzt hat... Mir kommt es immer so vor, als ob sie sich dafür fast entschuldigen wollen... Das ist wenig authentisch... Auch Vorwürfe gegenüber der Opposition sind nach 11 Jahren Regierungsarbeit irgendwie nicht besonders glaubwürdig... Für mich ist die SPD deshalb auch keine Alternative... Nach 11 Jahren sollten auch mal andere wieder probieren Deutschland fit zu machen... Zu lange Regierungszeiten machen einen nur fett, träge und unflexibel... (siehe Kohl...
Bier ist gut...
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#7 (permalink) | ||
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abgemeldet
Reg: 25.04.2006
Beiträge: 1.513
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Zitat:
'Weil sie (die SPD) meine Ziele außer in einem Punkt perfekt trifft' hab ich von ihm als Antwort bekommen. Musste mich echt zusammenreißen um da nicht ne Facepalm zu bringen.. aber hier darf ich das -.- == Zitat:
der begriff Alternative steht für mich nicht im gegensatz dazu, dass die SPD seit Neunzig (?) Jahren integrierte Partei ist. 'Alternative' steht für das 'alles andere ist scheiße, also nehm ich das'-denken. Geändert von Anax (26.09.2009 um 17:45:40 Uhr) |
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#8 (permalink) |
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mostly harmless
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Vor allem, seit dem die SPD links überholt wurde, fehlt ihr selber das Angestammte Thema. Unter Schröder drängten sie zur Mitte - da sitzt aber die FDP. Inzwischen rückt man wieder weiter nach links - das sitzen aber inzwischen die Linken. Allerdings gab es mit jedem Parteivorsitzenden seit 2005 eine neue Ausrichtung. Wenn die SPD dieses Hin- und Hertaumeln nicht bald einstellt, werden sie Langfristig auch nicht mehr auf einen Grünen Zweig kommen.
Man hat es ja an der FDP gesehen, wie lange es gedauert hat, den Nimbus "Spaßpartei" abzulegen (Wobei ich das Bild erst aus dem Kopf bekommen werde, wenn G. Westerwelle nicht mehr Parteivorsitzende ist). |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#9 (permalink) | |
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klamm-Bot
Reg: 25.04.2006
Beiträge: 2.754
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Folgende News wurde am 29.09.2009 um 20:05:25 Uhr veröffentlicht:
SPD-Stühlerücken: Beerbt Gabriel Müntefering? DPA-News Zitat:
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#10 (permalink) |
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mostly harmless
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Was glaubt ihr, wer Müntefering beerbt? Wirklich der "Erzengel", oder doch eher Party-Bürgermeister "DJ Klaus". Oder doch A. Nahles, das troyanische Pferd der Linkspartei?
Oder gibt es sonst noch Alternativen? |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#12 (permalink) |
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mostly harmless
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Stimmt - Gabriel war der einzige, der überhaupt Wahlkampf gemacht hat...
Fragt sich nur, ob er sich gleich in der ersten Zeit nach der Wahl verschleißen will... Es könnte auch ein Übergangs-Bauernopfer vor geschickt werden... so einer wie Beck. Obwohl - der war es ja schon...
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#14 (permalink) |
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Lunatic
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Ist die Frage, wie stark die SPD nach links rücken will...und das wiederum hängt davon ab, ob sich der Kreis um (Schröder/)Steinmeier letztlich durchsetzt oder der linke Flügel mit Wowereit und Nahles...momentan sieht's ja recht zwiespältig aus, wenn Steinmeier die Fraktion führt und die Linken die Partei...das ginge nicht lange gut...
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#15 (permalink) |
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mostly harmless
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Uhhh. ich hab gerade in der Lokalpresse gelesen, das man in Hessen tatsächlich schon über eine Rückkehr von Frau Yps spekuliert...
Noch ein Kopf mehr für die Linke... Allerdings könnte sich T-S-G jetzt endlich von Ihr emanzipieren...
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