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#1 (permalink) |
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+ 11000 Beiträge
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Jetzt möchte ich auch mal mein ersten Thread in Real-Life eröffnen (obwohls net so ganz reinpasst, aber egal).
Ich habe seit ca. einem Jahr 8 sehr gute Freunde im Internet kennengelernt (davon kennen sich 4 im RL). Und wie sich nach und nach rausgestellt hat ritzen sich davon 5 Leute regelmäßig (einer nicht mitm Messer sondern mit nem Feuerzeug), davon alleine 3 Leute heute... Ich weiß langsam nicht mehr weiter, ich sitze hier 500km weg und würde denen gerne helfen, aber ich weiß nicht wie. Weiß jemand, wie man so Leuten helfen kann? Hat vll jemand eigene Erfahrungen damit gemacht? Und gibts im Inet eigentlich auch normale Leute? |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Das wird nicht einfach funktionieren. Zum Thema SVV empfehle ich dir mal http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstv...ndes_Verhalten als Lektüre. Vor allem die Punkte Umgang und Therapie.
anddie
Wäre hier eine Signatur könntest du diese nun lesen und dir die Zeit vertreiben
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#3 (permalink) |
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Ritzen tun sich mehr Leute als du vermutlich glaubst.
Mir persönlich liegt aber der Schlag mit der Faust gegen die Wand näher.
Lanshark - Ein P2P Filesharing-Tool für LANs
"If privacy is outlawed, only outlaws will have privacy." - Phil Zimmermann |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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das kenn ich auch....leider =(
ich kanns auch nicht nachvollziehen und bei jeder person mehr, werd ich wütender... die wissen selber, dass ihre probleme davon nich verschwinden, betäuben sich aber damit... helfen kann da in vielen fällen nur noch ein psychotherapeut, psychologe... oder regelmäßiger sex ![]() die brauchen alle n gesundes selbstbewusstsein...das is der fehler =( |
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#5 (permalink) |
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Forenleser
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Da wirst du nicht viel helfen können.
Menschen, die sich selbst schmerzen zufügen brauchen das um andere Gefühle auch wahrnehmen zu können. Da gibt es grad ganz neue Studien drüber. Sie sind also für normale Emotionen nicht in der Lage. Schmerz wirkt aber als Katalysator und so kommt es, dass der Schmerz weniger schlimm ist als das Gefühl der Gefühlslosigkeit. Mit Hilfe des Schmerzen können sie zum Beispiel traurig sein oder auch fröhlich. Aus medizinischer Sicht kann man da leider echt wenig tun. Es geht dann darum andere Wege zu finden, mit denen man sich helfen kann. Viel macht man da mit Gestaltungstherapie und Sport. Hilft aber leider auch nicht immer. Glaub mir, das verzweifeln die besten Psychiater. Alles was du sein kannst ist eine Stütze. Selbst diejenigen, die davon loskommen können es oft meist nicht ganz lassen. Aber es ist dann kein Zwang mehr. Sondern mehr eine Belohnung. (Hört sich wahrscheinlich ziehmlich irr an, ist aber so). So a la wenn ich es schaffe die Woche über nicht zu ritzen, sondern anderweitig der Gefühlslosigkeit zu entkommen, dann ritze ich einmal am Wochenende um wirklich zu fühlen. Und dann nur so, dass es nicht tief ist und sich nicht entzündet. Und leider muss man zugeben, dass das schon ein riesiger Fortschritt ist, wenn man soweit kommt. Oft kann man sich als Mediziner nur darauf beschränken Antibiotika bei Entzündungen zu geben und die Schnitte zu nähen. Grausam, aber wenn man versucht zu verstehen wie es ist nichts zu fühlen auch fast ein bisschen verständlich. Ich glaube es gibt ein Buch mit dem Titel: "Ich hasse dich, verlass mich nicht!" Die Aussage beschreibt in etwa die Gefühlswelt, die diese Menschen empfinden. Ich fand den Titel sehr passend. Abgrenzen muss man davon, dass es auch Jugendliche in der Pubertät gibt, die ritzen und wo es sich oft wieder verliert. Darüber kann ich dir aber nicht viel sagen. Zu dir: Verzweifel nicht und lass dich nicht runterziehen! Versuch für die anderen da zu sein (und wenn es nur nen kurzer Anruf ist), aber halte genug emotionalen Abstand, dass du nicht in Tränen ausbrichst, wenn sie es wieder tun. Das wirst du nicht vermeiden können. Aber man kann mit Mitgefühl einen Verband anlegen. Und auch 2 und auch mehr, wenn es sein muss. Und eine Woche später wieder.... Ich hoffe du verstehst, was ich damit meine. |
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#6 (permalink) | |
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+ 11000 Beiträge
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Zitat:
Und das mit dem runterziehen ist wahrscheinlich schon passiert, da es mir auch total scheiße geht (aber das ist nen anderes Thema). Was letztes ziemlich derb war, ich war mit 2 von den 8 in TS und der eine hat "live" in TS mit seinem heißen Feuerzeug an seinem Unterarm rumgemacht und dann immer aufgeschrien (10mal), das war extrem |
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#7 (permalink) | |
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Forenleser
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Zitat:
Aber da live zugucken zu müssen ist natürlich wirklich Hammer. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte. Wahrscheinlich hätte ich Ihn zur Sau gemacht und das Feuerzeug weggenommen. (Auch wenn ich weiß das es nichts bringt.) Aber zugucken hätte ich auch nicht können... |
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#8 (permalink) |
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▪ flash! ▪
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Bei 'ner 500km Distanz wird das aktive Einschreiten doch schwer, aber zur Sau gemacht hätte ich ihn zumindest auch. Und dem sein Verhalten kann ich auch nicht nachvollziehen: Was interessiert das jmd anderen? Ist das mehr eine Art Aufmerksamkeitsdefizit? Das würde ihn zumindest leichter "heilbar" machen...
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#9 (permalink) |
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kein Stammuser
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kannst du bitte sternchen einsetzen? triggert sonst doch schon extrem...
danke.
13. Mai - wähl Die PARTEI!
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#10 (permalink) | |
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+ 11000 Beiträge
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Zitat:
Zur Sau habe ich ihn natürlich gemacht... Ja, das mit dem Aufmerksamkeit auf sich ziehen meinten 2, die ihn RL kennen auch... (er macht das meistens, wenn er verlassen wurde...) |
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#11 (permalink) |
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▪ flash! ▪
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Dann sorg(t) dafür, dass er die Aufmerksamkeit bekommt, die er will. Aber nicht wegen sowas! Es ist zwar irgendwie dumm, wenn man sowas dann macht, aber es ist das kleinere Übel. Und wenn er nur übertrieben viel Mitleid will, dass er gerade verlassen wurde, dann gebt ihm sein scheiß Mitleid; es ist wiegesagt das kleinere Übel. Und vll sieht er ein, dass er die Aufmerksamkeit durch andere Aktionen viel mehr bekommt und sogar im positiven Sinn.
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#12 (permalink) |
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Piraten-Battle.de
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Das ist bitter.
Ich kenn so einen ähnlichen fall. Sich selbst schmerzen zufügen kann häufig der fall sein das der Patient (nennen wir den mal so) eine Depression hat. Depressionen kann man grundsätzlich nicht heilen (in Vereinzelten Fälle half ein intaktes Familienleben oder Geburt von Kind) Depressionen sind vererbbar, leider scheind es in unserer Gesellschaft jetzt Mode zu sein Depressiv zu werden. Depression ist genetisch bedingt und es helfen da nur medikamente (wobei der Patient auch drauf eingestellt werden muss da nicht jedes bei jedem hilft) Meiner Meinung nach eine gute Seite ist Wikipedia da wird das genauer erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/Depression Also wenn man Depressiv ist dann hilft nur ein Psychiater @edit: im alten Forum gabs mal nen Thema dazu wo sich auch jemand geoutet hat depressiv zu sein. Den Namen nenn ich hier jetzt nicht vielleicht macht es die Person ja selbst. |
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#13 (permalink) |
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Forenleser
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Wo wir jetzt alle mit wikipedia aufwarten, ich will auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Borderline Und zwar gehören Selbstverletzungen zu Depressionen eigentlich nicht unbedingt dazu. Im Falle starker Depression mit Agitiertheit kann es dazukommen, ist aber eigentlich nicht die Regel (so haben wir es zumindest beigebracht bekommen. Am ehesten gehört es zu den Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Dazu oben der Link. Hier gibt es auch Überschneidungen mit den Depressionen, da viele Patienten zusätzlich unter Depressionen leiden. Aber eigentlich denke ich ist das gar nicht was Digo wissen wollte, sondern viel mehr wie es helfen kann. Oben in dem Link ist auch das Buch erwähnt. Es ist von Jerold Kreismann und Hal Strauss die konkrete Tipps zusammengefasst mit Borderline Betroffenen umgehen kann. Ich hab es selbst (noch) nicht gelesen. Aber vielleicht wäre das ja was für dich. Kostet 21,95€ (also nicht die Welt) und soll sehr gut sein. |
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#14 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Reg: 20.06.2006
Beiträge: 105
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"gibts im Inet auch normale Leute"...
"wo sich jemand geoutet hat"... "es scheinz Mode zu sein, depressiv zu werden"... Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen: Ich finde, das klingt ziemlich unfreundlich. Aber vielleicht sehe ich es - weil ich betroffen bin - auch zu kleinkariert, seht es mir nach. Ich trage auch einige Narben mit mir herum, allerdings ist das selbstverletzende Verhalten bei mir nicht so sehr ausgeprägt, ich leide an einer schweren Depression und einer Soziophobie (F33.2, F40.1 - für die Ärzte...). In meinen Augen hat flashas etwas wichtiges geschrieben, nämlich, dass man als Bezugsperson dieses Verlangen nach Aufmerksamkeit in irgendeiner Weise befriedigen sollte. Und wenn sich jemand durch sein selbstverletzendes Verhalten darstellen will, sollte man nicht darauf reagieren. Ich hätte nach dem ersten Schmerzensschrei bereits ausgeschaltet... Das ist einfach keine Art, da muss dem Betroffenen einfach auch klargemacht werden, wie sehr er seine Umwelt damit belasten kann. Und den Tip von Ckocks sollte man in jedem Fall auch beherzigen. Auf keinen Fall so weit gehen, dass man selbst davon heruntergezogen wird. Da ich es aus anderen Foren leider öfters gehört habe: Nein, ich muss mich hier nicht profilieren oder so. Ich bin betroffen, ich weiß, wovon ich rede und ich spekuliere wenigstens nicht herum. Und mich kennt hier keiner... Also lasst es mich in der Anonymität ein wenig verarbeiten. |
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#15 (permalink) |
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Forenleser
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[QUOTE=Tropal;735280an einer schweren Depression und einer Soziophobie (F33.2, F40.1 - für die Ärzte...).
[/QUOTE] Danke. Ich hasse ICDs. Erstens ist für mich ne Krankheit mehr als nur ne Nummer. Nämlich in erster Linie ein Mensch der leidet und dem geholfen werden wil. Und zweitens kann sich die eh keiner merken. Wir hätten wesentlich mehr Zeit für unsere Patienten, wenn wir nicht ständig irgendwelche Nummern und Schlüssel nachgucken müssten. (Da sind die ICDs ja noch harmlos!) Mal so ganz kurz offtopic... |
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