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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Hallo Klammunity,
immer wenn ich hier im RL-Forum vorbeischaue, lese ich Verweigerungsthreads. Manche setzten Drogen ein, manche die schlimmsten Krankheiten. Und viele Tips sind einfach falsch. Was ist den so schlimm an der Bundeswehr? Kein Wehrpflichtiger wird zu einem Auslandseinsatz oder Kriegseinsatz gezwungen. Das machen alles die Freiwilligen oder Berufs- und Zeitsoldaten. Ich selbst war 12 Jahre bei fast der härtesten Truppengattung, die es gibt. Das meine ich jetzt in Sachen körperlicher und psychischer Belastung. Ziehe ich meine Eingliederungsphase und meine eigene Ausbildung ab, habe ich etwas über 9 Jahre Rekruten ausgebildet. Alle waren weit weg von der Mama, mussten ihren Beruf nach der Ausbildung unterbrechen oder ihr Studium um ein paar Monate verschieben. Alle 12- 15 Monate neue Rekruten, weil sich die Wehrdienstzeit ja ständig geändert hat. In der Grundausbildung immer 35-50 Rekruten im Zug, wovon ich 29 über die gesamte Wehrpflicht dann jeweils behalten konnte. Ich kenne über die gesamte Zeit nicht einen Wehrpflichtigen, der mir ins Gesicht gesagt hat oder hinter meinem Rücken geäußert hat, dass ihm die Zeit bei der Bundeswehr geschadet oder Leid getan hat. Viele der vielen Hundert Rekruten die ich durch die Wehrdienstzeit gebracht habe, haben mir sogar für die schöne Zeit und die vielen Erfahrungen gedankt. Jeder Jahrgang hat mir eine persönliche Wittmung in Form von Fotos, Karten etc. hinterlassen. Mit einigen stehe ich heute noch in Kontakt. Und ich bin selbst schon 7 Jahre ausgeschieden. Veratet mir mal, warum Ihr Euch unbedingt vor dem kurzen Dienst für unsere Staatsform und der Sicherstellung der gleichen so sträubt.
Ich stehe diesem Forum nicht mehr zur Verfügung!
Ich werde keine PN mehr beantworten, noch werde ich Anrufe oder private Mails mehr beantworten. Ich bitte, dieses zu akzeptieren. Geändert von kopi-marl (29.07.2006 um 22:02:08 Uhr) |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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ich frage mich grade, wieso ich mit ein paar monaten grundwehrdienst die demokratie sichere, obwohl ich in der gleichen zeit leuten helfen könnte (zivi) oder meine ausbildung vorantreiben könnte
. mir fehlt da einfach der sinn... unterordnen kann ich mich woanders auch.
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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In dem Du zur Staatssicherheit beiträgst!
Aber ich hatte einen Aspekt völlig vergessen! Die Zivis tragen auch dazu bei! Ich wollte nicht den Zivildienst bezweifeln, der ein großes Standbein für die staatliche Grundsicherung beiträgt. Ohne Zivis geht auch vieles unter oder kostet noch mehr Geld. Ob an Behindertenschulen, in Pflegeheimen oder Pflegediensten. Nein, ich wollte mit dem Thread anfragen, warum sich soviele junge Leute allgemein vor einem Dienst für die Staatsform weigern und bin dabei völlig in meine Sicht verfallen. SORRY!
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#4 (permalink) | |
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Eta Capricorni
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Zitat:
Warum soll ich stattdessen nicht meine Karriere vorrantreiben und für meine Familie (wenn man den eine hat) sorgen und bei ihr sein. Andere Länder haben es auch geschafft, warum schaffen wir es nicht die Wehrpflicht abzuschaffen? |
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#5 (permalink) | |||
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iчɔʇıq
Reg: 24.05.2006
Beiträge: 721
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Zitat:
Ich habe auch verweigert - nicht weil ich einfach keinen Bock auf die Bundeswehr hatte, sondern weil ich es persönlich für moralisch nicht haltbar erachte, einen Dienst an der Waffe durchzuführen. Zum Bund gemusst hätte ich so der so nicht, da ich T3 gemustert wurde. Zitat:
Zitat:
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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In meiner Einheit hatte ich so gut wie keine Arbeit, da wir überbesetzt waren => unnötige Steuergelderverschwendung. Ich habe ein Jahr zwischen Schule und Studium verloren. Ich konnte nichtmal die Möglichkeit für kostenlose Kurse nutzen, da ich bei einem Geländemarsch meinen Miniskus gerissen habe und so einige Zeit im Krankenhaus war. Es war zwar teilweise recht interessant, aber das waren die 10 Monate nicht wirklich wert. Ich hätte wohl doch Zivildienst machen sollen. Zumindest ist das meiner Meinung nach ein besserer Dienst für die Gesellschaft.
MfG respawner |
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#7 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Hätten wir keine Wehrpflichtigen mehr, würden alle Zeit- und Berufssoldaten für den Auslandseinsatz eingeplant. Somit ist der Wehrpflichtige ein Kontrollorgan der Politik. Und andersherum: Wenn es den Wehrpflichtigen nicht mehr gibt, gibt es den Zivi auch nicht mehr. Wer soll den die ganzen Kosten für die Dienste, die der Zivi leistet erbringen?
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#8 (permalink) | ||
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bekämpft die Mächte des Bösen
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Ein Thema für mich
Zitat:
Die 9 Monate waren einfach nur für'n Arsch Um deine Frage im letzten Satz zu beantworten: Zitat:
![]() Ich habe durch meinen "Dienst" ein ganzes Jahr an Zeit verloren, wo ich hätte mein Studium früher anfangen können. Is doch kein Wunder, wenn sich jeder beschwert "OMG ! Unsere Leute können nichts mehr", "Kompetente Leute werden rar", ... und auf der anderen Seite hindere ich die, die mehr in der Birne haben, als nur lustige Abenteuer beim bewaffneten Karnevalsverein mitzumachen, ihre Aus-/Weiterbildung voranzutreiben. Das passt meiner Ansicht nach nicht zusammen. Insgesamt ein doch sehr kritisch gewordener Post, aber das musste mal raus. |
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#9 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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zu den zivis: da gebe ich dir recht!
aber zu Zitat:
edit: und was ist an der eigenen ausbildung egoistisch?? von den steuergeldern wurdest du 12 jahre lang bezahlt! |
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#10 (permalink) | |
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Eta Capricorni
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Zitat:
Die haben trotz der Erlassung der Wehrpflicht doch trotzdem eine Armee oder? Tja die Zivis, dass die gebraucht werden is klar, aber diese zu ersetzten ist eine Aufgabe der Politik. und zum Punkt politisches Kontrollmittel: Das ist nicht dein Ernst oder? Die Leute die die Einsätze planen werden ja wohl in der Lage sein nur so viele Leute "raus zu schicken", ohne das Deutschland gefährdet wird?!? |
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#11 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Aber zu den anderen Beiträgen: Habt ihr Euch mal überlegt, was der so geschichtlich geschundene deutsche Staat ohne eine Wehrpflichtarmee und ohne Zivis wäre? Die Bundeswehr hat doch einen Hintergrud. Die Wehrpflicht zur eigenen Sicherheit auch. OK. Wir haben keine Bedrohung im Moment und im politisch gewollten Auslandseinsatz stehen freiwillige. Aber der Staat muss doch einen eigenen Schutz vorhalten. Und der muss auch funktionieren. Soll man soldatischen Befehlsgehorsam erst trainieren, wenn der Feind im Land steht? Es gehört doch dazu, dass die Truppe auch einsatbereit ist, sonst ist es doch kein Schutz. Aber ich verstehe gerade wegen meiner Erfahrung auch jeden Wehrpflichtigen, der das ein oder ande Ausbildungsziel nicht versteht, weil er einfach die Monate abreißt. Ist mir persönlich allerdings nie vorgekommen. Es soll auch andere Vorgesetze geben, die einfach nur Zivilversager sind und die Macht genießen
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#12 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
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#13 (permalink) |
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Kaffeetrinker
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Was mich an der ganzen Sache am ehesten stört ist die Unfairness: Entweder, es werden alle gezogen (Bund oder Zivi) oder keiner. Nur nen Teil gar nicht zu mustern oder zu ziehen ist Schwachsinn. DANN geht einigen wirklich das Jahr verloren im Vergleich.
Wenn Wehrpflicht, dann bitte wie in der Schweiz (soweit ich das System kenne): jeder und regelmässige "Nach-Manöver". Für jeglichen Einsatz nach 10-30 Jahren wären unsere Wehrpflichtigen doch eh nicht geeignet. Aber wo ich dem Threadersteller recht gebe: Diese "wie umgehe ich das ganze am besten"-Haltung geht mir auch aufn Sack. Aber diese egoistische Durchschummel-Haltung zieht sich eher durch alle Bereiche des Lebens und wird immer ausgeprägter, nicht nur bei der Wehrpflicht. |
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#14 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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@SubZero: Gebe Dir in allen Pukten recht! Du hast verstanden, warum ich den Thread eröffnet habe. Ich wollte keine Grundsatzdiskussion über die Wehrpflicht, sondern Meinugen einholen, warum man sich mit Händen und Füßen davor oder vor dem Zivildienst wehrt.
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