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MASSIVE AGGRESSIVE
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Gerade las ich die Klamm-News, da irgendein Niemand aus Nirgendwo die These aufgestellt hatte, dass die israelischen Olypioniken aus dem Jahre 1972, die einem Attentat zum Opfer fielen, dies bewusst getan haben sollen, um den Märtyrerstatus zu erlangen.
Persönlich halte ich das natürlich für Unsinn, der ZdJ zieht hingegen sofort mit schwerem Gerät zu Felde und spricht sogleich von "purem Antisemitismus". In den Kommentaren wurde dann auch ein Text aus einer Anhörung aus dem deutschen Bundestag verlinkt. Meine Meinung dazu: Da ich selten so viel gequirlte Scheiße auf einem Haufen in rhetorisch schöner Verpackung gelesen habe, selbst unzählige Male in anderen Threads neben dem eigentlichen Thema auch den Antisemitismus diskutierte und weil ich denke, dass sowas auch ein eigenes Thema füllen könnte, dieser Thread. Den Gedanken des Herrn Bloemendaal folgend, ist de facto jeder Mensch ein Antisemit, der das Judentum, Israel oder einen einzelnen Juden kritisiert. Er unterscheidet zwischen Vorurteilen und Ressentiments (merkwürdigerweise nicht auf soziologisch korrektem Wege Voruteil versus Stereotyp) und stellt jedewedes negatives Vorurteil als Ressentiment dar. Hat man also beispielsweise das Vorurteil, dass Israel im Nahen Osten eine militärische Lösung einer diplomatischen Lösung vorzieht, wäre man folglich sogleich ein Antizionist. Kritisiert man zusätzlich noch den ZdJ in seiner Arbeit, weil der vielleicht das Treiben des Staates Israel unterstützt und verteidigt, ist man zusätzlich noch ein Antisemit. Faktisch sagt Bloemendaal selbst, dass der klassische Antisemitismus nicht mehr oder kaum mehr existent ist und definiert ihn einfach neu - nach seinen eigenen Maßstäben. Das tut er sehr geschickt, denn er dichtet Geschichten aus dem täglichen Leben eine Grundmotivation an und deutelt dann so lange daran herum, bis ein negativer Grundtenor übrig bleibt. Der hat dann zwar mit der Realität nicht mehr viel gemein, jedoch kann man damit jede Kritik gegen Israel und dem ZdJ schon im Keim ersticken. Und dem Ganzen hat man sogar ein Wort verpasst: Antisemitismus. Etymologisch betrachtet totaler Unfug, aber es wird heute wie selbstverständlich als pseudowissenschaftlicher Begriff für "Judenhass" benutzt. Mir stellt sich dabei eigentlich immer die Frage: Wie kritisiert man Israel oder den ZdJ richtig? Es muss doch eine Möglichkeit geben, das Tun eines Staates angemessen zu kritisieren ohne den üblichen (und auch nutzlosen) Disclaimer hinzufügen zu müssen, selbst keinerlei Hass gegen Juden zu empfinden. Sonst müsste ich sagen: Wer diesen meinen Beitrag kritisiert, ist ein Antiphotonist... Gruß, Photon
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
15 Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht. Das Alter gönnt ihm doch endlich nicht Frieden, obwohl der Speer ihn spart. 21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles Und weiß doch selbst nicht was er wissen sollte, dass er nicht fehlerfrei ist. 38 Nie fand ich so milden und kostfreien Mann, der nicht gern Gab' empfing. Mit seinem Gute so freigebig keinen, dem Lohn wär' leid gewesen. |
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#2 (permalink) | |
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mostly harmless
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Einfaches Grundschema: Kritisieren, ohne zu verallgemeinern.
Meldet sich der ZdJ zu Wort heißt es sofort wieder: Zitat:
Nachtrag: ich sollte vielleicht noch erwähnen, das ich genau solche Tendenzen nicht dulden werde und den Thread sofort zu mache, wenn es darauf hinausläuft. |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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Kulturbereicherer
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Zitat:
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MASSIVE AGGRESSIVE
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Nun lässt sich aber beim ZdJ durchaus ein Grundschema erkennen. Denn jedwede Kritik gegen ihn als Institution im Allgemeinen oder auch Kritik bezüglich einzelner Äußerungen wird stets als Antisemitismus abgetan, sofern der Kritiker ein Nichtjude ist. Im Falle der Tochter Galinskis (Evelyn Hecht-Galinski) und ihrer harten Kritik am ZdJ und Israel konnte man natürlich auf dieses stilistische Mittel nicht zurückgreifen, man hat sie wohl mit Missbilligung gestraft.
Im Falle einer Israel-Kritik wird gern mit dem Wort "Antizionismus" gespielt, der seinen Ursprung natürlich (wie kann es anders sein) im Antisemitismus hat und somit nur als Tarnung für verinnerlichten Antisemitismus herhalten muss. Du selbst hast es doch oft genug im Forum mitbekommen, wie schnell jede Kritik am Staat Israel oder dem ZdJ einem fest verwurzelten Antisemitismus zugeschrieben wird. So viele Samthandschuhe kann man gar nicht anziehen, will man Israel / den ZdJ ohne Disclaimer kritisieren. Aber bringt man den nutzlosen Disclaimer, wird es ohnehin als "Feigenblattargumentation" abgetan. Wenn Du das verlinkte PDF gelesen hast, dann stell' Dir einfach die Frage: Was bleibt überhaupt noch übrig, das man kritisieren könnte? EDIT: Zitat:
Gruß, Photon
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#5 (permalink) | |
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mostly harmless
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Zitat:
Für mich ist der Punkt der über die Wertung von geäußerter Kritrik entscheidet die Frage: Klammert man den Umstand aus, das hier Juden Lobbyarbeit betreiben? In den meisten Fällen nicht. Der ADAC, der Arbeitgeberverband, die Autoindustrie, die Energeikonzerne nutzen GENAU DIE GLEICHEN Stilmittel und Verhaltensschemata wie der ZdJ - nur komischerweise, ernten die zumeist Kopfschütteln oder sachliche Kritik, oder. im idealfall, eine sinnvolle Dikussion. steht irgendwo was vom Zentralrat, wird es unsachlich. |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#6 (permalink) | |
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MASSIVE AGGRESSIVE
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Zitat:
Der ZdJ ist es doch selbst, der jeden Kritiker sofort mit dem Antisemitismus-Stempel belegt. Du nennst es Übertreibung, was es zweifelsfrei natürlich ist. Aber wie sollte unter diesem Umständen eine Diskussion möglich sein? Jede sachlich geübte Kritik eines Nichtjuden wird doch schon somit im Keim erstickt. So gesehen ist es zwar völlig falsch, wie im Kindergarten zu argumentieren: "Der ZdJ war doch zuerst unsachlich. Was der darf, darf ich auch!". Allerdings denke ich, dass nicht der Kritiker der auslösende Faktor ist, weswegen jede Kritik am ZdJ oder Israel unsachlich wird. Obgleich ich Dir zustimmen muss, dass nach Jahrzehnten ZdJ'scher Übertreibungen, Mutmaßungen und Schuldzuweisungen jedes Wort des ZdJ viel "kritischer" (um nicht zu sagen: überreizter) aufgenommen wird, als das des ADAC. Gruß, Photon
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
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Oder hast du deine Sätze missverständlich ausgedrückt? |
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#8 (permalink) | |
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MASSIVE AGGRESSIVE
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Zitat:
Aber der ZdJ versteht sich als Sprachrohr der Juden in Deutschland und Israels. Folglich setzt er es mit einer generellen Ablehnung des Judentums gleich, wenn man ihn kritisiert. Somit also über jede Kritik erhaben? Außerdem: Was ich privat oder hier im Forum von mir gebe, hat doch überhaupt keine politische Relevanz. Wenn ein Herr Möllemann das Gleiche tut, geht sein Fallschirm nicht auf hagelt es sofort massive Kritik aus allen Ecken. Natürlich kann sich ein Diplomat nicht so äußern, wie ich es tun kann. Dafür ist er aber auch Diplomat und ich nicht ![]() Merkwürdig... Gruß, Photon
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#9 (permalink) | ||
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mostly harmless
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Zitat:
Im normalen leben hast du natürlich recht - da kommen solche Argumente selten, bzw selten in den Abendnachrichten, es sei denn sekundär, der der Zentralrat sie anspricht. Zitat:
![]() Meine Aussage in anderer Form: Kritik am ZdJ, wie zu jeder anderen Interesssenvertretung (ober Lobbyistenfraktion) halte ich für legitim und richtig, solange der Umstand, das es sich hier um eine Interessenvertretung der Glaubensgemeinschaft des Judentums geht, nicht essentiellen Charakter einnimmt - verstanden ? |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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@darkkurt
Deine kritische Sicht in Ehren, aber wenn Du schon so kritisch bei Kritik gegen eine Institutionbist, das man die Aussagen dieser nicht verallgemeinert, verunglimpft oder was auch immer. Warum hast Du diese kritische Sichtweise nicht auch bei anderen Institutionen die gewisse Religionsgruppen vertreten etc. da darf man doch dann auch alles dazu sagen. Finde ich z.T. etwas heuchlerisch. Aber ok, mach halt wie Du denkst, ich denk mir dann nur meinen Teil dazu.
In other countries this process might be described as ethnic cleansing, but political correctness forbids such language where Israel is concerned. If the international community cannot take some action, it must be surprised if the people of the planet disbelieve that they are seriously committed to the promotion of human rights.
John Dugard, Special United Nations Rapporteur on human rights in the occupied Palestinian territories |
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#11 (permalink) | |
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Krieg & Krawall
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Zitat:
It was a dream big enough to fit the whole world.
It was a dream where everyone was equal under the eyes of God. Bono - 28.03.2005 San Diego |
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#12 (permalink) | |
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mostly harmless
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Zitat:
Ansonsten - bleibe bitte beim Topic , alles andere passt in den Nahost Threads. |Meine Bücherkiste|Willi an der Macht?|asoziales Netz?|Mehr Signatur|Hörbuch gefällig?"Wir spielen jetzt Krieg!" "Warum spielen wir nicht Frieden?" "Zu wenig Rollenmuster!!!" (aus Calvin & Hobbes) Sammelartikel, Bücher, Geschirr & mehr! |
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#13 (permalink) | |||
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
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In other countries this process might be described as ethnic cleansing, but political correctness forbids such language where Israel is concerned. If the international community cannot take some action, it must be surprised if the people of the planet disbelieve that they are seriously committed to the promotion of human rights.
John Dugard, Special United Nations Rapporteur on human rights in the occupied Palestinian territories |
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#14 (permalink) | |
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MASSIVE AGGRESSIVE
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Zitat:
"Verunglimpfung" würde ich beispielsweise nennen, was der Herr X aus dem verlinkten PDF von sich gegeben hat. Denn er schreibt somit faktisch jedem Menschen (im Grunde sogar der E. Hecht-Galinski) latenten oder ausgeprägten Antisemitismus und/oder Antizionismus zu. Gruß, Photon
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
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#15 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
und sowas kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Entweder jeder darf "kritisiert" werden und zwar gleich, oder niemand.
In other countries this process might be described as ethnic cleansing, but political correctness forbids such language where Israel is concerned. If the international community cannot take some action, it must be surprised if the people of the planet disbelieve that they are seriously committed to the promotion of human rights.
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