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#1 (permalink) |
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mammut
Reg: 25.05.2007
Beiträge: 799
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Hallo,
meine Schwester mietet einen kleinen Friseurladen in einem kleim Hof eines Malerbetriebes. Den hat Sie damals von der Mutter des Chefs des Malerbetriebes übernommen. Nun hat der Maler (der auch Vermieter ist) seinem Azubi gekündigt. Da dieser sich das nicht gefallen lies gab das natürlich Ärger (Aufhebungsvertrag, Abfindung,...). Der Maler hat dann gleich noch (per Einschreiben) einen Brief an die gesamte Familie des Azubis geschickt und diesen Hausverbot erteilt. Die Familie ist aber schon seit Jahren Stammkunde bei meiner Schwester, diese dürfen nun das Grundstück nicht mehr betreten. Das das nicht so einfach geht weiß meine Schwester, der Maler hat auch schon öfters Ärger gemacht, was meiner Schwester auch an die Psyche geht. Wie würdet ihr euch Verhalten? Sie würde gerne einen neuen Laden miete, das wäre aber eine hohe finanzielle Belastung für Sie, obwohl unsere Eltern Sie da auch unterstützen würden. Kann der Vermieter einfach ohne triftigen Grund Leuten verbieten den Friseursalon zu betreten? |
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#2 (permalink) |
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Scripteshop24.de
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Dass der Vermieter hier leicht wider der Norm handelt, steht außer Frage, weiß nun auch nicht, wie es rechtlich aussieht, da er zwar Eigentümer des besagten ladens ist, aber das Hausrecht dem Mieter zusteht.
Ich würde in einem solchen Fall einen Anwalt dazu holen, um auch eine eventuelle Abmahung gegen den Vermieter wegen Geschäftsschädigung zu erwirken, am besten mit einer hohen Strafbewährung. |
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#4 (permalink) |
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HA HO HE
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Dann kann sie den Laden auch gleich zumachen!
![]() Das macht am wenigsten Ärger und Stress! Ich würde mal sagen, Ihr, bzw. deine Schwester müsste sich überlegen, ob man den gerichtlichen Weg geht, der lange lange dauern kann und sehr viel Kraft von einem verlangt, oder ob sie nicht einfach auszieht und dem ganzen Ärger aus dem Weg geht! Was zwar bestimmt mit Unkosten zutun hat, sie aber nicht über Jahre an diesen Vermieter denken muss. Ich habe das selbe mit einer Hausverwaltung erlebt! Da war es auch leichter die Wohnung zu streichen und dann Good Bye zu sagen! AUf nimmer wieder sehen, als sich dann mit denen vor nem deutschen Gericht zu zancken, wo der Vermieter es dann einfach aussitzt und du ein Wrack wirst! |
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#5 (permalink) | ||
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Klammdrachen
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Der Vermieter hat den Laden vermietet und somit das Hausrecht an den Mieter übertragen, ein eingreifen seinerseits ist nicht zulässig.
Da sie sein Grundstück betreten müssen, um in ihren Laden zu kommen, ist es so, dass sie direkt und ohne Umwege in den Laden gehen müssen. Untersagen kann er der gesamten Familie das schon mal gar nicht, denn auch Hausverbot muss gut begründet werden, wenn es Geschäfte einschließt. Bei der Sachlage ist ein Gespräch mit einem Anwalt immer ratsam. Der muß ja nicht gleich eingeschaltet werden, aber so ein Beratungsgespräch sollte drin sein, dann ist man auf der sicheren Seite. Zitat:
Zitat:
Geändert von DragonLilly (06.09.2010 um 04:14:18 Uhr) |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Und was nützen all die Tipps? Um wieviele Leute geht es, die Hausverbot haben? 2 oder 3? Da es hier um eine gewerbliche Nutzung geht und nicht um eine private kann der Vermieter dann einfach der Schwester Kündigen. Zumindest, wenn keine feste Laufzeit vereinbart wurde. 6 Monate später wird sie also gezwungen den neuen Laden zu suchen, egal ob sie genug gespart hat dafür oder nicht. Egal ob sie dann schon eine adäquate alternative hat oder nicht.
Also ich würde zumindest so lange die Hausbesuchlösung bevorzugen, bis ich eine neue Immobilie (passende Lage, finanzielle Rahmen, etc.) in Aussicht habe und dann halt auf mein Recht erst pochen.
http://www.klamm.de/?weblog=129824
Als ich ein Kind war schrieb ich oft das Wort "nackt" hundertemale auf ein Stück Papier und rieb dann mein Gesicht darin http://www.krisis.org/diverse_manifest-gegen-die-arbeit_1999.html |
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#7 (permalink) |
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Scripteshop24.de
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Zum einen ist es, wie ich schon ein paar Mal schrieb:
Wenn man ein Recht auf etwas hat, warum soll man es sich nehmen lassen und den Schwanz einziehen? zum anderen: Es wurde schon geschrieben, dass man sich einen größeren Laden nicht leisten kann, sprich, die Finanzen des Ladens werden nicht die besten sein. Kommt es nun also dazu, dass man einer handvoll Kunden sagen muss: "Sorry, aber ich kusche vor dem Vermieter, daher werde ich dich nicht mehr bedienen.", wird sich das rumsprechen, ein paar weitere Kunden werden dann vielleicht auch noch den Laden meiden, was dann zum Aus des Ladens führen kann. Geht man daher also nun den Weg, und fordert sein Recht ein, notfalls auch mit Unterlassung und Strafbewährung, so kann der Vermieter zwar den Mietvertrag zum Laufzeitende kündigen, aber es bringt dann vielleicht sogar noch Pluspunkte bei den Kunden, die einem dann am neuen Standort treu bleiben, was den Neuanfang erleichtert, und es spricht sich vielleicht noch rum, was neue Kunden schafft. Und zum Thema, Vermieter kündigt dann einfach: Die meisten gewerblichen Mietverträge sind auf 5 Jahre Laufzeit ausgelegt, so dass der Vermieter hier schon Probleme haben wird, wegen der Kündigung. Solange also die Miete nie mit mehr als einer Rate im Verzug ist, kann der Vermieter dann erst zum Laufzeitende kündigen (ab 2 Mieten im Verzug kann er fristlos kündigen). Alles in allem spricht hier also die Situation des Ladens dafür, sein Recht einzufordern. |
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#9 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
Ebenso ist das mit dem Recht haben. Ich würde immer auf mein Recht pochen, wenn mein Recht mir mehr Vor- wie Nachteile bringt. Aber nicht nur des Recht habens willen. Das ist kindisch. In diesem Fall wäre ich mir nicht so sicher was einem nun mehr bringt. Aber das kann auch nur die Person beurteilen, welche in der Situation ist.
http://www.klamm.de/?weblog=129824
Als ich ein Kind war schrieb ich oft das Wort "nackt" hundertemale auf ein Stück Papier und rieb dann mein Gesicht darin http://www.krisis.org/diverse_manifest-gegen-die-arbeit_1999.html |
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#10 (permalink) |
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mammut
Reg: 25.05.2007
Beiträge: 799
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Insgesamt handelt es sich um 6 Kunden.
Anwalt oder Gericht würde nur bedeuten das er Ihr noch mehr Steine in den Weg legt, was dann zur folge hat das sie immer wieder zum Anwalt müsste. Kündigen würde er Ihr eher nicht, da ich nicht glaube das irgendjemand sonst den Laden in der Lage mieten würde. Ich hoffe ganz stark das sie einen vergleichbaren Laden mit vergleichbarer nähe findet, den Sie neu anmieten kann. Das mit den Hausbesuchen wäre noch zu überlegen. Sie sind zwar nur zu zweit, sie könnte aber Zeit dafür haben. |
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#11 (permalink) | ||
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R1150 GS Fahrer
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Zitat:
Wurde Dir dann mal die Vorfahrt genommen? Hast Du Dir dann auch gesagt: "Ich habe Vorfahrt!"? Die Frage ist doch, wer am längeren Hebel sitzt. Und das dürfte in diesem Fall der Vermieter sein. Mir würde aus der groben Beschreibung der Umstände genug einfallen, um den Laden zu ruinieren, wenn mir der Mieter mit nem Gerichtsbeschluss kommt. Und dann bist Du wieder bei der Situation Motorrad und Vorfahrt. Ruiniere ich mir mein komplettes Leben, oder denk ich mal kurz nach. gruss kelle! Zitat:
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#12 (permalink) |
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Board-Diver
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Hat Deine Schwester denn schonmal das Gespräch mit dem Vermieter gesucht?
Ich denke, es liegt genauso im Interesse des Vermieters, dass der Salon läuft, damit er auch seine Miete bekommt. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass das Hausverbot für die Malerlokalitäten ausgesprochen wurde - ihm kann es aber ja egal sein, dass sie den Friseursalon besuchen. Das sie dafür einmal über den Hof müssen, ist wohl verkraftbar. |
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#13 (permalink) | |
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Scripteshop24.de
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Zitat:
Glaubst du das wirklich? WArum müssen Mieter dann teilweise jahrelang auf eine Räumkung warten und sitzen am Ende auf Kosten im 5stelligen Bereich? Ein Vermieter kann sich heutzutage nicht mehr zu weit aus dem Fenster lehnen, da die Gesetze in jeder Lebenslage meistens zum Kunden oder hier Mieter hingehend verbessert wurden, der Gegenseite Verkäufer / Vermieter immer mehr Auflagen gemacht werden. Außerdem vergleichst du gerade allen Ernstes eine lebensgefährliche Lage mit einer eher eindeutigen Rechtslage? Und wenn man denn wirklich so denken würde, dann dürfte man nie was machen .. damit kann also jeder mit dir machen, was er will? Cool .. ich komme dann mal bei dir vorbei und räume deine Bude aus .. denn du machst ja nichts, könnte ja sein, dass ich ein Messer dabei habe ![]() (genau so ein unsinniger Vergleich, wie deiner!) |
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#14 (permalink) | ||
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R1150 GS Fahrer
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Zitat:
Der Hof wird von einem Malerbetrieb und nem Friseurladen gemeinsam genutzt. Da kann man - die Parkplatzsituation für die Friseurkunden beeinträchtigen - sich länger hinziehende Reparaturarbeiten/Modernisierungen veranlassen - in den zulässigen Grenzen Lärm- und Geruchsbelästigung intensivieren - nen Hund in artgerechter Haltung, der alle Kunden anbellt, weil Wachhund - nen Taubenschlag, wo die Scheiße runterfällt ... Kannst Du sicherlich überall gegen klagen, ist Dein gutes Recht. Das bringt Dir die Kunden aber auch nicht wieder, und die Privatinsolvenz wird auch nicht kürzer. gruss kelle! Zitat:
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#15 (permalink) | |
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mammut
Reg: 25.05.2007
Beiträge: 799
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Zitat:
Der Kundenparkplatz im Hof wurde Ihr schon weggenommen. Er hätte viele Möglichkeiten Ihr das leben schwer zu machen. Ich hoffe sie findet einen neuen Laden. |
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