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#1 (permalink) |
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Kritiker
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Hallo,
ich mache zur Zeit einen Kurs mit der sich mit der Pflege und Betreuung Alter Menschen beschäftigt. Auf dem Stundenplan stand heute "Ethische und soziale Apekte von Tod und Sterben". Wir sind ein recht kleiner Kreis von 7 Teilnehmern gewesen und haben eigentlich so fast 6Stunden über unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse mit diesem Thema gesprochen. Natürlich kamen wir auch auf das Thema "Jenseits" "Leben nach dem Tod". Nun würde mich mal interessieren wie ihr darüber denkt, wie ihr damit umgeht. Es ist ja ein Unterschied ob man einen Menschen verliert weil er sein "Leben gelebt (also natürlich alt geworden ist) hat" oder z.B.: Plötzlich durch einen Unfall oder ähnliches. Bedanke mich schonmal für die Teilnahme. Flessi |
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#2 (permalink) |
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... rundet auf!
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Diskussion, die ins Unendliche führt.
Aber da du nur fragtest, wie man persönlich darüber denkt. Ich selbst glaube an das "Jenseits", jedoch nicht nach den Vorstellungen einer der bestehenden Religionen. Ich kann und will mir vor allem einfach nicht vorstellen, dass nach dem irdischen Leben alles enden soll und nichts danach folgt. Allein aus dem Grunde, da die Energien der Seele, denn an die Existenz einer menschlichen Seele glaube ich auch, nicht einfach so verschwinden können. Eventuell glaube ich sogar an die Wiedergeburt. Ich kanns nicht genau festlegen, da man es einfach nicht weiß und nicht wissen wird, so lange man lebt. Jedoch schließe ich es nicht aus. Fest steht, dass es mir niemals in den Kopf gehen wird, dass dies hier, das irdische Leben, welches wir führen, schon alles gewesen sein soll. Denn hey, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und wie man mit dem Tod umgeht? Lächerliche Frage. Die, die so etwas noch nicht erlebten, sind der Meinung "Das Leben geht weiter". Geht es auch, ob man es nun zulässt oder nicht. Vor 10 Monaten und 2 Tagen starb einer meiner besten Freunde. Junge 17 Jahre war er alt. Was soll man dazu noch sagen? Das Leben geht weiter? Klar findet man sich nach einer gewissen Zeit der verflixten Fragestellungen, der Vorwürfe, der Trauer wieder im Alltag ein. Jedoch wird man, wie viele so gern dahinsagen nie "darüber hinweg" sein. Der Schmerz ebbt nicht ab, die Fragen bleiben erhalten. Hinzu kommen Selbstvorwürfe... Wie bei mir zum Beispiel das Vergessen seiner Stimme. Auch wenn ich zwar in mein Leben zurückgefunden habe, heißt es nicht, dass es je so sein wird wie vorher. Nunja. Ich bin sowieso der Meinung, dass ein Mensch, der nie einen für sich wichtigen Menschen auf eine solch grausame Art und Weise verlor, niemals einen auch nur annähernd stechenden, unglaublich quälenden Schmerz nachempfinden kann. Ein Thema, worüber man stundenlang erzählen kann und niemals zu einem Ende kommt. So wie es philosophische bzw. ethische Diskussionen an sich haben. Grüßle, Sandra Ich trage nur das Schwarz, das mir gefällt.
Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. |
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#3 (permalink) |
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Lernender
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Ich bin da etwas stumpfer, ich glaube an keine Gottheit, an kein Jenseits, nicht an Garten Eden, ich glaube auch nicht an die Wiedergeburt. Ich brauch das nicht. Ich habe auch keine Angst vorm Sterben, kann das nicht mal begründen, obwohl ich doch eigentlich davor Angst haben müsste.
Zum Tod gehört das Leben, genauso wie zum Sterben die Geburt gehört und darin liegt mein Umgang mit Tod und sterben. Ein Mensch geht und ein anderer kommt. Einer geht zu früh und ein anderer lebt länger. Das einzige was mich stört, wo Mensch auch für meinen Geschmack zu verbissen ist, dass das Gehen manchmal zu lange dauert. Die Geburt geht schneller wie manchmal das Gehen, weil dank Medizin und Fortschritt das Leben verlängert wird, obwohl es nicht mehr Lebenswert ist. Das stört und grämt mich, weil man seinen eigenen Abgang und der wird irgendwann kommen, nicht selbst bestimmen und auch nicht beeinflussen kann. Ich denke man wird keine Schmerzen haben, aber der Gedanke in einem Bett dahinzuvegetieren und am Leben nicht mehr teilzunehmen, würde ich meiner Familie nicht antun wollen. Interessantes Thema, was gern verschwiegen und gemieden wird. MfG Maik |
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#4 (permalink) |
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... rundet auf!
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@maiki123:
Darf ich fragen, ob du schonmal jemanden verloren hast? Meist, nicht immer, aber oftmals ändert sich eine solche Meinung dadurch schlagartig. Angst vor dem Sterben ist so eine Sache. Wieso solltest du auch Angst davor haben, wenn du nicht glaubst, dass danach noch etwas kommt?! Wovor solltest du Angst haben? Höchstens vor der Ungewissheit. Ob ich direkt Angst vor dem Sterben habe, weiß ich nicht. Da ich an etwas glaube, einfach nur an die Tatsache, dass noch mehr folgen muss, habe ich wahrscheinlich vor der Offenbarung dessen Angst. Ich bin da denke ich etwas anders, als andere. Ich sage oft vor mir her, dass ich nicht sterben will. Jetzt noch nicht. Aber wohl auch das alles erst nach dem Tod von Nico, wie oben beschrieben. Grüßle. Ich trage nur das Schwarz, das mir gefällt.
Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. |
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#5 (permalink) | |
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klamm-Lipper
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Zitat:
Deswegen muss es nach dem Tod irgendwie weitergehen. Ob und wenn ja, wie, das ist wohl eines der wenigen Dinge die die Menschheit niemals erforschen wird. Vor der Offenbarung dieser Dinge habe ich aber keine Angst, genausowenig wie vor dem Tod allgemein. Das dürfte aber auch an meinem Alter liegen. Mit 18 Jahren sollte man sich darüber normalerweise noch keine Gedanken machen, schließlich liegt das ganze Leben noch vor mir. Mit freundlichem Gruß
Blomberger |
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#6 (permalink) |
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Your little Secret
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Ich glaub auch nicht das nachm Tod irgendwas passiert. Wenn man weg ist, ist man weg. Denk nicht, dass danach was kommt.
Angst vorm Tod hab ich auch keine, aber vorm Sterben. Oder eher die Art zu sterben. Keine Lust auf verbrennen, ertrinken, oder was noch so gibt. |
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#7 (permalink) | |
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Lernender
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Zitat:
Wobei ich nichts auf später schiebe, also Jenseits, Wiedergeburt oder von mir aus Himmel und Hölle. Ich hab hier mein Ding, das läuft und wann es zu Ende ist weiß ich nicht. Ich kann gleich, wenn nach draußen gehe, von einen Auto überollt werden, ich kann vielleicht jetzt schon eine tödliche Krankheit in mir tragen, ich kann aber auch 100 Jahre alt werden. Alles ist möglich, ich kann es geringfügig beeinflussen, indem ich auf meine Ernährung achte, Sport treibe und umsichtig lebe. Doch wann es für mich zu Ende geht, kann ich nicht beeinflussen. |
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#8 (permalink) | |
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... rundet auf!
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Zitat:
Nuja, ich habe viele Erzählungen von guten Freunden und zum Beispiel auch von meiner Cousine gehört. Erzählungen von übersinnlichen Phänomenen, was in meinen Augen eng mit diesem hier zusammenhängt. Denn was sollen "Geister", wenn es sie gibt, sonst sein, außer die Seelen von Verstorbenen, die noch irgendwas auf der Erde verloren haben. Es ist verflixt abstrus, wie ich da denke, dass ich an Geister glaube, an Seelen auf Erden und sonst wo. Evtl an Wiedergeburt. Aber hey, wenn man nicht an irgendetwas glaubt, auf irgendetwas hofft, wo bleibt die Perspektive. Ich trage nur das Schwarz, das mir gefällt.
Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. |
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#9 (permalink) |
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becomes rich
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich habe Angst vor dem Tod, wiederum mehr Angst vor einer Behinderung oder ähnlichem.
Ich hatte mal von einer Impfung Nebenwirkungen weil ein anderer Infekt dazu kam, eine Zeit lang waren meine Arme und Beine immer wie gelähmt, so eingeshclafen und schwerfällig, und da habe ich mir auch gedacht, ich würde NIE mit einer Behinderung zurecht kommen, weil ich einfach ein zu "lebensfroher" Mensch bin, in diesem Fall kann man in manchen Situationen (hängt vom Ausmaß der Behinderung ab) den Tod bevorzugen, aber allgemein würde ich schon sagen das ich Angst vor dem Tod habe, und die lasse ich mir auch vorerst nicht nehmen! |
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Ich glaube an ein Leben nach dem Tod.
Seitdem ein Klassenkamerad vom kurzem durch einen Skiunfall gestorben ist, mache ich mir Hoffnungen, dass ich ihn wiedersehen werde. Irgendwann, wenn ich auch nicht mehr leben werde. Einen Menschen zu verlieren und nicht zu glauben, das man ihm wiedersehen wird, wäre für mich einfach unvorstellbar.... |
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#11 (permalink) | ||
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
(Ich hab da persönlich Erfahrung mit... Mein Vater lag über ein Jahr lang in einem Zustand der dem WachKoma nahe kommt, es war allerdings kein Wachkoma, er konnte sich mit seinen Augen verständlich machen... manchmal zumindest... Und dieses Leben, das man da führt ist kein Leben mehr. Querschnittsgelähmt vom Halse abwärts, nicht in der Lage zu sprechen, weil man über einen Luftröhrenschnitt beatmet wird ...Und den ganzen Tag nur am Liegen...) Zitat:
Das is der Vorteil dieser Einstellung. Wenn danach etwas ist, hat man sich schon darauf vorbereitet. Wenn nicht, naja..dann is auch egal... Ich weiss nich, was ich über das Jenseits oder nach der Phase nach dem Tod denken soll... Ich hab mir auch öfter schon Gedanken gemacht, aber seit dem mir lauter Verwandte weggestorben sind, weiss ich nichmehr, wie ich mit Tod umgehen soll. Ich schieb das Thema beiseite... Für mich geht das Leben weiter, und ich wäre ein Idiot, wenn ich mich zu lange damit befassen würde. Andererseits geh ich regelmäßig auf den Friedhof...einfach weil es mein Gewissen beruhigt und es mir danach n bisschen besser geht... weil ich weiss, wenn derjenige mich sehen könnte, würde er sich sicher über den "Besuch" freuen |
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#12 (permalink) | |
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klamm-Lipper
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Völlig richtig und genau deswegen sollte man auch keine Angst vor dem Tod haben. Es wäre doch schrecklich, wenn man wüsste wie alt man wird.
Zitat:
Ich gehöre eher zu der zweiten Gruppe, auch wenn mir da schon die eine oder andere Geschichte zu Ohren gekommen ist. So haben beispielsweise Bekannte von uns eines abends über jemanden gesprochen, mit dem sie viele Jahre nichts mehr zu tun hatten. Am gleichen Abend kam er ums Leben! Trotzdem kann ich mir da nicht eine Verbindung vorstellen. Genauso wie ich an Horoskope und Wahrsager niemals glauben werde. Mit freundlichem Gruß
Blomberger |
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#13 (permalink) | |||
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Lernender
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#14 (permalink) | |
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... rundet auf!
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Zitat:
Horoskope und die Erscheinung von Geistern sind ein kleiner Unterschied zum Beispiel. Interessant find ich manchmal Horoskope, wenn sie passen isses lustig, jedoch vertrau ich da weder drauf noch richte ich mich danach. Wär ja noch schöner, wenn tausenden anderen Menschen da das gleiche wie mir passieren sollen nur weil sie das gleiche Sternzeichen haben. ![]() Aber es gibt viele Berichte über Erfahrungen mit Geistern, äußerst interessant. Ai, bestes Beispiel, was mir da einfällt: X-Factor. Schon als kleines Kind liebte ich es. Ich trage nur das Schwarz, das mir gefällt.
Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. |
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#15 (permalink) | |
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klamm-Lipper
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Zitat:
Manche Sachen geben einem dabei allerdings wirklich Rätsel auf, da hast du Recht. Da kann man sich nicht vorstellen, dass das wirklich passiert ist. Mit freundlichem Gruß
Blomberger |
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