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#2 (permalink) |
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Board-Psychose
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Dankbarkeit ... für die gemeinsame Zeit - so kurz oder lang, wie sie auch war;
Hoffnung ... auf ein Wiedersehen - irgendwie, irgendwo, irgendwann. Was bleibt einem anderes übrig? Mit Verzeiflung ist keinem geholfen. Nichts geht verloren im Universum - alles bleibt im Fluß. Leben ist nunmal Energie, und die geht nicht verloren, sondern setzt sich nur um. |
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#3 (permalink) |
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Jäger u. Sammler
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Bisher hatte ich zum Glück erst zwei für mich größere Verluste.
Meine Oma und meine Katze. In dem Fall Tod würde ich sagen, dass die Zeit alle Wunden heilen kann. Im ersten Moment ist halt ein Loch da. Ich konnte erst nicht so recht glauben, dass meine Oma bzw. Katze nun nicht mehr da sein wird. Habe dann ein paar Tage sehr getrauert und konnte mich danach damit abfinden. Ich glaube es gibt kein Rezept, wie man am besten trauern und verarbeiten kann. Das beste ist sich genug Zeit zu geben. Um nicht in seiner Trauer zu verfallen, habe ich mich versucht nach 3 Tagen abzulenken und habe mich in Arbeit geworfen. Vielleicht hilft es manchen ja auch. |
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#4 (permalink) |
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4,8,15,16,23,42
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Ich habe bisher keinen Verlust einer nahe stehenden Person erleiden müssen. Aber was soll man großartig machen? Auf ein Leben nach dem Tod kann ich nicht hoffen, denn ich bin ziemlich sicher überzeugt, dass es keins gibt. Damit bleibt mir nur die Vergangenheit,Gegenwart und die restliche Zeit meines Lebens.
Religionen sind Kinder der Unwissenheit, die ihre Mutter nicht lange überleben.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860) |
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#5 (permalink) |
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StracciatellaKatze
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Jeder geht damit anders um. Es kommt auch immer darauf an, wie nah einem der Verstorbene war. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich wie paralysiert bin. Reell wird der Tod erst, wenn man darüber spricht. Wenn man zum ersten Mal aussprechen muss, dass derjenige tot ist, geht etwas in einem zu Bruch. Es ist, als hätte man vorher noch versucht, es zu leugnen.
Bestehen gemeinsame Erinnerungen, kann es helfen, mit anderen in alten Zeiten zu schwelgen, um sich an den Verstorbenen wie er war, zu erinnern. Man sollte sich aber Zeit nehmen und erst darüber reden, wenn man sich dazu bereit fühlt. Vielen hilft es, an einer Beerdigung teilzunehmen, weil man dort symbolisch vom Verstorbenen Abschied nehmen kann. Schützt die Erde!
Es ist der einzige Planet mit Schokolade! |
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#6 (permalink) |
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Loseverleiher
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Als mein Vater damals gestorben ist,war ich gerade Mal 18Jahre alt,hatte eine Ausbildung begonnen und musste auf die schnelle die Ausbildung abbrechen und die Firma übernehmen,hab zwar die Möglichkeit gehabt,die Firma zu verkaufen,dass wolte ich und mein Bruder jedoch nicht,da dort auch etwas von unserem Vater drinsteckt...Von heute auf morgen,war ich zuständig für zig Leute,dass die Firma gut läuft,Einnahmen weiterhin reinkommen,alles seinen geregelten Ablauf läuft wie bisher,hatte daovr keine Erfahrung und somit war das ein kopletter Neueinstieg und man ist ja in diesem Fall auch zuständig für viele Leute,die Abhängig von der Firma sind(Lebensunterhalt).
Und das ganze muss man dann noch erfolgreich leiten,nachdem man erfahren hat,dass sein eigener Vater gestorben ist,nicht gerade einfach... Wenn ich heute zurückblicke,kann ich mit meinem Bruder stolz drauf sein,was wir aus der Firma gemacht haben und was wir bisher alles gemeinsam erreicht haben,da bin ich mir sicher,dass unser Vater sehr stolz wäre... Abschied von 2 nahe stehenden Leuten musste ich bisher erleiden,jedoch muss man nach oben schauen und darf nicht in einem "Sumpf" verfallen,was ich mir gar nicht vorstellen kann,wenn man direkt 2 nahe stehende Menschen aufeinmal verliert z.B Eltern oder Frau und Kind und dann keine weiteren Familienmitglieder hat, und dann Weihnachten allein zu Hause sitzen muss.. |
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#7 (permalink) |
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Dauerlutscher
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Ich Stecke gerade mitten drin....
Oma liegt in einem hospiz Heute sagte sie es würde nicht mehr lange dauern entweder die nacht oder Morgen dann... Es ist sehr schwer jemsnden dort liegen zu sehen und man weiß das nix mehr helfen kann... In den letzten tagen weine ich dadurch sehr viel weil ich ja weiß es ist nur eine frage der zeit... Am Sonntag habe ich sie nochmal besucht gehabt... ich habe sonst nicht die möglichkeit außer am We dort hin weil es auch etwas weiter weg ist.... Es tut nur sehr weh...... "das leben ist wie ein beschissenes Adventure-Game, aber die Grafik ist geil" |
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#8 (permalink) |
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Board-Psychose
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Sweethoney, ich weiß, wovon du redest. Mit meiner Mutter hab ich das vor 6 Jahren durch. Es war absehbar, und trotzdem trifft's einen wie ein Keulanschlag. Es bleibt eine Lücke, die man erstmal begreifen muß, und die durch nichts und niemand zu füllen ist. Loslassen ist sooo schwer.
Gerade am Wochenende mußte mein Lieblingshund eingeschläfert werden - Lungenkrebs. Ich war bis zum Schluß dabei, was "Frauchen" nicht konnte.
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#9 (permalink) |
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nicht mehr nett
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Unterschiedlich. Bei meiner Oma war es nicht ganz so schlimm, traurig, aber sie musste weder leiden oder irgendwas. Bei meinem Lebensgefährten traf es mich wie ein Schlag, auch wenn es vorhersehbar war. Ich hab 2 Jahre gebraucht. Meine Hündin fehlt mir jeden Tag, jeden Tag rede ich mit ihr, der Schmerz ist auch nach 3 Monaten immer noch nicht weniger.
Überstehen ja, damit leben ist was anderes, verarbeiten ist schwierig, vergessen wird man niemals. ![]() In Gedenken an Maja und Jack. Wir werden euch nie vergessen. |
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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ich möcht mal n paar andere Gedanken hier mit reinbringen... mein Mitleid bringt euch eh nicht viel...
Was ich krass finde, ist, dass soviele Menschen heutzutage keinerlei "Erfahrung mit dem Tod" haben... früher wurde in jeder Familie gestorben... irgendwann wars Zeit für Opa und Oma und jeder in der Familie hat das mitgekriegt... da konnte man sich gegenseitig irgendwie Halt geben... und Kinder habens von klein auf mitbekommen, dass das Leben nicht für immer währt. Vllt. tun wir uns heute deswegen so schwer, weil wir selbst einfach zu wenig Erfahrung mit dem Tod haben (einerseits vllt. ne gute Tendenz, andererseits hauts uns dann umso mehr weg, wenns wirklich jemanden aus der eigenen Familie oder dem Freundes-/Bekanntenkreis trifft...) Wir verdrängen den Tod heute viel zu oft und mit allem möglichen Kleinkrams... ständig hören und sehen wir im TV Berichte von Katastrophen und sonstwas, aber wirklich treffen tuts uns nicht. Wir spenden n paar Euros und setzen unser Leben so fort, als wär nichts gewesen... (ich selbst ja auch nur allzu oft und gern...) Bis es dann neben uns einschlägt wie ne Bombe... Vllt. müssen wir lernen das Leben als Zeit zu begreifen, in der wir in einer physischen Form hier auf dieser Welt sind und das Beste draus machen können... Ich persönlich glaube irgendwie, dass die Energie in einem Menschen danach nicht verloren ist, sondern sich in den Kreislauf der Natur wieder einspeist und dadurch wieder neues Leben möglich ist... All die Erinnerungen an unsere engsten Liebsten verblassen spätestens dann, wenn wir selbst nur noch Schemen der Erinnerung sind... |
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#11 (permalink) |
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Lunatic
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Meinen bisherigen Erfahrungen nach beschäftigt mich der Tod Bekannter/Nahestehender nicht allzu sehr. In vielen Fällen spielt es nämlich keine Rolle, ob ich diesen oder jenen hin und wieder sehe oder nie wieder die Gelegenheit dazu habe. Und als natürliches Phänomen kann ich dem auch keinen gesteigerten Wert beimessen.
Anders würde es wohl aussehen, wenn jemand stirbt, mit dem ich sehr sehr intensiven Kontakt hatte, allerdings könnte ich auch da nicht davon sprechen, dass es ein unermesslicher Verlust wäre. Menschen sind keine Konstanten, also sollte man sich nicht wundern, wenn sie verschwinden. |
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#12 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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@Taliesyn:
das kommt natürlich a) auf dein Menschenbild an und b) auf die Erfahrungen, die du mit dem Tod gemacht hast. eventuell auch ob c) deine Lebenseinstellung auf "weltliche" Güter ausgerichtet ist, oder eben auf philosophische... für nen Humanisten, wie mich, der sehr stark an sozialen Bindungen interessiert ist und der schon einige (zu viele) Erfahrungen mit dem Phänomen Tod gemacht hat, ist das schon nochmal was ganz anderes... |
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#13 (permalink) | |
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(ړײ)
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Zitat:
Hab Gott sei dank keinerlei Erfahrungen mitgemacht, verdräng es auch ziemlich, weil ich ziemliche Angst davor habe. |
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#14 (permalink) |
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Gesperrt
Reg: 10.01.2010
Beiträge: 116
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bei uns ist am 29. oktober 09 mein daddy mit erst 60 jahre gestorben... meine 3 kinder haben nur noch eine oma.es ist sehr schwer damit zurecht zukommen...man sagt,zeit heilt alle wunden ist nicht ganz richtig,denn es bleiben tiefe narben. es gibt tage,wo alles hoch kommt.wo man daran denkt,was hätte er noch alles mit seiner familie erleben können,was kann er nun nicht mer erleben.... es tut weh,es wird immer weh tun wenn man keine vater mehr hat....wenn ich noch länger hier darüber schreibe,fange ich an zu weinen ... deswegen höre ich jetz erst mal auf ... |
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#15 (permalink) | |
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Pastafari
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Zitat:
Nach einem Erdbeben lassen die Industrienationen ihre Muskeln spielen und können 24/7 Lebensmittel und Medikamente abwerfen und in Nullkommanix Wasseraufbereitungsanlagen hinstellen, die tausende Tonnen Frischwasser produzieren, aber für den alltäglichen Wahnsin bei den Ärmsten der Armen, haben wir nur ein müdes Achselzucken übrig und der Hilfsapparat ruht größtenteils. Aber du hast recht. Das ist zwar alles nicht schön, aber wirklich emotional treffen tut es einen nicht. Wahrscheinlich sind wir da schon zu verwöhnt und haben die Fähigkeit verloren uns das wirklich vorzustellen. |
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